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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hinterlegungsproblem



Clau
09.02.2007, 10:20
Hallo Leute! Meine Kollegin hat folgendes Problem. Ihr helft Ihr doch bestimmt weiter, oder :) ? Ich zitiere:

Die Bank hat 2880 Euro hinterlegt. Als Grund wurde folgendes angegeben:
"Im laufenden Insolvenzverfahren Az. .../02 gegen Herrn X wurde am 23.11.06 ein Pfüb durch das AG F mit Az. .../06 erlassen. Mit diesem Pfüb wurde das Konto Nr. ..., lautend auf Herrn X gepfändet. Es ist für die Bank nicht erkennbar, an wen aus dem Kontoguthaben zu leisten ist. Eine Klärung über die Beteiligten konnte nicht herbeigeführt werden."
Empfangsberechtigte: Herr X und Frau Y (=Pfüb-Gl Unterhaltsrückstände, Fdg. > 7.000 €)

Anmerkung:
Zugegeben, ich habe leider im Januar etwas "geschlafen". Ich habe diesen Fall als Gläubigerungewissheit angenommen.
Erste Frage: Mit welcher Begründung hätte ich ablehnen können?

Nun wurde in der Zwischenzeit das Insolvenzverfahren aufgehoben. Frau Y möchte nun, dass ich das hinterlegte Geld an sie auszahle, da sie ja bereits den Pfüb hat.

Meine Meinung:
Ich denke, dass ich nicht auszahlen kann. Da ich das Verfahren angenommen habe, müssen nun natürlich die Voraussetzungen für die Auszahlung gem. HinterlO erfüllt werden. Der Auszahlungsantrag liegt vor. Aber ich habe keine Freigabeerklärung von Herrn X. Da Herr X die Freigabe nicht erklären wird, soll Frau Y den Auszahlungsanspruch aus dem Hinterlegungsverfahren von Herrn X pfänden (schneller und einfacher als Klage). Die Pfändung ersetzt dann die Freigabe und erst dann darf ich auszahlen.
Wie sehen Sie das???
Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!