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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sachsen-Anhalt: Regierung erwägt Leistungsprämien in der Justiz



Kai
21.08.2007, 19:46
"Sachsen-Anhalts Justizstaatssekretär Burkhard Lischka hat sich für Leistungsprämien in der Justiz ausgesprochen. Wie das Justizministerium am Dienstag in Magdeburg mitteilte, bezieht sich die Überlegung nicht auf die inhaltliche Rechtsprechung eines Richters. «Aber wenn ein Richter oder Rechtspfleger neben seiner laufenden Dezernatsarbeit zügig und auf hohem Niveau beispielsweise die Vorgänge eines länger erkrankten Kollegen abarbeitet, dann sollte uns dies mehr als einen warmen Händedruck wert sein», sagte Lischka."


Quelle und Weiterlesen: ad-hoc-news.de vom 21.08.2007 (http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/de/12960892/Regierung-erw%E4gt-Leistungspr%E4mien-in-der-Justiz)

heideröschen
21.08.2007, 19:47
"Sachsen-Anhalts Justizstaatssekretär Burkhard Lischka hat sich für Leistungsprämien in der Justiz ausgesprochen. Wie das Justizministerium am Dienstag in Magdeburg mitteilte, bezieht sich die Überlegung nicht auf die inhaltliche Rechtsprechung eines Richters. «Aber wenn ein Richter oder Rechtspfleger neben seiner laufenden Dezernatsarbeit zügig und auf hohem Niveau beispielsweise die Vorgänge eines länger erkrankten Kollegen abarbeitet, dann sollte uns dies mehr als einen warmen Händedruck wert sein», sagte Lischka."


Quelle und Weiterlesen: ad-hoc-news.de vom 21.08.2007 (http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/de/12960892/Regierung-erw%E4gt-Leistungspr%E4mien-in-der-Justiz)

Oah, gei*! Sehe ich auch so, sollte in Nds. auch gemacht werden. Hab grad meinen Kollegen 7 Wochen vorbildlich ohne Rückstände vertreten!

SiGI
22.08.2007, 08:01
War vor ca. 10 Jahren schon mal in der Diskussion. Ist dann doch nicht gemacht worden, weil man - möglicherweise zu Recht- Neid unter den Kollegen fürchtete (und das Geld lieber für sich behalten hat).

13
22.08.2007, 08:04
Danke! die paar auch noch versteuerten Kröten können sie sich behalten - und die Vertretung auch! :teufel:

mebo82
22.08.2007, 08:20
Zusätzliche Rechtspfleger/innen wären notwendiger.

Ernst P.
22.08.2007, 08:32
Wenn ein Rpfl. einen anderen Rpfl. ohne weiteres (vollständig) vertreten kann (z.B. bei Urlaub), dann sitzt an dieser Stelle ein Rpfl. zuviel.

Ich bin der Meinung das man eine Arbeitsbelastung durch Akten (Anzahl? Schwierigkeit ? (Kriterium?) Umfang (Kriterium?)) nicht messen kann. Ich halte diese Idee daher für den falschen Ansatzpunkt.

Mehr Rpfl. müssen mehr ! Aber es natürlich billiger und läßt sich politisch auch viel besser verkaufen, wenn man niemanden zusätzlich einstellt, sondnern den Leuten, die sich den Ar... aufrei... noch Brotkrummen hinwirft !

Kai
23.08.2007, 19:42
"Verwaltungsrichter lehnen Leistungsprämien in der Justiz ab

Der Landesverband der Verwaltungsrichter lehnt die Einführung von Leistungsprämien in der Justiz ab. Leistungsprämien für Richter seien mittelbar ein Eingriff in die richterliche Unabhängigkeit, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Helmut Engels, am Donnerstag in Dessau. Die Leistungsprämie sei bei Lichte betrachtet nichts anderes als eine Akkordzulage, die Anreiz bieten solle, möglichst viele Verfahren zu «erledigen». Die Prämierung richterlicher Akkordarbeit berge die Gefahr in sich, die Qualität der Rechtsprechung zu mindern und damit das Ansehen der Justiz zu beschädigen."



Weiterlesen und Quelle: ad-hoc-news.de vom 23.08.07 (http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/de/12987174/Verwaltungsrichter-lehnen-Leistungspr%E4mien-in-der-Justiz-ab)

EmelieE.
23.08.2007, 21:12
"Verwaltungsrichter lehnen Leistungsprämien in der Justiz ab

Der Landesverband der Verwaltungsrichter lehnt die Einführung von Leistungsprämien in der Justiz ab. Leistungsprämien für Richter seien mittelbar ein Eingriff in die richterliche Unabhängigkeit, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Helmut Engels, am Donnerstag in Dessau. Die Leistungsprämie sei bei Lichte betrachtet nichts anderes als eine Akkordzulage, die Anreiz bieten solle, möglichst viele Verfahren zu «erledigen». Die Prämierung richterlicher Akkordarbeit berge die Gefahr in sich, die Qualität der Rechtsprechung zu mindern und damit das Ansehen der Justiz zu beschädigen."



Weiterlesen und Quelle: ad-hoc-news.de vom 23.08.07 (http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/de/12987174/Verwaltungsrichter-lehnen-Leistungspr%E4mien-in-der-Justiz-ab)

Ich würde mal sagen, dem ist nur noch eins hinzuzufügen:
Das gleiche gilt für Rechtspfleger!

13
23.08.2007, 21:13
Wenn man doch bloß einmal für die Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber seinen sämtlichen Mitarbeitern auch so eintreten würde wie für die richterliche Unabhängigkeit. Was ist denn der Leistungsprämiengedanke bei den Rechtspflegern? Auch nichts anderes als eben diese Akkordzulage. Macht mehr, dann bekommt ihr einen Krümel mehr und wir können wieder 10 Stellen streichen. Billiger und durchsichtiger geht´s nicht.

Guckt man sich dieses Vorhaben und z.B. die KF-Reform an, dann fragt man sich schon, ob die maßgeblichen Erfinder von solchen Schwachmatismen an einem chronischen Kopf-Vacuum leiden... ein derart qualitativ abgehalftertes Gedankengut hat es im Justizbereich schon lange nicht mehr gegeben. Es fehlt bloß noch, dass solche Erfinder für ihren inakzeptablen Scheiß auch noch befördert werden...

Diese Leute dürften nicht einmal einen langen Besen erhalten, um die Hauptstraße zu fegen, es langt höchstens für einen kleinen Handfeger und eine ebensolche Sackgasse! :mad:

Stefan
23.08.2007, 21:34
"Verwaltungsrichter lehnen Leistungsprämien in der Justiz ab

Der Landesverband der Verwaltungsrichter lehnt die Einführung von Leistungsprämien in der Justiz ab. Leistungsprämien für Richter seien mittelbar ein Eingriff in die richterliche Unabhängigkeit, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Helmut Engels, am Donnerstag in Dessau. Die Leistungsprämie sei bei Lichte betrachtet nichts anderes als eine Akkordzulage, die Anreiz bieten solle, möglichst viele Verfahren zu «erledigen». Die Prämierung richterlicher Akkordarbeit berge die Gefahr in sich, die Qualität der Rechtsprechung zu mindern und damit das Ansehen der Justiz zu beschädigen."



Weiterlesen und Quelle: ad-hoc-news.de vom 23.08.07 (http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/de/12987174/Verwaltungsrichter-lehnen-Leistungspr%E4mien-in-der-Justiz-ab)

Ich würde mal sagen, dem ist nur noch eins hinzuzufügen:
Das gleiche gilt für Rechtspfleger!
Deshalb kriegen wir sie ja auch nicht, dürfen sie aber alle bezahlen durch verlängerte Dienstalterstufen oder in Hamburg durch eine Kürzung der Besoldungserhöhung 2008 von 1 %. Ich kann auch nur sagen, nein danke, so nicht. Wenn´s denn tatsächlich in weiter Ferne mal Prämien geben sollte, bin ich jetzt schon gespannt, wer sie wohl bekommt und wie die Auswahl begründet werden wird. Obwohl,....irgendwie habe ich das Gefühl, ich weiß es schon.

EmelieE.
23.08.2007, 21:41
Wenn man doch bloß einmal für die Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber seinen sämtlichen Mitarbeitern auch so eintreten würde wie für die richterliche Unabhängigkeit. Was ist denn der Leistungsprämiengedanke bei den Rechtspflegern? Auch nichts anderes als eben diese Akkordzulage. Macht mehr, dann bekommt ihr einen Krümel mehr und wir können wieder 10 Stellen streichen. Billiger und durchsichtiger geht´s nicht.

Guckt man sich dieses Vorhaben und z.B. die KF-Reform an, dann fragt man sich schon, ob die maßgeblichen Erfinder von solchen Schwachmatismen an einem chronischen Kopf-Vacuum leiden... ein derart qualitativ abgehalftertes Gedankengut hat es im Justizbereich schon lange nicht mehr gegeben. Es fehlt bloß noch, dass solche Erfinder für ihren inakzeptablen Scheiß auch noch befördert werden... die Frage ist nicht, ob sondern wann die befördert werden, soviel Engagement muss doch belohnt werden:D

Diese Leute dürften nicht einmal einen langen Besen erhalten, um die Hauptstraße zu fegen, es langt höchstens für einen kleinen Handfeger und eine ebensolche Sackgasse! :mad:
...

Himmel
23.08.2007, 21:42
Die "Leistungsprämien" werden bei uns ja auch bezahlt. ( keine Richter)
Das schwarze Tuch für mich, da krieg ich die Krise. Nur der Chef bestimmt, der Personalrat wird angehört ( woher will der PR wissen, wer wie wo überdurchschnittlich arbeitet?) Die Namen dürfen bei uns nicht veröffensicht werden. Die Mitarbeiter zerreißen sich vor Neid. Ablehnen kann man die "Prämie", zumindest bei uns, nicht.

EmelieE.
23.08.2007, 21:45
Die "Leistungsprämien" werden bei uns ja auch bezahlt. ( keine Richter)
Das schwarze Tuch für mich, da krieg ich die Krise. Nur der Chef bestimmt, der Personalrat wird angehört ( woher will der PR wissen, wer wie wo überdurchschnittlich arbeitet?) Die Namen dürfen bei uns nicht veröffensicht werden. Die Mitarbeiter zerreißen sich vor Neid. Ablehnen kann man die "Prämie", zumindest bei uns, nicht.

Also was ich so von meinem vor-vor-letzten Gericht so mitbekomme, dann fließen diese Prämien dort in schöner Regelmäßigkeit in die Verwaltung...
Und die Beförderungspraxis für Verwaltungsmitarbeiter sieht ähnlich aus.

Himmel
23.08.2007, 21:47
Bei der Auszahlung der ersten Prämie war der GL und Stellv. dabei. Na so ein Zufall.... Bei der zweiten natürlich die SE der Verwaltung. Einfach nur peinlich.

EmelieE.
23.08.2007, 21:49
Bei der Auszahlung der ersten Prämie war der GL und Stellv. dabei. Na so ein Zufall.... Bei der zweiten natürlich die SE der Verwaltung. Einfach nur peinlich.

Das scheint also System zu haben. Würde mich nicht wundern, wenn das bei allen Gerichten so ist.

Mola
23.08.2007, 21:57
Bei uns haben damals die 1. Prämie die Wachtmeister erhalten. Weil die ja so wenig verdienen. :eek:
Nach Leistung ist es eindeutig nicht gegangen!

13
24.08.2007, 18:20
Nach Leistung ist es eindeutig nicht gegangen!

Danach ging es, solange ich dabei bin, noch nie!

Amun
24.08.2007, 19:59
Wobei wir wieder beim altbekannten Problem wären. Wer bestimmt die Leistung? Ist man unbequem, kann man arbeiten wie ein Bekloppter - die Leistungsprämie oder wie immer eine solche Akkordzulage zu bezeichnen ist - kassieren andere. Und langfristig betrachtet kostet das mit Sicherheit Planstellen.

Andreas
27.08.2007, 07:57
Ich persönlich kann nicht bestätigen, dass zusätzliche Leistung nichts bringt. Ich kann auch nicht bestätigen, dass eine gewisse Unbequemlichkeit dazu führt, dass eine entsprechende Honorierung verweigert würde. Allerdings sollte die Unbequemlichkeit natürlich fundierte Gründe haben und - ich erwähnte es anderer Stelle schon - passend angebracht werden. Das Armutszeugnis derjenigen Chefs, sachliche Kritik nicht verkraften zu können, möchte ich hier nicht ausbreiten, aber doch mal feststellen, dass das nicht überall so ist.

Von der allgemein angesprochenen dauernden Personalknappheit abgesehen, die aufzufangen nicht Sinn der Leistungsprämie sein sollte, meine ich aber, dass sie nicht ohne weiteres zu verwerfen sein sollte. Denn was soll die Justizverwaltung machen, wenn es sich um temporäre Arbeiten handelt, die getan bzw. aufgefangen werden müssen? Ich nenne mal als Beispiel die Abgabe der Spruchkammerakten an das Staatsarchiv, die aber vorher noch aufbereitet werden mussten. Da steckten etliche Stunden unbezahlte zusätzliche Arbeit drin, was seitens der Verwaltung dem ausführenden Rechtspfleger (der damals mit der Verwaltung nichts zu tun hatte) durch eine Leistungsprämie honoriert worden ist. Oder was ist mit einer sich über Monate hinweg erstreckenden Dauervertretung, die vorbildlich geführt wird (kommt ja vor). Ich meine, dass es in solchen Fällen temporären (darauf sollte die Gewichtung liegen) personellen Mehrbedarfs weltfremd ist, auf personelle Verstärkung zu hoffen, und gleichzeitig angezeigt ist, das denen zu honorieren, die diese Lücken füllen.

Und ich meine, dass es hilfreich ist, diese Überlegungen erstmal davon zu trennen, wie die tatsächliche Ausführung dann verläuft. Das sind nämlich zwei verschiedene Dinge, die im (anzustrebenden) Idealfall zueinanderpassen.

alois
27.08.2007, 08:57
Leistungsprämie für temporäre zusätzliche Arbeit ist m.E. in Ordnung..
Das wäre für mich schon der Idealfall!
Aber wie die Vorposter zeigen, scheint dieser Idealfall noch nicht eingetreten zu sein.
M.E. ist es auch rechtlich nicht in Ordnung, wenn man von Seiten der Verwaltung nicht bekannt gibt, wer eine Prämie bekommt!
Dies sollte für die Kollegen nachvollziehbar sein.
Anderes Problem ist, wer die Prämie bekommt, wenn mehrere Personen am gleichen Gericht Akkordarbeit leisten, die Prämien aber so gedeckelt sind, dass nur Einer die Prämie bekommt!

redge
27.08.2007, 09:10
Also bei uns gibt's die Dinger auch, werden jedes Jahr auch voll von der Geschäftsleitung ausgeschöpft, Namen werden nicht veröffentlicht und bekommen tun's offenbar in der Tat die, die schon lange/immer ordentlich bei der Arbeit hinlangen, etwa auch bei Vertretungsfällen, Sonderaufgaben (etwa im Zuge des Rollout letztes Jahr) und dergleichen . . . :)

Ich kenne ein paar Kolleginnen und Kollegen, die die Prämie schon bekommen haben, da kann ich nichts daran aussetzen, schön verteilt, allerdings nur auf die Beamten (Richter glaube ich nicht) und nicht auf die Angestellten, obgleich es da bei uns auch sehr fleißige gibt :(

bjk_rpf
27.08.2007, 10:02
... und wie misst man die "Leistung"?
Gibt es objektive Maßstäbe? Wer stellt diese auf und wie sehen sie aus?

:gruebel::gruebel:

Ernst P.
27.08.2007, 10:12
Die Mitarbeiter zerreißen sich vor Neid.

Nicht umsonst hat sich unser Direktor daher bislang immer gegen die Einführung der "Arschkriecherprämie" (O-Ton) gewährt.

Vor ein paar Jahre hat man die Prämie (m.E. aus guten Gründen im Beamtenverhältnis) abgeschafft, jetzt will man sie im Angestellenverhältnis wieder einführen. Haben die hohen Herren eigentlich vergessen, warum das System beim letzten Mal schon nicht funktioniert hat?

13
27.08.2007, 10:31
Vergessen vielleicht nicht, aber der Vorschlag ist evtl. mit einer Prämie verbunden - wenn nicht gar mit einer Beförderung... :D

Andreas
27.08.2007, 12:16
..., schön verteilt, allerdings nur auf die Beamten (Richter glaube ich nicht) und nicht auf die Angestellten, obgleich es da bei uns auch sehr fleißige gibt
Für die Angestellten gibt das die Rechtslage in Bayern noch nicht her. Unsere Geschäftsleitung bedauert das.

Jakintzale
27.08.2007, 16:30
... und wie misst man die "Leistung"?
Gibt es objektive Maßstäbe? Wer stellt diese auf und wie sehen sie aus?

:gruebel::gruebel:

Garnicht ! Wir sind hier nicht bei der Leichtathletik-WM.

Im Öffentlichen Dienst wird Leistung beurteilt, und zwar durch den zum Beurteiler bestimmten Vorgesetzten. Dabei hat der Beurteiler nach dem sog. „pflichtgemäßen Ermessen“ vorzugehen.

Will der Beurteilte gegen eine seiner Meinung nach unzutreffende Beurteilung vorgehen, muss er dem Beurteiler fehlerhafte Ermessensausübung nachweisen können, was selten gelingen dürfte.:strecker

Gewerkschaften, die sich in Tarifverhandlungen auf einen derartigen Schmarren einlassen tun mir leid, ihre Mitglieder, die 1 % ihres Lohnes als Mitgliedsbeitrag zahlen, tun mir noch mehr leid ! :mad::daumenrun

Diabolo
27.08.2007, 16:39
wie immer: wer beurteilt Leistung und nach welchen Kriterien ? Ist es dann gesetzlich vorgeschrieben ( wie die Dienstaltersstufen ) oder ist es dann nur noch eine Verordnung ( "Sie sind ein guter Mann, aber es tut un s leid. Wegen schlechtem Haushalt ist die Verordnung bis 2020 außer Kraft" ) .......

Und: unsere Leistung können die Dienstherren gar nicht bezahlen :)

Bukowski
06.09.2007, 11:10
Ich darf allerdings darauf hinweisen, dass Prämiensysteme, die auf Zielvereinbarungen und Leistungsbeurteilungen beruhen in der privaten Wirtschaft weit verbreitet sind und sich bis auf Ausnahmen auch bewährt haben.

Erfahrungsgemäß beschweren sich über diese Systeme immer diejenigen, die bei der Beurteilung schlecht wegkommen ...... **duckundweg**

mikschu
06.09.2007, 11:35
das funktioniert aber auch nur so lange, wie keine willkür und kein klüngel herrschen. je kleiner die behörde, desto weniger objektiv wird es und es ist für den eimer.
wenn ein vernünftiger bewertungskatalog geschaffen werden könnte, würde ich ja zustimmen, aber sobald die subjektivität komt...lieber lassen, wir sollen doch unabhängig sein und nicht den verlängerten rücken emporkriechen

Andreas
06.09.2007, 11:54
das funktioniert aber auch nur so lange, wie keine willkür und kein klüngel herrschen. je kleiner die behörde, desto weniger objektiv wird es und es ist für den eimer.
Die Gefahrt ist bei einer großen Behörde nicht notwendig geringer, weil da die Zwischeninstanzen genauso unobjektiv sein können. Und die beurteilen ja letztlich.
Man kann sich da nur wünschen, vernünftige Chefs (Direktor und GL) zu haben/bekommen. Ein gewisses Maß an Subjektivität wird aus verschiedenen Gründen immer da sein, es sollte halt Objektivität wenigstens zu erreichen versucht werden.

wenn ein vernünftiger bewertungskatalog geschaffen werden könnte, ...
Und wie soll das gehen?

Irmi
07.09.2007, 11:01
Der REchtspflegerverband Sachsen-Anhalt und der des Bundes haben sich gegen die Leistungsprämie enschieden. Das Geld sollte man für Beförderungen nehmen, den es befinden sich noch zu viele im Eingangsamt.
Und wo will der Staats Lischka das Geld für Leistungsprämien hernehmen ?
Ich denke das Land ist arm .:strecker

HorstK
07.09.2007, 11:53
Nicht umsonst hat sich unser Direktor daher bislang immer gegen die Einführung der "Arschkriecherprämie" (O-Ton) gewährt.


:2weglach:
Der Mann gefällt mir.

mikschu
11.09.2007, 12:55
das funktioniert aber auch nur so lange, wie keine willkür und kein klüngel herrschen. je kleiner die behörde, desto weniger objektiv wird es und es ist für den eimer.
Die Gefahrt ist bei einer großen Behörde nicht notwendig geringer, weil da die Zwischeninstanzen genauso unobjektiv sein können. Und die beurteilen ja letztlich.
Man kann sich da nur wünschen, vernünftige Chefs (Direktor und GL) zu haben/bekommen. Ein gewisses Maß an Subjektivität wird aus verschiedenen Gründen immer da sein, es sollte halt Objektivität wenigstens zu erreichen versucht werden.
hast ja recht, geb ich zu



wenn ein vernünftiger bewertungskatalog geschaffen werden könnte, ...
Und wie soll das gehen?

weiß ich auch nciht, wäre aber meiner meinung das einzige, eine leistungsbeurteilung zu rechtfertigen. ansonsten bin ich da der meinung dieses sehr direkten richter....finger weg von dem kram