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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PEBB§Y-Leitfaden



Kai
21.03.2006, 22:39
Quelle www.bdr-online.de (http://www.bdr-online.de/):

Das Justizministerium Baden-Württemberg hat für die Praxis einen Leitfaden für PEBB§Y herausgegeben, der den Kolleginnen und Kollegen in allen Bundesländern eine gute Einführung in das Thema bietet.

Link: (edit)

13
21.03.2006, 22:44
@ Kai:

Der Pebb§y-Link funzt nicht - Error 404! :D

Kai
21.03.2006, 22:57
Hm, über die BDR-Seite direkt gehts :gruebel:

Probiers hierüber:
http://www.bdr-online.de/base/allgemein/dokumente/index.php

13
23.03.2006, 20:41
Ich habe ihn über den Dienst-PC ausgedruckt...es handelt sich um Lektüre zum Abgewöhnen! :pff:

oL
25.03.2006, 10:35
nach lektüre teile ich die auffassung von 13 nicht, denn es liest sich eingentlich alles ganz gut.

die alte angabe "pensum" war doch bekanntlich kaum aussagekräftig, die strichlistenwurschtelei brachte einfach keine brauchbaren ergebnisse.

eine genaue(re) aufgabenanalyse und -verteilung schafft doch die bestmögliche transparenz in der personalplanung und gerechtigkeit in der verteilung der arbeitslast. ich seh eigentlich nur vorteile.

13
25.03.2006, 10:50
eine genaue(re) aufgabenanalyse und -verteilung schafft doch die bestmögliche transparenz in der personalplanung und gerechtigkeit in der verteilung der arbeitslast. ich seh eigentlich nur vorteile.

Sorry, aber da sieht man wieder, dass Du in keiner Weise praxisbezogen argumentieren kannst. Diese vermeintliche Analyse ist nichts anderes als ein Betrug an den Bediensteten an der Front, um weiteres Sparpotential zu erschließen. Nachdem schon -zig Stellen weggefallen sind und immer weniger Leute immer mehr Arbeit verrichten müssen, ist man jetzt, da weitere Stellen nicht mehr unbesetzt gelassen werden können, einfach dazu übergegangen, die Belastung der verbliebenen Bediensteten künstlich herunterzufahren.

Beispiel: Die Bearbeitung einer Zivilabteilung des AG schlug bislang mit 0,89 Pensen (89 %) zu Buche. Nach Pebb§y sollen es nur noch 0,32 (32 %!) sein, das ist eine Drittelung der Belastung, obwohl definitiv weder Akten noch Arbeitsintensität eingespart werden. Bei gleicher Auslastung wird man nur noch als zu einem Drittel belastet hingestellt. Das gilt für Schwerbehinderte ebenso wie für Gesunde. Und dann kommst Du mit gerechterer Lösung und Vorteilen? Tut mir leid, oL, aber wache endlich einmal auf! Deine Pro-Staat und Anti-Beamten-Einstellung kann ich schon lange nicht mehr ernst nehmen.

oL
25.03.2006, 15:57
Sorry, aber da sieht man wieder, dass Du in keiner Weise praxisbezogen argumentieren kannst.

die kritik nehme ich nicht an.

sinnvoller personaleinsatz und richtige aufgabenverteilung geht nur nach vorheriger gründlicher analyse des ist-zustandes. das weiss jeder, der über betriebsorganisation mal nen grundkurs mitgemacht hat, aufgabenanalyse und ablaufplanung stehen da mit an erster stelle.

wenn das nun in der praxis -so verstehe ich dich- falsch oder durch unzutreffende bewertung der stellen zu ungerechten auswirkungen führt, dann wurde die analysetechnik (ggf. absichtlich?) falsch angewandt. ein argument gegen die durchstrukturierte justizorganisation als solche liegt darin aber noch nicht.

wenn einer einen nagel schief in die wand schlägt, ist nicht der nagel schlecht, um es mal metaphorisch auszudrücken.
darum mag ich auch keine argumentationen, die ihre erkenntnisse statt aus der logik nur aus der -ggf. fehlentwickelten- praxis ziehen.
denn würde man das ganze richtig machen, könntet ihr alle von der gerecht(er)en arbeitsverteilung profitieren.

offenbar richtet sich aber die pebb§y-kritik ja auch gar nicht gegen die aufgabenanalyse an sich, sondern dagegen, dass die pensen (=jetzt AKA) zu niedrig angesetzt worden sind. schätze, dass das (hinter vorgehaltener hand) absicht war, um möglichst an der untersten grenze des personalbedarfs kalkulieren zu können.

13
25.03.2006, 16:35
die kritik nehme ich nicht an.

Das war mir schon sonnenklar... :wechlach:

Dann bleiben wir doch einmal bei Deiner Methapher: Wenn man sich nur Nägel besorgt, um damit böswillig Wand und Nägel zu demolieren, dann weißt Du auch, weshalb dieses Schwachsinnsprojekt erfunden wurde. Schon vorher war davon die Rede, die Belastungszahlen künstlich zu unseren Lasten zu verändern. Unter dieser Bezeichnung ließ sich diese Absicht aber nicht verkaufen, so dass ein Name wie Pebb§y her musste, um dann zuschlagen zu können. Es ist nur bedauerlich, dass sich so wenige trauen, einmal das Maul aufzumachen. Ist man dann in der Gesundheit ruiniert, stehen schon die Vorschriften bereit, um entsorgt zu werden für wenig Geld. Es gibt nicht nur keine Fürsorgepflicht, sondern auch keine Moral mehr bei den Verantwortlichen! So einfach ist das!

Erzett
25.03.2006, 17:24
Davon, dass P. das frühere Pensum klein rechnet, wird es nicht weniger Arbeit. Einmal mehr versucht man immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern zu satteln, nur versucht man jetzt den Beteiligten zu sagen dass sie eigentlich glücklich sein müssten, so wenig zu tun zu haben. :mad:

oL
25.03.2006, 18:06
gibts in der modern gewordenen (?) justiz eigentlich turnusmäßige mitarbeitergespräche oder nen beschwerdebriefkasten?

Erzett
25.03.2006, 18:10
@ol viel zu selten oder gar nicht. Erst wenn DABs eingehen, tut sich etwas. :(

§ 21 BGB
25.03.2006, 19:00
PEBB§Y ist doch nicht so sehr das Problem. Die niedrigeren Werte ergeben sich nicht zuletzt dadurch, dass 100 % ein Pensum sind. Außerdem war eine Korrektur bei einigen Sachgebieten durchaus angebracht. Hier muss ich "13" zum Beispiel Zivilsachen widersprechen. Selbst mit über 200 % (alte Zählweise) reinen C-Sachen war man doch mit etwas Routine nicht überlastet, vor allem seit die PKH-Vergütung und die Auslandssachen vom mittleren Dienst bearbeitet werden. Auch die Registerabteilungen hat es ja böse getroffen, weil von der Bestandszählung abgegangen wurde.

Die eigentlichen Probleme liegen doch darin, dass schon jetzt 100 % (also das auf Grund der Arbeitszeitmögliche Maximum) schon wieder überschritten wird. 120 % sind doch keine Seltenheit. Außerdem ist das System durch seine bundesweite Auslegung viel zu unflexibel. Landestypische Besonderheiten oder tatsächliche Fehler bei der Ermittlung der Basiszahlen lassen sich wenn überhaupt nur mit völlig überzogenem Aufwand anpassen. Die Gerichte müssen die Fehler ja erst einmal ihrem Justizministerium beweisen und das dann wiederum der Kommission. Und Fehler gibt es ganz offensichtlich, denn warum muss sonst der hoch belastete mittlere Dienst auf dem Papier noch ordentlich abbauen.
turnusmäßige mitarbeitergesprächeDie sind doch wohl der größte Unsinn, den man sich vorstellen kann. Wenn ich mich nicht zu jeder Zeit an meine Verwaltung wenden kann, tue ich es doch auch nicht bei so einem Gespräch.

bü40
25.03.2006, 19:38
Zitat: Zitat von oL
turnusmäßige mitarbeitergespräche

Die sind doch wohl der größte Unsinn, den man sich vorstellen kann. Wenn ich mich nicht zu jeder Zeit an meine Verwaltung wenden kann, tue ich es doch auch nicht bei so einem Gespräch.




:daumenrau So sehe ich das auch.:beifallkl

Immer nach dem Motto:
"sage nicht alles was du weisst, aber wisse immer was du sagst!"

Und spätestens, wenn Du ob Deiner hervorragenden Leistungen einen Dienstwagen versprochen kriegst, musst Du dir Gedanken machen, ob Du noch bei Justitia oder bereits im PLK angelangt bist.:D

13
25.03.2006, 20:13
Ich gebe § 21 BGB Recht, was diese Mitarbeitergespräche betrifft. Diese sind auch in meinen Augen frist-, form- und zwecklos!

Nicht konform gehe ich als direkt Betroffener allerdings mit der Ansicht über den Zivilbereich. Natürlich ist eine gewisse Routine vorhanden, wenn man länger dabei ist, mit Sicherheit wirkt sich das aber nicht so aus, dass ein Ganzes jetzt nur noch 1/3 sein soll. Die Masse der Verfahren hebt die Routine großteils wieder auf, was überhaupt nicht gesehen wird. Zudem enden lange nicht alle Verfahren mit einem VU. Da kommt schon eher zum Zuge, dass KFV als "billige Tätigkeit" gesehen wird, die man eben mal nebenbei mit erledigen kann. Diese Meinung wird sogar hier im Forum vertreten. So eine ebenso unberechtigte wie schwachsinnige Abwertung kotzt mich an! Und ehrlich: Ich lasse mir meine Arbeitsweise nicht zum Vorwurf machen bzw. zum Nachteil auslegen: Wenn ich mir eine gewisse Routine und Zügigkeit erarbeitet habe, ist das für mich noch lange kein Argument, dass ich aus Ersparnisgründen dann gefälligst 200% zu erledigen habe! Dann möchte ich statt der ewigen Streichungen auch entsprechend bezahlt werden - wobei wir dann wieder bei den leeren Kassen wären. Der Argumentationskreis ist geradezu grotesk!

Und wenn ich sehe, dass in meinem Beritt der Abgang der PKH-Vergütungsanweisungen mit 10 % bewertet wird, bekomme ich einen Lachkrampf. Bei mir macht das nicht mal geschätzte 3 % aus, weil allein wegen der vielfach recht kleinen Streitwerte PKH überhaupt nicht zum Zuge kommt. Bei F-Sachen sieht das schon eher anders aus.

Allerdings wird das sicherlich mit der starren Ermittlung der Zahlen zusammenhängen, auch da gebe ich § 21 BGB Recht. Man bekommt vorsorglich erst gar nicht konkret mit, wo diese Zahlen überhaupt herkommen und Grund zum Nachbessern war ja auch schon oft genug vorhanden.

Ich komme jedenfalls zu dem Schluss, dass die ganze Pebb§y-Geschichte ein einziger Beschiss an den eigenen Mitarbeitern ist, die nur dazu geeignet ist, den Rest Motivation, der vielleicht nocht da ist, auch noch zu killen und für weniger Geld doppelte Arbeit zu machen, wenn nicht noch mehr.
Auf der anderen Seite war ja auch kein anderes Ergebnis zu erwarten. Wer glaubt, dass für die Leute an der Front von der Politik jemals noch etwas Positives bewerkstellt wird, der ist nicht von dieser Welt!

§ 21 BGB
25.03.2006, 20:37
mit Sicherheit wirkt sich das aber nicht so aus, dass ein Ganzes jetzt nur noch 1/3 sein soll.Die Rechnung geht aber so nicht auf. Nach herkömmlicher Berechnung waren Pensen von 170 % normal und bis über 200 % keine Seltenheit. Das heißt, dass die oben genannten 89 % früher höchstens ein halbes Pensum waren und die gleiche Arbeitsmenge heute etwa ein Drittel der eigentlich möglichen Arbeitszeit ausmachen. Die Differenz entfällt auf PKH und Ausland und die Korrektur der damals nach eigenen Erfahrungen großzügige Bewertung. Vielleicht ist die heutige Bewertungszahl ja tatsächlich etwas zu knapp, aber wie bereits geschrieben: das eigentliche Problem liegt darin, dass die so genau ausgerechnete Jahresarbeitszeit nicht 100 % sondern 120 % umfasst. Wäre das nicht der Fall und betrachtet man dann alle Verfahren, wäre das PEBB§Y-Gesamtpensum eines Gerichts durchaus realistisch.

bü40
25.03.2006, 20:41
Hallo 13,

ich stimme Dir zu.
Ich habe bei Pebbs§y immer mehr den Eindruck, in einer Zitronenpresse gelandet zu sein.
Es ist völlig egal ob man C,F,K,L oder andere Az bearbeitet:
wenn Du vorher bei den alten Pensen ca. 150% Pensum hattest, wird das ganze jetzt mit unter 100 bewertet:
Folge: Du kriegst noch mehr drauf, Stellen werden eingespart und Du sollst
dann noch fröhlich ein Mantra summend morgens vor der Stechuhr stehn.
Und dann gibt es noch Leute die daran glauben.
Mon Dieu.
Gruß

13
25.03.2006, 21:48
@ § 21 BGB:

Ich kann nicht beurteilen, ob man anderwärts "normal" 170-200 % C-Sachen alter Bewertung gefahren hat. Ich fühlte mich bislang mit dem mir zugeteilten Pensum durchaus ausgelastet. Hinzu kommt, dass noch der Schwerbehindertenstatus eine wesentliche Rolle spielt, mit dem man zumeist überhaupt nicht umgehen kann seitens der verantwortlichen Personen. Die SchwB-Vorschriften stammen aus Anfang der 70er Jahre. Damals hat man 10% Belastung gutgerechnet, was DAMALS auch angesichts der geringeren Belastung angemessen war. Heute hat sich die Belastung verzigfacht, ohne dass das SchwBG jemals angepasst wurde. Daher werden auch SchwB durch die Pebb§y-Hintertür über Gebühr belastet und ihrer Leistungsfähigkeit beraubt. Kommentar dazu: Das interessiert uns nicht. Frage mich mal, was mich Pebb§Y interessiert!

Wenn man für 100% Pebb§y 200% frühere Belastung zu Grunde legen soll, dann ist das für mich ein eindeutig faules Geschäft! Seinerzeit in den End-80ern bis Anfang der 90er sind wir personell bereits halbiert (!) worden. Rechnet man alles zusammen, was man bisher mitmachen durfte, dann reichen keine 200% MEHRbelastung, die man bereits aufgedrückt bekommen hat. Irgendwo müssen die Ausfälle und Krankheitssymptome ja herkommen. Der Ausdruck von bü40 mit der Zitronenpresse ist schon zutreffend...

oL
26.03.2006, 12:03
wie ist das eigentlich in den ländern mit den übertragenen richter-sachen, da müsste doch eigentlich eine andere bewertung festgelegt werden, weil die sachen doch deutlich anspruchsvoller und damit zeitintensiver geworden sind.

Shine
27.03.2006, 13:00
wie ist das eigentlich in den ländern mit den übertragenen richter-sachen, da müsste doch eigentlich eine andere bewertung festgelegt werden, weil die sachen doch deutlich anspruchsvoller und damit zeitintensiver geworden sind.

Ich weiss nur, dass es die Richter-Sachen "obendrauf" gab, das wurde dem Pensum zugefügt ohne irgendwelche "Ergänzungen", neue Stellen etc..

Ulf
27.03.2006, 13:15
wie ist das eigentlich in den ländern mit den übertragenen richter-sachen, da müsste doch eigentlich eine andere bewertung festgelegt werden, weil die sachen doch deutlich anspruchsvoller und damit zeitintensiver geworden sind.


Leider ist es so nicht!!!

Das ist genau so, wie auf der anderen Seiten z.B. die Registersachen im Richterbereich laut Gutachten schnell und einfach zu erledigen sind.
Grund: Bei einem Großteil der Gerichte, die an der Erhebung beteiligt waren, wurden die Richter-Akten vom Rpfl. vorbereitet, so dass der Richter nur noch unterschreiben musste (und natürlich rechtl. prüfen ;) ).
Ein Richter, der sich alles vorbereiten lässt, schafft natürlich ungleich mehr Akten als sein Kollege im Nachbarland, der das nicht tut und alles selbst erledigt.

Ich habe es hier im Forum schon häufiger gesagt:
Die Idee hinter Pebb§y, nämlich mit wissenschaftlicher Methodik verlässliche Zahlen zu bekommen, um die Arbeit besser und gerechter vergleicen zu können, ist gut!
Nur die Umsetzung erfolgte leider - gerade auch bei der Erhebung der Zahlen - oft schlampig, was in einigen Bereichen zu einem unzureichenden Ergebnis geführt hat. :daumenrun

Shine
27.03.2006, 13:20
Das ist genau so, wie auf der anderen Seiten z.B. die Registersachen im Richterbereich laut Gutachten schnell und einfach zu erledigen sind.
Grund: Bei einem Großteil der Gerichte, die an der Erhebung beteiligt waren, wurden die Richter-Akten vom Rpfl. vorbereitet, so dass der Richter nur noch unterschreiben musste (und natürlich rechtl. prüfen ;) ).
Ein Richter, der sich alles vorbereiten lässt, schafft natürlich ungleich mehr Akten als sein Kollege im Nachbarland, der das nicht tut und alles selbst erledigt.

Na, das erklärt einiges! Ich hab mich schon etwas gewundert..aber als Neuling durchschaut man das System ja nicht so ganz. Juhu, hab den ganzen Tisch voll von "schnell und einfach" zu bearbeitenden Sachen...:daumenrun

ruepfel
31.03.2006, 13:28
Das mit Pebbsy war m.E. von Anfang an auf Personalreduzierung ausgelegt.
Als bei uns in NRW ab 1.1. Pebbsy galt ( Pebbsy unterstellt aufgrund des personellen Ist-Bestandes bekannterweise 100% Belastung ), sind wir bezirksmäßig sogleich mit gut 110 % Belastung angefangen.
Per Prognose hat unsere Obrigkeit uns gleichzeitig die Belastung im Herbst 2006 mit ca. 140 % angekündigt.
Alles somit eine Mogelpackung.
Grund der Misere ist einzig und allein, dass seit Jahren zu wenig Rpfl. eingestellt werden.
Was mich interessiert:
Welche Möglichkeiten haben wir Frontkämpfer, auf die teilweise abstruse Pebbsy-Berechnung Einfluss zu nehmen ? Kann man sich direkt an die Kommission wenden ( wo ist die eigentlich )?

13
31.03.2006, 15:31
Ich suche auch immer noch jemanden, der das ominöse Zahlengewirr mal verständlich erklären kann. Oder soll das keiner verstehen können? :sagnix:

Mel
31.03.2006, 15:51
Ich suche auch immer noch jemanden, der das ominöse Zahlengewirr mal verständlich erklären kann.

Ich auch, ich auch :habenw


Oder soll das keiner verstehen können? :sagnix:

:gruebel: Na wo denkst Du hin, ist doch alles ganz transparent. :wechlach: :sagnix:

Wood
31.03.2006, 17:24
Bis jetzt habe ich zumindest noch keinen einzigen Rechtspflegerkollegen gehört, der aufgrund der P..zahlen weniger Arbeit bekommen hätte!

13
02.04.2006, 12:18
Bis jetzt habe ich zumindest noch keinen einzigen Rechtspflegerkollegen gehört, der aufgrund der P..zahlen weniger Arbeit bekommen hätte!
Der ist echt guuuut! :wechlach: :wechlach:

Erzett
02.04.2006, 13:17
@13 Zahlengewirr? Ich ersetz die Zahlen mal durch Worte:
Du-immer-mehr-Akten-und-niemand-was-merken-also-nix-meckern.
Noch irgendwelche Fragen? :wechlach:

13
02.04.2006, 13:35
Noch irgendwelche Fragen? :wechlach:

Natürlich nicht. Dummerweise ist man seitens der Erfinder wieder über die alte Regel hinweggegangen, dass man andere nicht dümmer einschätzen soll, als man selber ist. Bloß an den Auswirkungen kommen wir als kleine Lichter leider nicht vorbei...

Mich wundert nur, dass eine Getränkefirma mit dem Namen in ähnlicher Schreibweise noch keine juristischen Schritte unternommen hat - allein schon wegen des negativen Touchs... :teufel:

Erzett
02.04.2006, 13:42
Man hat dem Ola-Chef eine Ola-Flasche geöffnet, er musste das Gesöff trinken und die Frage beantworten, warum dieses Gesöff nun besser als P. sei. Er fand natürlich allerhand Sprüche. Dem P. Chef hat man eine P. Flasche vorgesetzt und der musste sagen, warum dieses Gesöff nun besser als Ola sei. Auch er fand zahlreiche Gründe. Könnte von T.V. Kaiser sein: Die Getränke waren natürlich vertauscht. So hat der Ola-Chef P. gelobt und umgekehrt. :wechlach: Genauso ist das auch mit PEBB§Y. Da wird was ganz anderes eingeschenkt und über den Klee gelobt.

13
02.04.2006, 13:47
Ich gebe zu, die Grundidee einer gerechte(re)n Arbeitsverteilung finde ich nach wie vor nicht einmal verkehrt. Jedoch die dazu ermittelten Zahlen, die kein Aas auch nur annähernd nachvollziehen kann, sind die Crux der Geschichte - natürlich schwer zu unserem Nachteil, denn es muss ja gespart werden - und genau diese Zahlen verkehren den guten Gedanken ins Gegenteil und machen die Geschichte zum leidenschaftlichen Hass-Objekt. So jedenfalls bei mir. :teufel: :pff: :daumenrun

Burkhard Masanneck
03.04.2006, 07:05
also so pessimistisch sehe ich es nicht . immerhin hat die pebbsy kommission zb im zivilbereich eine deutliche verbesserung herbeigeführt .
und im übrigen lassen sich die zahlen auch so verwenden wie verdi es zur zeit tut . am schwarzen brett hängen die landesweiten zahlen aus mit dem brief an die frau justizministein zur einforderung des entsprechenden personals angesichts der unterbesetzung.zur erinnerung : sie heißt müller piepenkötter (ganz in echt , nicht etwa aus einem loriot entsprungen)und war vorher richterbundsrepräsentantin . und damals hat sie dann auch immer mal nach neuen stellen verlangt . was so ein wechsel in der seite des schreibtisches so ausmacht ....

13
03.04.2006, 13:01
:haewiejet - Verbesserung im Zivilbereich? Habe ich da etwas verpasst? :confused:

Erzett
03.04.2006, 13:09
nee, 13 eine deutliche Verbesserung. Fragt sich nur für wen :eek: :gruebel:

Wood
03.04.2006, 13:11
:haewiejet - Verbesserung im Zivilbereich? Habe ich da etwas verpasst? :confused:


Dieser Frage schließe ich mich an! In unserem OLG-Bezirk hat von der Verbesserung auch noch keiner was gemerkt.
War wohl nur ein Aprilscherz.

Burkhard Masanneck
03.04.2006, 13:54
also die kommission hat ausschließlich in und für nrw getagt .
ich habe mich soeben noch mal bei dem kollegen in zivil und familiensachen rückversichert,er schätzt die verbesserung auf 20 - 30 %,im vergleich zu den ursprünglichen pebbsy zahlen .
also ganz konkret an einem beispiel : die basiszahl für familiensachen war 300 und ist jetzt 280 .
wie auch immer , vielleicht gibts bei euch keine solche prüfkommission .der druck der hier von der basis entfaltet wurde ,war aber auch nicht schlecht .und irgendwann reagieren sie dann doch ...

Andreas
03.04.2006, 14:38
also die kommission hat ausschließlich in ...
Das ist auch mein Kenntnisstand...


und für nrw getagt .

...das allerdings halte ich für ein Gerücht.

13
03.04.2006, 15:24
Da geht´s jetzt ans Eingemachte. Ich habe mich mit der Materie nicht beschäftigt aus den schon genannten Gründen. Allerdings wäre mir neu, wenn es mehr als eine Prüfkommission geben würde, denn es waren doch wohl mehrere BL an der Ausarbeitung der P.-Zahlen beteiligt (?). Wenn es also Druck gegeben hat, dann müsste dieser doch bundesweit gelten, denn eine Anpassung der Zahlen an die Realität ist nach meinem Dafürhalten landesweit notwendig. Dass NRW eine begünstigte Position erhält, wage ich auch anzuzweifeln, denn dann wäre der Protest der Restregion wohl vorprogrammiert. Es ist wirklich auffällig, wie wenig der maßgeblichen Infos in verständlicher Weise bekannt gemacht worden sind...

§ 21 BGB
03.04.2006, 20:10
Auch auf die Gefahr hin, dass sich Einzelne auf die Füße getreten fühlen: es wäre schon schön, wenn die Diskussion nicht nur auf Grund von Gerüchten, nicht durchdachten Meinungen und grundsätzlichen Protesten geführt würde. Allein das Lesen der oben verlinkten Broschüre könnte viele Punkte klären.

Es ist nicht die Aufgabe von PEBB§Y, mehr Personal zur Verfügung zu stellen. Jeder kann sich angesichts der Haushalts- und Finanzlage der Länder ausrechnen, dass sich die Zahl der Stellen nicht erhöhen wird. Vielmehr sollen die vorhandenen Aufgaben gerechter und gleichmäßiger auf die vorhandenen Gerichte und Beschäftigten verteilt werden. Dabei haben die bisherigen Fallzahlen überhaupt nichts mit der früheren Berechnung zu tun. Früher hieß es: eine bestimmte Menge Fälle oder Bestand ist ein Pensum. Nach PEBB§Y heißt es: ein Fall dauert durchschnittlich eine Zeit X und dann wird auf Basis der Jahresarbeitszeit das Pensum ermittelt. Dass das erst einmal verständlicher und gerechter ist als die früheren Werte, die längst nicht auf einer solchen Grundlage standen und teilweise im Verhältnis zueinander völlig unverständlich waren, liegt auf der Hand. Man muss auch akzeptieren, dass einige hoch bewertete Tätigkeiten jetzt sehr viel schlechter abschneiden und andere dafür besser und das Gesamtpensum, weil ja auf der Jahresarbeitszeit aufgebaut, absinkt. Dazu hatte ich weiter oben schon etwas geschrieben.

Noch einmal ganz deutlich: PEBB§Y sorgt nicht für mehr oder weniger Personal sondern eine verständlichere und gerechtere (Mangel-)Verteilung. Den Mangel können die vorhandenen Beschäftigten nicht durch Herbeisehnen von Personal beheben sondern allenfalls durch Optimierung ihrer eigenen Arbeitsweise. Natürlich arbeiten alle perfekt, aber jeder kennt doch Jemanden, der Jemanden kennt, der noch etwas leichter und schneller mit seinen Sachen fertig wird (oder auch etwas schlechter). In Niedersachsen gibt es dafür wohl ein Projekt AGiL, bei dem die Gerichte ihre Arbeitszeiten und Arbeitsweisen vergleihen und das bundesweit Interesse gefunden haben soll. Vielleicht sollte man auch in diesem Forum durchaus über ganz alltägliche Arbeitsweisen diskutieren und nicht nur über Sonderfälle.

Soweit die Idee von PEBB§Y. Ärgerlich sind allerdings die handwerklichen Fehler und davon gibt es eine ganze Reihe. Ein Hauptproblem ist die Unbeweglichkeit. Dadurch, dass es ein bundesweites System ist, sind Änderungen selbst bei offensichtlichen Fehlern nur sehr schwer zu erreichen. Offensichtliche Fehler gibt es schon deshalb, weil entgegen der im Wesentlichen durchaus realistischen Ergebnisse bei den Richtern und Rechtspflegern beim mittleren Dienst teilweise völlig an der Wirklichkeit vorbei gehende Zahlen heraus kommen. Unverständlich ist, dass in einigen Sachgebieten die Verfahrenstypen nicht vernünftig differenziert wurden (VIer-Sachen zählen alle gleich, M- und K-Sachen sind in einem Topf etc.). Schwierigkeiten gibt es auch auf Grund der nicht ausreichend transparenten Zahlenerhebung in den einzelnen Bundesländern. Dort gibt es teilweise ganz unterschiedliche Arbeitsweisen, Aufgaben und Aufteilungen (beispielsweise Grundbuch und Nachlass, ein Kostenbeamter oder Bearbeitung in Serviceeinheiten etc.). Außerdem sind auch Zweifel an der Genauigkeit der Erhebungen angebracht. So gibt es Aussagen, wonach Beschäftigte gewisse Vorarbeiten nicht mit erfassten. Dann wurde manchmal zugearbeitet (Geschäftsstelle an Richter und Rechtspfleger, Rechtspfleger an Richter), was ebenfalls nicht einfloss. Wer die Aufzählung verlängern möchte, bitte sehr.

Man kann nicht begründet behaupten, dass PEBB§Y darauf angelegt war, die Beschäftigten über den Tisch zu ziehen. Das wäre anders möglich gewesen. Letztlich hat PEBB§Y sich schon ins Stolpern gebracht, dass die Gerichte nicht selten Arbeitsmengen von 120 % und darüber hinaus der Jahresarbeitszeit leisten.

Wo ich mich sehr viel mehr über den Tisch gezogen fühle und wo niemand groß protestierte bzw. protestiert, sind beispielsweise Änderungen der Aktenordnung, wonach in Nachlasssachen nur eine VIer-Verfahren gezählt wird (unabhängig davon, wie viel sich dahinter verbirgt) und die manchmal sehr "kreativen" Zählweisen der Gerichte.

Das sollte genug Stoff zum Diskutieren sein.

Burkhard Masanneck
04.04.2006, 07:10
"Aufgabe der Arbeitsgruppe war es ... evtl . landesspezifische Schwachstellen zu benennen und ggf. Vorschläge für die Fortentwicklung der Personalbedarfsberechnung auf der Ebene des Landes NRW zu formulieren . "
Zitat aus dem Vorwort des Schlussberichtes der Arbeitsgruppe Pebbsy

ob diese vorschläge auch bundesweit weitergegeben werden entzieht sich meiner kenntnis .

auch die von 21 genannten besonderheiten tauchen (zum teil) in dem abschlussbericht auf , zb einrichten des pc arbeitsplatzes , mitarbeitergespräch , feiertagssituation des landes (also welche tage sind von der jahresarbeitszeit abzuziehen) , wie ist die ausstattung des gerichts mit it technik und fachverfahren etc .

oL
04.04.2006, 10:17
auch die von 21 genannten besonderheiten tauchen (zum teil) in dem abschlussbericht auf , zb mitarbeitergespräch , feiertagssituation des landes

wer auf solche erbsenzählergrössen hinunter will, wird nie ein system bekommen, was dem genügt. ob nun ein bundeland nen feiertag mehr hat oder man mal ein kurzes mitarbeitergespräch hat - das ist doch nun wirklich sowas von vernachlässigbar.

vielleicht sollten noch die wegstrecken vom jeweiligen dienstzimmer zur kantine, toilette etc. exakt vermessen werden und die pensen dementsprechend individuell angepasst werden :wechlach: .

Erzett
04.04.2006, 10:37
@ol prinzipiell stimme ich mal zu. Erbsenzählerei ist Quatsch. Aber wenn man sich nicht damit an diesem System beteiligt, gelangt es einem zum Nachteil gegenüber denen, die auch jede schwer zu öffnende Tür einkalkulieren. Wenn man schon Äpfel mit Birnen vergleicht, darf man die Erbsen nicht aussen vor lassen. :gruebel:

jojo
04.04.2006, 10:40
@oL: Erbsenzählergröße ? Und das aus dem Mund eines Steuerzahlers ????:gruebel:

Nur mal so: Jahresmitarbeitergespräch (Einführung in NRW auf freiwilliger Basis) Dauer 1 Stunde, Vor- bzw. Nachbereitung nochmal so 1 Stunde.

Bei einem kleinen Gericht mit 100 Bediensteten sind es so 50 Gespräche, mal vorsichtig geschätzt. Das sind so 200 Arbeitssstunden für den Direktor oder den GL . Bei einer 41 Stundenwoche komme ich da auf fast 5 Wochen, oder fast 1/10 des Jahres.

oL
04.04.2006, 10:44
@jojo
ich dachte, wir reden vom normalen worker, für den die 1 h vernachlässigbar ist (nicht vom GL, dessen arbeit ja strukturell ganz anders ist).

jojo
04.04.2006, 11:17
@oL: Sind aber bei einem kleinen Gericht auch mal eben 50 Wochenstunden, die da wegfallen. Auch das ist sicherlich kein Kleinkram, wenn das Pensum haarklein ausgerechnet ist.

Und für die Verwaltunsabteilung gilt nunmal auch die Pensenberechnung.

Und da der GL die 200 Stunden auch nicht aus Dankbarkeit dem Land gegenüber dranhängt, wird Arbeit nach "unten" verteilt werden. Und irgendwie hat dann in meinem Beispielsgericht das Mitarbeitergespräch 250 Stunden : 100 Mitarbeiter = 2,5 Stunden je Nase. Das ist m.E. keine Kleinigkeit.

evangeline
04.04.2006, 11:40
"ob nun ein bundeland nen feiertag mehr hat oder man mal ein kurzes mitarbeitergespräch hat - das ist doch nun wirklich sowas von vernachlässigbar. "

So kriegt man aber nie genaue Zahlen!!!
Aber genau darauf sind die Verantwortlichen doch aus! :gruebel:

Wir haben hier in der Verwaltung SAP/KLR. Da wird arbeitstäglich erfaßt, wieviele Stunden wir welches Rechtsgebiet bearbeiten..
Dazu haben wir an unseren direkten Vorgesetzten wöchentl. Listen einzureichen, in denen steht, was (Einspruch, Einstellung, Anhörung, Telefonate, Widersprüche, Nacherhebungsverfahren... etc.) wir in den jeweil. Akten gemacht haben; auch der (leider regelmäßig vorkommende) IT-Ausfall wird registriert.
Dazu läßt sich elektr. feststellen, wieviele Akten wir tatsächlich bearbeitet haben (da größtenteils elektr. Akten). Wenn man das ins Verhältnis zu den Zeiten aus der Stechkarte setzt, kommt man auf interessante Zahlen.

Die Controller in der Zentrale berechnen so, welche Ast. wirtschaftlich arbeitet (die individuellen Fehlzeiten [Krankheit, Urlaub] der Mitarbeiter fließen nämlich auch in die Berechnung ein...)

Es ist nicht möglich, das Controlling aus der "freien" Wirtschaft 1:1 auf den ÖD anzuwenden/umzusetzen, weil die Tätigkeiten viel zu vielschichtig sind, um genau erfaßt zu werden.
Aber diese genaue Erfassung ist Voraussetzung für solche Zahlenjongliererei, ob sie sich nun Pebb§y oder anders schimpft.

Erzett
04.04.2006, 11:43
1984 lässt grüssen :mad:

evangeline
04.04.2006, 11:54
1984 lässt grüssen :mad:

Hey, daß war mein Spruch!!! ;)

Wollen wir hoffen, daß das nicht auf andere Behörden ausgeweitet wird...
Dadurch, daß das System seit 2,5 h murks ist, hab ich mal wieder Zeit zu surfen :D
Geht sonst nur beim Bescheide drucken, weil der Compu sich da auch regelmäßig aufhängt, oder 5-8 min für 4 Seiten braucht... :strecker
Es lebe die Technik!!! :cool:

Erzett
04.04.2006, 12:01
Jeden Morgen krieg ich die gleichen Fehlermeldungen beim Hochfahren des PC´s. Sind zwar nur Sekunden, da aber jeder Mitarbeiter diese Zeit vertrödelt...:D

13
04.04.2006, 17:00
Jeden Morgen krieg ich die gleichen Fehlermeldungen beim Hochfahren des PC´s.

Immer diese Ansprüche! Sei doch froh, dass der PC überhaupt noch hochfährt... :wechlach:

evangeline
04.04.2006, 17:10
Jeden Morgen krieg ich die gleichen Fehlermeldungen beim Hochfahren des PC´s.

Immer diese Ansprüche! Sei doch froh, dass der PC überhaupt noch hochfährt... :wechlach:

Warum freuen??? Soo toll iss der Compu nun auch wieder nich...:pcfrust:

13
04.04.2006, 17:39
Warum freuen??? Soo toll iss der Compu nun auch wieder nich...:pcfrust:

Eben, drum! Vor allem im Dienstbereich ist das Hochfahren des PC durchaus nicht selbstverständlich. Leider geht aber "ohne" auch nix...

evangeline
04.04.2006, 17:48
Warum freuen??? Soo toll iss der Compu nun auch wieder nich...:pcfrust:

Eben, drum! Vor allem im Dienstbereich ist das Hochfahren des PC durchaus nicht selbstverständlich. Leider geht aber "ohne" auch nix...

Wieso leider??? :D
Die Zeit, in der unser "wichtigster" Mitarbeiter streikt, kann man doch für ein gesundes Büroschläfchen oder Gespräche mit den Kollegen nutzen...:teufel:

UHU
04.04.2006, 17:55
Die Zeit, in der unser "wichtigster" Mitarbeiter streikt, kann man doch für ein gesundes Büroschläfchen oder Gespräche mit den Kollegen nutzen...:teufel:

Wenn bei uns ein Computer auf dem Tisch steht ist das Fortschritt. Ob man da wegen der fehlenden Programme damit arbeiten kann ist natürlich Nebensache. Man muss sich alles selbst zusammen basteln. :mad:
Für ein Büroschläfchen sind hier die Tische viel zu hart (Man hatte ich schon Beulen am Kopf). :D

13
04.04.2006, 18:33
Für ein Büroschläfchen sind hier die Tische viel zu hart (Man hatte ich schon Beulen am Kopf). :D

Wenn man einen Schlips tragen würde, könnte man diesen in die Schublade einklemmen und dann nach hinten kippen, um zu schnarchen. Ist aber auch gefährlich, da einem dann die Kragenweite gleich auf 0 gestellt wird.

PC-Ausfall und Schwatzen mit Kollegen? Wenn man diese vor lauter Aktenbergen nicht mehr sehen kann, macht das auch nicht so richtig Spaß... :D

evangeline
04.04.2006, 18:39
Für ein Büroschläfchen sind hier die Tische viel zu hart (Man hatte ich schon Beulen am Kopf). :D

Ja, man muß schon etwas abgehärtet sein...:cool: ;)
Aber es geht auch einfacher: "Do not disturb-Schild" an die Klinke (vom letzen Seminarhotelzimmer mitgenommen), Telefon umstellen oder Hörer danebenlegen, 3 Stühle zusammenstellen, drauflegen, Mantel (Schal als Kopfkissen zusammenknüllen- alternativ tut´s auch die Strickjacke / Neudeutsch Cardigan) drüber....:D
... und abwarten, bis die ersten Türen knallen- dann ist Kernzeitende. :teufel:

Kai
04.04.2006, 19:04
Wie wärs mit back to topic? Gerade der Beitrag #38 von § 21 BGB dürfte doch genug Stoff bieten.

UHU
05.04.2006, 07:04
Für ein Büroschläfchen sind hier die Tische viel zu hart (Man hatte ich schon Beulen am Kopf). :D

Ja, man muß schon etwas abgehärtet sein...:cool: ;)
Aber es geht auch einfacher: "Do not disturb-Schild" an die Klinke (vom letzen Seminarhotelzimmer mitgenommen), Telefon umstellen oder Hörer danebenlegen, 3 Stühle zusammenstellen, drauflegen, Mantel (Schal als Kopfkissen zusammenknüllen- alternativ tut´s auch die Strickjacke / Neudeutsch Cardigan) drüber....:D
... und abwarten, bis die ersten Türen knallen- dann ist Kernzeitende. :teufel:

Da spricht aber jemand ganz schön aus eigener Erfahrung. :teufel:

Andreas
05.04.2006, 07:12
Im Grundbuch werden ja derzeit nur Urkunden gezählt, sonst nichts.

Bayern will jetzt versuchen, auch FN's gezählt zu bekommen. Gemeint sind nicht die FN's, die beim Rechtspfleger landen, sondern ausschließlich diejenigen, für die der mittlere Dienst zuständig ist (Beschriebsberichtigung, Flächenberichtigung, Zerlegung). Die gehen in der Rechnung nämlich völlig unter. Nachdem wir bislang etwa 1000 Beschriebsberichtigungen im Jahr hatten, kommen in einer Einmalaktion zirka 4000 Flächenberichtigungen dazu. Die Zerlegungen, die jetzt unsere Zuflurstücke vollständig ersetzen, werden auch jährlich mehrere hundert werden.

Wie sieht das eigentlich woanders mit Parteiverkehr und Grundbuchauszügen o. ä. beim Grundbuchamt aus? Hier vergeht nahezu kein Tag, an dem nicht mindestens drei, vier Stunden für reinen Publikumsverkehr und Telefon draufgehen. Desgleichen zusätzlich noch einmal mindestens eine Stunde je Kopf in der Geschäftsstelle für Grundbuchauszüge und sonstige Auskünfte, Ablichtungen etc., die schriftlich beantragt werden. Vor allem das Suchen und Kopieren älterer Urkunden ist ziemlich aufwändig. Das geht bei PEB§SY irgendwie völlig unter (hat allerdings auch vorher schon niemanden interessiert).

Ulf
05.04.2006, 09:00
Andreas ist zuzustimmen!

Leider geht auch bei Pebb§y und vor allem im sog. Folgedienst die Bewertung der Arbeit mit Publikum mal wieder völlig unter! :daumenrun

evangeline
05.04.2006, 10:00
Für ein Büroschläfchen sind hier die Tische viel zu hart (Man hatte ich schon Beulen am Kopf). :D

Ja, man muß schon etwas abgehärtet sein...:cool: ;)
Aber es geht auch einfacher: "Do not disturb-Schild" an die Klinke (vom letzen Seminarhotelzimmer mitgenommen), Telefon umstellen oder Hörer danebenlegen, 3 Stühle zusammenstellen, drauflegen, Mantel (Schal als Kopfkissen zusammenknüllen- alternativ tut´s auch die Strickjacke / Neudeutsch Cardigan) drüber....:D
... und abwarten, bis die ersten Türen knallen- dann ist Kernzeitende. :teufel:

Da spricht aber jemand ganz schön aus eigener Erfahrung. :teufel:

Reingefallen??? :D :wechlach: ;)

Erzett
05.04.2006, 10:03
Deswegen ist ja die Arbeitszeitverlängerung ein humanes Verhalten des Arbeitgebers: Endlich ausgeschlafen aus dem Büro heim kommen. :D

jojo
05.04.2006, 10:08
Nur das Stempelkissen hinterlässt auf meinem Kopf immer so häßliche blaue Flecke.....

Erzett
05.04.2006, 10:11
Themenwechsel: ol dürfte inzwischen mithören :D

Himmel
30.01.2008, 09:25
Gibt es eigentlich eine Quelle, wo man sich über die Zahlen informieren kann.

VIP :-)
30.01.2008, 09:30
Gibt es eigentlich eine Quelle, wo man sich über die Zahlen informieren kann.

Verwaltung & Personalrat.

Himmel
30.01.2008, 09:39
Gibt es eigentlich eine Quelle, wo man sich über die Zahlen informieren kann.

Verwaltung & Personalrat.

Klar, aber ich würde mich gerne mal selbst informieren wie man z.B. Strafsachen ausrechnet. Hier liegt nicht vor.
Ich traue ja nur meiner Statistik. :wechlach:

VIP :-)
30.01.2008, 10:02
Hm, über die BDR-Seite direkt gehts :gruebel:

Probiers hierüber:
http://www.bdr-online.de/base/allgemein/dokumente/index.php

Oder hier: 1381

Engel 07
30.01.2008, 11:08
Hallo Kai,
egal was ich anklicke, es erscheint Fehlercode 403. Kannst Du weiter helfen ?. Würde auch gern den PEBB§Y-Leitfaden lesen.

Anta
30.01.2008, 11:17
In den Leitfaden komm ich ohne Probleme rein. Allein hab ich nicht das gefunden, was ich suchte: Konkrete Zahlen zur Ausrechnung meines Pensums ...

Himmel
30.01.2008, 11:20
In den Leitfaden komm ich ohne Probleme rein. Allein hab ich nicht das gefunden, was ich suchte: Konkrete Zahlen zur Ausrechnung meines Pensums ...

Gernau das ist mein "Problem", würde halt sehr gerne selber mal rechnen und nicht mir vorgegebenen Zahlenspiele vertrauen.

Tarzan
30.01.2008, 11:52
Google mal mit Pebb§y. Meine Zahlen (Rhl-Pfalz) für 2007 habe ich durch unserer Verwaltung zur Verfügung gestellt bekommen.

Bernstein
30.01.2008, 12:05
Kann leider nicht googeln, hätte aber gerne die Zahlen für Sa-Anh. ohne dass in der Verwaltung registriert wird, dass ich vielleicht "aufmüpfig" werde
Wer kann Tipps, Links o-ä. geben, nehme auch pn

bjk_rpf
30.01.2008, 12:22
Den Schlussbericht der Länderarbeitsgruppe vom November 2003 gibt es hier:

1382

und bzgl. einer Nacherhebung gibt es hier ein Protokoll vom 12.09.2006:

1383

I.Ü. hatte ich das Projekt Pebb§y immer so verstanden, dass es ein Instrument sein sollte, das es den Justizministern vereinfacht, beim Finanzminister Personalstellen bzw. Mittel für Personalstellen zu begründen.

Für die Verteilung innerhalb der Gerichte/StA's ist Pebb§y kein Mittel, es wird aber bekanntermaßen auch dazu verwendet.

Aufgrund der unterschiedlichen Größen der Gerichte und deren Aufgaben bzw. erfolgte Zentralisierungen kann man Pebb§y eben nicht 1:1 bei jedem Gericht anwenden.
Man sehe sich bspw. nur an, welche Gerichte an der Erhebung seinerzeit teilnahmen und ob bzw. welche EDV-Ausstattung dort vorhanden war bzw. eben nicht.

Harry
30.01.2008, 12:54
Wenn das mal die Begründung für Pebb§y war, einen Mehrbedarf durchzusetzen, dann hat sich das ganz schön verkehrt. Jetzt geht es nur um die Umverteilung des Mangels.

Bernstein
31.01.2008, 07:36
Danke an bjk-rpf für die beiden pdf-Dateien
177 Seiten Schlußbericht kann ich nur durchrollen, habe im Büro nicht die Lesezeit dafür
aber scheint so, als werde ich davon nicht schlauer

ettigirb
31.01.2008, 07:59
In den Leitfaden komm ich ohne Probleme rein. Allein hab ich nicht das gefunden, was ich suchte: Konkrete Zahlen zur Ausrechnung meines Pensums ...

Geht mir genauso ... und die Verwaltung ist nicht wirklich hilfreich, konkrete Zahlen kommen nicht rüber (vielleicht frage ich auch nur zu nett :cool: - aber ich will auch keinen Riesenaufstand machen) ...

Bernstein
31.01.2008, 08:24
In den Leitfaden komm ich ohne Probleme rein. Allein hab ich nicht das gefunden, was ich suchte: Konkrete Zahlen zur Ausrechnung meines Pensums ...

Geht mir genauso ... und die Verwaltung ist nicht wirklich hilfreich, konkrete Zahlen kommen nicht rüber (vielleicht frage ich auch nur zu nett :cool: - aber ich will auch keinen Riesenaufstand machen) ...

:zustimm: geht mir genauso, Leitfaden ja, aber


:frustrier eigene Pensen-Ermittlung/Prüfung nicht möglich

ettigirb
31.01.2008, 08:41
In den Leitfaden komm ich ohne Probleme rein. Allein hab ich nicht das gefunden, was ich suchte: Konkrete Zahlen zur Ausrechnung meines Pensums ...

Geht mir genauso ... und die Verwaltung ist nicht wirklich hilfreich, konkrete Zahlen kommen nicht rüber (vielleicht frage ich auch nur zu nett :cool: - aber ich will auch keinen Riesenaufstand machen) ...

:zustimm: geht mir genauso, Leitfaden ja, aber


:frustrier eigene Pensen-Ermittlung/Prüfung nicht möglich

@Bernstein: :einermein - auch ich finde die Situation total:frustrier!

VIP :-)
31.01.2008, 08:52
Ich glaube es gibt auch nicht wirklich jemand, außer vielleicht "DENEN" (wenn sie es überhaupt selbst verstehen :teufel:), der die Pebb§y-Zahlen nicht frustrierend findet bzw. das Zahlenchaos annähernd nachvollziehen und sich damit identifizieren kann.

bjk_rpf
31.01.2008, 11:44
Konkrete Zahlen wird man nur schwer und wenn, dann über die Verwaltung oder sogar über das jeweilige Landes-JuM erhalten -falls dieses die Zahlen freigibt-. Nicht jedes Land vertritt eine offene Informationspolitik ...

Außerdem ist Pebb§y in seiner Grundfassung längst nicht mehr aktuell, da nach dem Erscheinen des Schlussberichts verschiedene Anpassungen vorgenommen wurden (z.B. war Hinterlegung bei der Erhebung ein eigenes Gebiet, wurde später aber dem Pensum "Verwaltung" zugeschlagen, dh. Hinterleger machen eigentlich Verwaltungssachen - pebb§y-mäßig.).

Für BaWü kann ich auch konkret behaupten, dass die Pebb§y-Zahlen für interne Vergleiche an die speziellen Verhältnisse angepasst im SAP-System eingepflegt wurden. Die "offiziellen" Zahlen werden hier nur z.T. verwendet.

Schließlich -ich wiederhole es nochmal- ist Pebb§y nicht geeignet, das Pensum des Rechtspflegers X beim AG Y auszuweisen, sondern lediglich dazu, die Gesamtzahl der benötigten Rechtspfleger des Bundeslandes, in dem sich das AG Y mit seinem Rechtspfleger X und dessen Kollegen befindet.

Für die Berechnung der Pebb§y-Pensen des mD und einfachen Dienstes wurden im Übrigen keine Erhebungen mehr durchgeführt, sondern es wurden lediglich die Zahlen aus der "Pebb§y I"-Untersuchung als Grundlage genommen und das Pensum für den mD/einfD daraus errechnet(!).

bjk_rpf
31.01.2008, 11:56
Nachtrag:
Seinerzeit wurde nach Abschluss des Projektes "Pebb§y I" an alle Justizminsterien (und vom Ba-Wü JuM an alle BaWü-Gerichte/StaA's) eine gedruckte Fassung der Bundesanzeiger-Verlagsgesellschaft mit den genauen Zahlen der Erhebungen versandt.

Pebb§y I: -leider nicht verfügbar-

Pebb§y II: Hier (http://shop.bundesanzeiger-verlag.de/209779_Europa_Staat_Verwaltung_Pebb_y_II.html)

Ergänzungsband zu Pebb§y I und II: Hier (http://shop.bundesanzeiger-verlag.de/1524908_Europa_Staat_Verwaltung_Ergaenzungsband_Pebb_y_I_und_II.html)

"Ultimativer" Pebb§y-Link: Nds_JuM (http://www.mj.niedersachsen.de/master/C3066004_N3065775_L20_D0_I693.html)

Henriette
31.01.2008, 16:35
Nachtrag:

"Ultimativer" Pebb§y-Link: Nds_JuM (http://www.mj.niedersachsen.de/master/C3066004_N3065775_L20_D0_I693.html)

:wechlach:
Der Link musste natürlich aus dem Land kommen, in dem man im MJ hoffte, dass damit für alle Rfpl. nen Pensum von 1,0 rauskommt.
Das Problem ist nur, dass wir nach der Berechnung mit Pebb§y, zumindest in Nds., ca. 300 REchtspfleger zu wenig haben. Heißt wir sind nur zu 75 % im Rechtspflegerbereich besetzt. Aber Stellen hat man natürlich nicht, so dass wohl weiterhin 75 % die Arbeit machen müssen die normalerweise 100 % vernünftig schaffen.

Allerdings schätze ich mal, dass es in den anderen Ländern nicht unbedingt besser aussieht.