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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Betreuungsrechtsreform IV: Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörde



15.Meridian
26.07.2012, 18:41
Über den BDR sind wir aufgefordert, zu einem Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörde Stellung zu nehmen.

Der Referentenentwurf ist HIER (http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/RefE_Gesetz_zur_Staerkung_der_Funktionen_der_Betreuungsbehoerde.pdf?__blob=publicationFile)veröffen tlicht.
In ihm sollen wohl die Vorschläge umgesetzt werden, wie sie aus dem Abschlussbericht der interdisziplinären Arbeitsgruppe zum Betreuungsrecht (http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/Abschlussbericht_Interdisziplinaere_Arbeitsgruppe_zum_Betreuungsrecht.pdf?__blob=publicationFile) ersichtlich waren.

Wenn ich es richtig sehe, verspricht man sich davon, "unnötige" Betreuungen zu vermeiden.

FED
26.07.2012, 20:13
Wenn ich z.B. lese, es müsse künftig immer die Betreuungsbehörde gehört werden, brächte das hier keinen zusätzlichen Nutzen. Bei uns wird sie in geschätzt 99 % der Fälle ohnehin vorher befragt. Oder soll das die Eilbetreuungen verringern? Selbst da wird hier teilweise noch der Betreuungsbehörde die Möglichkeit einer kurzfristigen Stn. gegeben.

Frog
27.07.2012, 12:35
Wenn ich z.B. lese, es müsse künftig immer die Betreuungsbehörde gehört werden, brächte das hier keinen zusätzlichen Nutzen. Bei uns wird sie in geschätzt 99 % der Fälle ohnehin vorher befragt. Oder soll das die Eilbetreuungen verringern? Selbst da wird hier teilweise noch der Betreuungsbehörde die Möglichkeit einer kurzfristigen Stn. gegeben.


Genauso sieht es bei uns aus.

Einzig die geplante einheitliche Regelung der Erfordernisse an den Bericht der Betreuungsbehörde fände ich sinnvoll. Dabei habe ich in übernommenen Akten schon allerlei gesehen, von ganz kurz und (häufig) nichtssagend bis fast ausführlicher als das ärztliche Gutachten.

beldel
27.07.2012, 12:57
Bei uns wird die Betreuungsbehörde auch immer angehört bis auf wenige Eiltfälle. Und die Berichte sind eigentlich meist ausfühlich mit Betreuerempfehlung, benötigten Aufgabenkreisen, Wohnungs- und Einkommenssituation, Vermögen, Verwandtschaft... - was die eben so erfahren.
Ich frage mich nur, ob die Beteuungsbehörde bei uns objektiv und unvoreingenommen Betreuer vorschlägt. Zumindest sind es viel zu wenig Ehrenamtler.
Was ich gut fände, wenn mehr Hilfsangebote im Vorfeld von der Behörde kommen würden. Aber da sehe ich eher das Problem, dass sich dort sowieso keiner hin wenden wird, am allerwenigsten die Hilfebedürftigen selber.
Aber ich denke auch, dass die Einstellung und Schulung von genügend Fachpersonal am Geld scheitern wird.
Die Schulung von Ehrenamtlern wird von den Betreuungsvereinen durchgeführt. Kann das nicht dort bleiben?

Frog
27.07.2012, 14:43
...Ich frage mich nur, ob die Beteuungsbehörde bei uns objektiv und unvoreingenommen Betreuer vorschlägt. Zumindest sind es viel zu wenig Ehrenamtler....



Wir haben hier eher den Eindruck, dass zuviel ungeeignete Ehrenamtler vorgeschlagen und bestellt werden. :mad:

creglingen
28.07.2012, 16:38
Kenne das Verfahren bislang aus Theorie, Ausbildungspraxis und privater Erfahrung, auch immer mit sehr starker Einbindung der Betreuungsbehörde - was m.E. auch nicht verkehrt ist. Ob durch Änderungen die Qualität der ehrenamtlichen Betreuer erhöht werden kann ?

Steinkauz
28.07.2012, 19:19
Warts ab, nur noch 6 Jahre und dann hast Du die Betreuungssachen ( in Württemberg ) beim Amtsgericht.
Und dann auch mit Rechtspflegerzuständigkeiten, sodass auch Du praktische Erfahrungen sammeln könntest.:)

creglingen
28.07.2012, 19:44
Ist mir durchaus bewußt - und ich hab da auch nichts dagegen.