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Thema: A und B´s Blechhüttenproblem..

  1. #21
    audaire
    Gast
    Also:
    A und B haben eine "Hütten-GbR" gegründet; einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag gibt es anscheinend nicht. Die GbR hat den Zweck, eine Blechhütte zu "betreiben". Zu diesem Zweck bringen beide das notwendige Kapital jeweils hälftig ein.

    Diese GbR hat allerdings keinen Grundbesitz. Somit ist diese Nutzerin des Grundstücks des A und schuldet dem A i.d.R. Nutzungsentgelt in ortsüblicher Höhe seit dem Zeitpunkt der Hüttenerrichtung. Weiteren "Geschäftsbetrieb" der Projekt-GbR gibt es nach der Darstellung nicht, also wächst wirtschaftlich mit jedem vergangenen Tag ein weiteres Stückchen Eigentum an der Hütte dem A zu.

    Neben der unwiderstehlichen Kraft des Faktischen halte ich den ursprünglichen Vortrag für nachteilig dem A gegenüber. Wirtschaftlich richtig wäre es m.E. eher, eine entsprechende AFA auf den "Hüttenwert" (30 %) vorzunehmen und dann die GbR "abzuwickeln", wobei diese Ihre Verbindlichkeit gegenüber A aus dem Vermögen der GbR ausgleicht. Vereinfacht gesagt: 25 % des ursprünglichen Kaufpreises wäre wohl eine angemessene Zahlung an den B.

  2. #22
    Alfred
    Gast
    Zitat Zitat von audaire Beitrag anzeigen
    A und B haben eine "Hütten-GbR" gegründet
    Eine mögliche Auslegung der Erklärungen ist das.

    Zitat Zitat von audaire
    Die GbR hat den Zweck, eine Blechhütte zu "betreiben".
    Eine solche Auslegung der Willenserklärungen ist jedoch keineswegs zwingend. Nicht immer, wenn mehrere Leute etwas gemeinsam erwerben, erfolgt dies in der Form einer Gesellschaft.

    Allein das gemeinsame Haben-Wollen einer Hütte genügt für die Annahme einer Gesellschaft nicht. Da solches auch als Miteigentum möglich ist, kann dies allein nicht als hinreichender gemeinsamer Zweck einer Gesellschaft sein.

    Der gemeinsame dauerhafte Betrieb einer Hütte kann als Zweck einer Gesellschaft ausreichen. Ob allerdings eine Gesellschaft vorliegt, ist aus dem Sachverhalt nicht festzustellen.

    Zitat Zitat von audaire
    [Die GbR] schuldet dem A i.d.R. Nutzungsentgelt in ortsüblicher Höhe seit dem Zeitpunkt der Hüttenerrichtung.
    Warum?

    Zitat Zitat von audiare
    also wächst wirtschaftlich mit jedem vergangenen Tag ein weiteres Stückchen Eigentum an der Hütte dem A zu.


    Zitat Zitat von audiare
    Wirtschaftlich richtig wäre es m.E. eher, eine entsprechende AFA auf den "Hüttenwert" (30 %) vorzunehmen und dann die GbR "abzuwickeln", wobei diese Ihre Verbindlichkeit gegenüber A aus dem Vermögen der GbR ausgleicht.
    Was hat die Frage mit dem Steuerrecht zu tun? Die Liquidation erfolgt mangels anderer Regelung im Gesellschaftsvertrag bzw. Einigung der Gesellschafter nach § 730 ff BGB.

  3. #23
    juris2112
    Gast
    Nur weil man nicht auf Anhieb auf der Suche nach einer schuldrechtlichen Rechtsbeziehung zwischen A und B fündig wird, müssen beide deswegen noch lange keine Gesellschaft gegründet haben. Wenn sie untereinander nichts anderes vereinbart haben, als die Hütte gemeinsam zu erwerben und zu benutzen, dann haben sie eben nichts anderes vereinbart. Die Rechtsverhältnisse zwischen A und B richten sich dann eben nach dieser inhaltlich beschränkten schuldrechtlichen Abrede und im übrigen nach den gesetzlichen Vorschriften.

  4. #24
    oL
    Gast
    kein der bisher dargelegten ansätze erfasst m. E. die rechtslage vollständig bzw. zutreffend. insbesondere kann nicht das schuldrecht quasi vom sachenrecht her rückwirkend konstruiert werden; man merkt hier in den vorpostings deutlich die rechtspflegerische sachenrechtliche prägung .

    es liegt jedenfalls kein mietvertrag vor, auch schuldet der nutzer keine laufende sonstige nutzungsentschädigung - weil nichts dergleichen vereinbart worden ist.

    es hilft der historische ansatz bei der lösung:

    anfangs vereinbarten A und B die gemeinsame anschaffung des materials für ein blechhütte und den anschließenden zeitlich nicht begrenzten betrieb der hütte.

    da nicht davon auszugehen ist, dass sie für sich nutzlose hälften des hüttenmaterials zu bruchteilseigentum und getrennter verfügungsmacht anschaffen wollten, kommt nur die hütten-GbR in betracht. das hüttenmaterial ging also vom eigentum des baumarkts in das gesamthandseigentum der GbR über, die ihr gemeinschaftliches hüttenmaterial vom baumarkt zum grundstück schaffte.

    ist die hütte (je nach grad der "festen verbindung") kein wesentlicher bestandteil des grundstücks geworden, ist das nach wie vor der stand der dinge. die hütte wäre somit gesamthandseigentum geblieben.

    ist die hütte wesentlicher bestandteil geworden, hat die GbR gem. § 946 BGB das eigentum verloren und A hat es kraft gesetzes erworben. in das vermögen der GbR wäre dann gem. § 951 BGB als surrogat der anspruch an den so bereicherten eigentümer auf geldvergütung getreten.

    da die gesellschaft nicht auf bestimmte zeit eingegangen ist, kann jeder gesellschafter sie gem. § 723 BGB jederzeit kündigen.

    das gesellschaftsvermögen = hütte ist gem. § 723 III BGB in geld umzusetzen und dieses hälftig zu verteilen. war das eigentum durch verbindung mit dem grundstück erlosschen, ist die geldersatz-forderung zu teilen, was wirtschaftlich aufs selbe rauskommt.

  5. #25
    juris2112
    Gast
    Es kommt scheinbar in Mode, für alles und jedes eine GbR anzunehmen, und zwar auch dann, wenn -wie im vorliegenden Fall- keinerlei Gesellschaftsgründungswille ersichtlich ist.

    Ich komme über das -hier viel näher liegende- Bruchteilseigentum zu den gleichen Ergebnissen, und zwar unabhängig davon, ob die Hütte bewegliche Sache ist (§§ 749 S.1, 753 BGB) oder wesentlicher Bestandteil des Grundstücks wurde (§§ 946, 951 BGB).

    Wenn ich mir oL's Beitrag so betrachte, so frage ich mich, weshalb überhaupt noch Grundbesitz -und das sogar in der Regel- in Bruchteilseigentum erworben wird. Denn auch dort werden dann ja "nutzlose Hälften zu Bruchteilseigentum und getrennter Verfügungsmacht" angeschafft.

  6. #26
    audaire
    Gast
    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von audaire Beitrag anzeigen
    A und B haben eine "Hütten-GbR" gegründet
    Eine mögliche Auslegung der Erklärungen ist das.

    Zitat Zitat von audaire
    Die GbR hat den Zweck, eine Blechhütte zu "betreiben".
    Eine solche Auslegung der Willenserklärungen ist jedoch keineswegs zwingend. Nicht immer, wenn mehrere Leute etwas gemeinsam erwerben, erfolgt dies in der Form einer Gesellschaft.

    Allein das gemeinsame Haben-Wollen einer Hütte genügt für die Annahme einer Gesellschaft nicht. Da solches auch als Miteigentum möglich ist, kann dies allein nicht als hinreichender gemeinsamer Zweck einer Gesellschaft sein.

    Der gemeinsame dauerhafte Betrieb einer Hütte kann als Zweck einer Gesellschaft ausreichen. Ob allerdings eine Gesellschaft vorliegt, ist aus dem Sachverhalt nicht festzustellen.

    Und genau dann ist im Zweifel von einer GbR auszugehen, vgl. gemeinsames Bestellen einer großen Pizza...

    Zitat Zitat von audaire
    [Die GbR] schuldet dem A i.d.R. Nutzungsentgelt in ortsüblicher Höhe seit dem Zeitpunkt der Hüttenerrichtung.
    Warum?

    Weil i.d.R. nicht von einer unentgeltlichen Überlassung auszugehen ist.

    Zitat Zitat von audiare
    also wächst wirtschaftlich mit jedem vergangenen Tag ein weiteres Stückchen Eigentum an der Hütte dem A zu.


    Weil die GbR keine Einkünfte hat, aber - vorausgesetzt man folgt meinem Gedankengang - dem A eine ortsübliche Miete für das Grundstück schuldet.

    Zitat Zitat von audiare
    Wirtschaftlich richtig wäre es m.E. eher, eine entsprechende AFA auf den "Hüttenwert" (30 %) vorzunehmen und dann die GbR "abzuwickeln", wobei diese Ihre Verbindlichkeit gegenüber A aus dem Vermögen der GbR ausgleicht.
    Was hat die Frage mit dem Steuerrecht zu tun? Die Liquidation erfolgt mangels anderer Regelung im Gesellschaftsvertrag bzw. Einigung der Gesellschafter nach § 730 ff BGB.
    AFA bezieht sich nicht ausschließlich aufs Steuerrecht, sondern ist m.E. primär betriebswirtschaftlicher Begriff aus dem Rechnungswesen; der Buchwert der Hütte mindert sich um den Faktor X, da die Hütte nach drei Jahren sicherlich nicht hübscher geworden ist. Entweder bestellt man einen Gutachter oder geht kaufmännisch sauber vom - imaginären - Buchwert aus.

  7. #27
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    Na ja viel neues bringt uns das ja nicht gerade.

    Ich halte die GbR-Theorie auch für schlüssig.

    Die Mietvertragstheorie ( typische sachenrechtliche Prägung ) ist auch nicht wiederlegt, da die Miete problemlos in der Hingabe des hälftigen Anschaffungspreises gesehen werden kann. Das wäre dann eine sog. Vorausverfügung über die Miete.

    Letztlich hängen aber die weiteren Überlegungen an der nicht zu diskriminierenden sachenrechtlichen Frage, ob die Hütte wesentlicher Bestandteil des Grundstücks ist oder nicht.



    Entweder bestellt man einen Gutachter oder geht kaufmännisch sauber vom - imaginären - Buchwert aus.
    Oh, oh. kaufmännisch sauber ist hier aber nicht der glücksbringende Weg. Eine vollabgschriebene Hütte hat definitiv einen tatsächlichen Marktwert. Ich bin mir diesbezüglich ziemlich sicher bzw. hoffe es inbrünstig, da ich gerade in meinem 200 Jahre alten Bauernhäuschen sitze und schreibe.
    "Lieber einmal mit Schneewittchen, als siebenmal mit den Zwergen"
    (Deutsches Sprichwort)

  8. #28
    oL
    Gast
    Zitat Zitat von juris2112 Beitrag anzeigen
    Ich komme über das -hier viel näher liegende- Bruchteilseigentum zu den gleichen Ergebnissen, und zwar unabhängig davon, ob die Hütte bewegliche Sache ist (§§ 749 S.1, 753 BGB) oder wesentlicher Bestandteil des Grundstücks wurde (§§ 946, 951 BGB).
    ok, aber wie wurde das bruchteilseigentum denn begründet? am anfang steht ein kausalgeschäft, dies gilt es zuerst zutreffend einzuordnen, wenn man die daraus resultierenden ansprüche ergründen will.
    sogleich die bereits erwähnte "inhaltlich beschränkte schuldrechtlichen Abrede" und damit quasi ein nicht in die gesetzlichen standardtypen einzuordnendes rechtsgeschäft sui generis anzunehmen, erscheint mir jedenfalls abwegig.

    entweder ist es eine GbR oder ein schlichter kauf zu bruchteilseigentum. gegen bloßen kauf+bruchteilseigentum spricht aber das nachbarschaftsverhältnis. die parteien wollten sicher kein rechtsverhältnis begründen, in dem beide eine veräußerbare hälfte bekommen. im gegenteil: die nachbarn (und nur diese) wollen zusammen ein hütte nutzen. die allgemeine lebenserfahrung und die hier konkret beabsichtigte nachbarschaftliche nutzung spricht für einen willen, der eher der stärkeren verbundenheit in einer gesamthandsgemeinschaft entspricht. denn der grundstückseigentümer wollte bestimmt nicht ggf. einen fremden bruchteilseigentumserwerber auf sein grundstück lassen. dieses nur nachbarschaftlich und enger verbunden gewollte verhältnis, welches neben der reinen hüttennutzung auch ein grundstücksbetretungsrecht umfasst, lässt m. E. sinnvoll nur die annahme der GbR zu.


    Zitat Zitat von Tommy Beitrag anzeigen
    Die Mietvertragstheorie ( typische sachenrechtliche Prägung ) ist auch nicht wiederlegt, da die Miete problemlos in der Hingabe des hälftigen Anschaffungspreises gesehen werden kann. Das wäre dann eine sog. Vorausverfügung über die Miete.
    zur klarstellung: natürlich könnte bei alleineigentum des A jetzt ein mietverhältnis begründet werden. aber das ist -wie gesagt- eine konstruktion von der jetzigen durch feste verbindung mit dem grundstück angenommene sachenrechtliche lage (in form des alleineigentums) rückwärts.

    das schuldverhältnis war aber früher begründet - und wenn 2 leute sich gemeinsam eine sache kaufen, dann hat man originär keine alleineigentumslage mit einem vermieter und einem mieter.
    im gegenteil: wenn 2 leute sich zusammen etwas kaufen, dann ist der wille auf gleichberechtigung gerichtet, nicht auf eigentum des einen und blosses nutzungsrecht des anderen. die annahme eines mietverhältnisses bei gemeinschaftlichem kauf von sachen liegt m. E. sehr fern.

  9. #29
    audaire
    Gast
    Zitat Zitat von oL Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von juris2112 Beitrag anzeigen
    Ich komme über das -hier viel näher liegende- Bruchteilseigentum zu den gleichen Ergebnissen, und zwar unabhängig davon, ob die Hütte bewegliche Sache ist (§§ 749 S.1, 753 BGB) oder wesentlicher Bestandteil des Grundstücks wurde (§§ 946, 951 BGB).
    ok, aber wie wurde das bruchteilseigentum denn begründet? am anfang steht ein kausalgeschäft, dies gilt es zuerst zutreffend einzuordnen, wenn man die daraus resultierenden ansprüche ergründen will.
    sogleich die bereits erwähnte "inhaltlich beschränkte schuldrechtlichen Abrede" und damit quasi ein nicht in die gesetzlichen standardtypen einzuordnendes rechtsgeschäft sui generis anzunehmen, erscheint mir jedenfalls abwegig.

    entweder ist es eine GbR oder ein schlichter kauf zu bruchteilseigentum. gegen bloßen kauf+bruchteilseigentum spricht aber das nachbarschaftsverhältnis. die parteien wollten sicher kein rechtsverhältnis begründen, in dem beide eine veräußerbare hälfte bekommen. im gegenteil: die nachbarn (und nur diese) wollen zusammen ein hütte nutzen. die allgemeine lebenserfahrung und die hier konkret beabsichtigte nachbarschaftliche nutzung spricht für einen willen, der eher der stärkeren verbundenheit in einer gesamthandsgemeinschaft entspricht. denn der grundstückseigentümer wollte bestimmt nicht ggf. einen fremden bruchteilseigentumserwerber auf sein grundstück lassen. dieses nur nachbarschaftlich und enger verbunden gewollte verhältnis, welches neben der reinen hüttennutzung auch ein grundstücksbetretungsrecht umfasst, lässt m. E. sinnvoll nur die annahme der GbR zu.


    Zitat Zitat von Tommy Beitrag anzeigen
    Die Mietvertragstheorie ( typische sachenrechtliche Prägung ) ist auch nicht wiederlegt, da die Miete problemlos in der Hingabe des hälftigen Anschaffungspreises gesehen werden kann. Das wäre dann eine sog. Vorausverfügung über die Miete.
    zur klarstellung: natürlich könnte bei alleineigentum des A jetzt ein mietverhältnis begründet werden. aber das ist -wie gesagt- eine konstruktion von der jetzigen durch feste verbindung mit dem grundstück angenommene sachenrechtliche lage (in form des alleineigentums) rückwärts.

    das schuldverhältnis war aber früher begründet - und wenn 2 leute sich gemeinsam eine sache kaufen, dann hat man originär keine alleineigentumslage mit einem vermieter und einem mieter.
    im gegenteil: wenn 2 leute sich zusammen etwas kaufen, dann ist der wille auf gleichberechtigung gerichtet, nicht auf eigentum des einen und blosses nutzungsrecht des anderen. die annahme eines mietverhältnisses bei gemeinschaftlichem kauf von sachen liegt m. E. sehr fern.
    Sehr fern und im Übrigen auch völlig unüblich: wir hätten dann ein Darlehen ohne Zinsabrede, dass durch Verrechnung mit einer ebenfalls nicht der Höhe nach vereinbarten Miete getilgt werden soll. Wer eine solch komplexe Konstruktion wählt, wählt auch die Schriftform.

    Zitat Zitat von Tommy Beitrag anzeigen
    @oL
    Na ja viel neues bringt uns das ja nicht gerade.

    Ich halte die GbR-Theorie auch für schlüssig.

    Die Mietvertragstheorie ( typische sachenrechtliche Prägung ) ist auch nicht wiederlegt, da die Miete problemlos in der Hingabe des hälftigen Anschaffungspreises gesehen werden kann. Das wäre dann eine sog. Vorausverfügung über die Miete.

    Letztlich hängen aber die weiteren Überlegungen an der nicht zu diskriminierenden sachenrechtlichen Frage, ob die Hütte wesentlicher Bestandteil des Grundstücks ist oder nicht.



    Entweder bestellt man einen Gutachter oder geht kaufmännisch sauber vom - imaginären - Buchwert aus.
    Oh, oh. kaufmännisch sauber ist hier aber nicht der glücksbringende Weg. Eine vollabgschriebene Hütte hat definitiv einen tatsächlichen Marktwert. Ich bin mir diesbezüglich ziemlich sicher bzw. hoffe es inbrünstig, da ich gerade in meinem 200 Jahre alten Bauernhäuschen sitze und schreibe.
    Auf grundbuchlich erfasste Immobilien findet das Blechhüttenbeispiel ja keine Anwendung - also wohl auf das Bauernhäuschen. Zudem gehe ich davon aus, dass Dir entweder Grund und Boden ebenfalls gehören, oder es andernfalls - wie in solchen Fällen üblich - eine langfristige Erbpachtabrede gibt; den Sinn einer solchen sehen wir ja beim Hüttenbeispiel. :-)
    Zu guter Letzt haben wir bei Immobilien eine maximale Abschreibung von 2,5 %, wobei durch jegliche Investitionen (Dach, Leitungen etc.) auch eine Wertzuschreibung vorgenommen würde. Also hat das Häuschen sicherlich auch einen ordentlichen Buchwert - zumindest wenn Du Wasser & Strom hast...
    Schriftfarbe lesbar gemacht. Tommy

  10. #30
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    @audaire: Deine Schriftfarbe solltest Du noch einmal überdenken . Der Text läßt sich nur richtig lesen, wenn man ihn komplett markiert und dann weiße Schrift auf blauem Grund erhält ...
    Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug für den, der kommen mag.

  11. #31
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    Sehr fern und im Übrigen auch völlig unüblich: wir hätten dann ein Darlehen ohne Zinsabrede, dass durch Verrechnung mit einer ebenfalls nicht der Höhe nach vereinbarten Miete getilgt werden soll. Wer eine solch komplexe Konstruktion wählt, wählt auch die Schriftform.
    Mit ein bisschen Vollstreckungserfahrung würdest du das nicht so behaupten. Es ist durchaus nicht unüblich, dass der Mieter eine Reparatur für den klammen Vermieter durchführt und finanziert und dies dann für eine gewisse Zeit auf die Miete verrechnet wird. Und diese Millieubürger stehen nicht immer so auf schriftform .
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  12. #32
    schwarzesSchaf
    Gast
    ... *grins* Nach dem Lesen aller Beiträge bestätigt sich wieder einmal, dass es Juristen, und diese jetzt mal im allgemeinen Sinn gesehen, durchaus gelingt, eine für Außenstehende recht unkompliziert aussehende Sache, ziemlich kompliziert zu sehen. Ich stimme durchaus oL zu, sehe aber auch Alfreds und juris` post nicht ganz an den Haaren herbeigezogen.
    NUR, was soll ich denn jetzt meinem Nachbar sagen?? Wenn ich das alles hier ausdrucke und ihm zum nachdenken in die Hand drücke, dann reißt er morgen aus lauter Verzweiflung den Blechhaufen ab .
    Ich bin ja immer noch für die friedliche Variante und rate zur nochmaligen Räumungsbitte. Mit dem Hinwies, dass es dann die 150 Euronen bar auf die Hand des anderen gibt. Was aber, wenn der Nachbar sich taubstellt?

    Wie und in welcher Frist könnte denn mein Nachbar dann, wenn man von einem mdl. Mietvertrag ausgeht, eine formvollende Kündigung aussprechen? (Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass der andere Nachbar gleich juristischen Rat einholt) ...eher klingelt der auch noch bei mir an der Tür .. na dann wirds erst kompliziert

  13. #33
    Alfred
    Gast
    @audaire:

    Wenn eine GbR vorliegen würde, dann wäre die Berechnung des Wertes überflüssig. Bei Auflösung der GbR durch Kündigung eines Gesellschafters müsste die Hütte in Geld umgesetzt werden und das Geld könnte einfach geteilt werden. Oder die Gesellschafter einigten sich auf eine andere Verteilung. Dann würde natürlich die Einigung und nicht der betriebwirtschaftlich korrekt hergeleitete Wert gelten.

    @schwarzesSchaf:

    Du kannst es ja ausdrucken und dem Nachbarn damit zeigen, dass jeder Streit über die Hütte zwecklos ist. Es findet sich für jede ein Verteter. Wenn er die Hütte jetzt einfach ausräumt landet die Sache vor dem Richter. Welche Auffassung hat der Richter?

    Zum Schluss bekommt jeder genau das, was er nicht wollte zu einem Preis, der den Wert der Hütte übersteigt.

  14. #34
    schwarzesSchaf
    Gast
    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    Du kannst es ja ausdrucken und dem Nachbarn damit zeigen, dass jeder Streit über die Hütte zwecklos ist. Es findet sich für jede ein Verteter. Wenn er die Hütte jetzt einfach ausräumt landet die Sache vor dem Richter. Welche Auffassung hat der Richter?

    Zum Schluss bekommt jeder genau das, was er nicht wollte zu einem Preis, der den Wert der Hütte übersteigt.

    Das mag sein, ist doch aber nicht im Sinne des Erfinders. Ich kann A´s Ansinnen nachvollziehen. Sechs Leutchen (bei A) brauchen nun mal auf 180 qm mehr Platz als zwei (wie bei B). Und dass dann der Platz für Gartenmöbel usw. knapp wird ist auch nachvollziehbar. Sieht es dann so aus, dass A nie die Chance hat, die Hütte allein vollzustopfen, diese aber den Platz auf seinem Grundstück wegnimmt und er sich zwangsweise noch so einen Blechkasten hinstellen muss? Das kann doch aber auch nicht sein, oder ?

  15. #35
    Alfred
    Gast
    Egal, ob Gesellschaft oder Gemeinschaft nach Bruchteilen. Immer kann die Gemeinschaft fristgemäß gekündigt werden mit dem Ergebnis, dass das Vermögen zu verkaufen ist. Das Geld wird verteilt und im Garten ist Platz für eine neue Hütte.

  16. #36
    audaire
    Gast
    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    @audaire:

    Wenn eine GbR vorliegen würde, dann wäre die Berechnung des Wertes überflüssig. Bei Auflösung der GbR durch Kündigung eines Gesellschafters müsste die Hütte in Geld umgesetzt werden und das Geld könnte einfach geteilt werden. Oder die Gesellschafter einigten sich auf eine andere Verteilung. Dann würde natürlich die Einigung und nicht der betriebwirtschaftlich korrekt hergeleitete Wert gelten.

    @schwarzesSchaf:

    Du kannst es ja ausdrucken und dem Nachbarn damit zeigen, dass jeder Streit über die Hütte zwecklos ist. Es findet sich für jede ein Verteter. Wenn er die Hütte jetzt einfach ausräumt landet die Sache vor dem Richter. Welche Auffassung hat der Richter?

    Zum Schluss bekommt jeder genau das, was er nicht wollte zu einem Preis, der den Wert der Hütte übersteigt.
    Das mag zwar eine besonders § 733 BGB-treue Lösung sein, führt aber nicht zu einer wirtschaftlich opitmalen Lösung; zeig mir doch mal jemanden, der einen halbwegs sinnvollen Preis für eine gebrauchte(!) und vermutlich nicht zu transportierende Hütte auf fremden Grund zahlt. Damit ist der Grundstücksinhaber der einzige, der etwas Sinnvolles (sic!) mit der Hütte anfangen kann. Somit liegt es m.E. nahe, eine betriebswirtschaftliche Bewertung vorzunehmen und wie vorgeschlagen gegen Geld (KP-AFA u. Miete) den anderen abzufinden.

    @ schwarzesschaf:
    Viel Spass bei der Mediation!

  17. #37
    schwarzesSchaf
    Gast
    @ audaire


    Alles zu spät. Hier fliegen momentan die Fetzen ...

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