Hallo zusammen und einen wunderschönen (Herbst-)Tag,

folgender Sachverhalt:
1. Mahnbescheid + Vollstreckungsbescheid gegen einen 1. AG im Juni/Juli ergangen.
Die (Privat-) Gläubigerin erfährt im Vollstreckungsverfahren, dass der AG vermögenslos ist.

Nunmehr 2. Mahnbescheid gegen 2. AG beantragt und durch unklare Nebenkostenangabe ging es in die Monierung.
Diese wurde von der ASt. mit der Vorlage der (Dienstleistungs-) Rechnung, der Mitteilung des Erlasses des VB und der Kostenrechnung des GV beantwortet.
Aus der (Schuldgrund-) Rechnung ergeben sich als Empfänger beide Antragsgegner.

Demnach versucht die ASt nunmehr (nachvollziehbar), ihr Geld von der 2. AG zu erhalten und geht deswegen ins Mahnverfahren.

Grundsätzlich hätte ich das Verfahren ja nicht gesehen, wenn die Monierung nicht ´rausgegangen wäre. Nun bin ich aber bösgläubig.
Ich bin der Meinung, dass eine weitere Titulierung - wenn auch gegen eine andere AG- nicht möglich ist, da sich aus keinem Titel ergäbe, dass es sich um eine gesamtschuldnerische Haftung handelt. Theoretisch könnte die ASt ja andernfalls von beiden AG die volle Summe einfordern, also 2 x die komplette Summe beitreiben.

Es fehlt m.E. das Rechtsschutzinteresse.

Habe ich als Mahngericht aber die Möglichkeit, die Durchführung des Mahnverfahrens abzulehnen? Wäre das nicht eine materielle Prüfung, die ich nicht durchzuführen habe?

Vielen Dank vorab für Eure Meinungen.