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Thema: Pfändung eines nicht-existenten Erbteils

  1. #1
    Administrator / Club 13.000 Avatar von Ulf
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    Pfändung eines nicht-existenten Erbteils

    Vor einiger Zeit habe ich die Pfändung eines Erbteils der vermeintlichen Miterbin A am Nachlass der E im GB vermerkt. Die Erbengemeinschaft aus A, B und C war zu diesem Zeitpunkt aufgrund Erbschein bereits voreingetragen.

    Inzwischen ist ein privatschriftliches Testament aufgetaucht, welches zur Folge hat, dass A und B jetzt nicht mehr zu Erben berufen sind. Danach ist C Alleinerbin nach E. Der falsche Erbschein ist inzwischen eingezogen und ein neuer ist beantragt.

    C fragt jetzt, wie sie den Pfändungsvermerk aus ihrem GB bekommt.

    Ich denke, dass mit dem neuen Erbschein, der dann wohl C als Alleinerbin ausweisen wird, formgerecht nachgewiesen werden kann, dass der gepfändete Erbteil der A nie existiert hat, so dass auch kein Pfandrecht daran entstanden sein kann und dass das GB daher unrichtig ist. Aufgrund des neuen Erbscheins und einem schriftlichen Antrag der C könnte daher nach meiner Einschätzung die Löschung erfolgen.

    Wie seht Ihr das?
    Ulf

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  2. #2
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    Sehe ich auch so. Nach § 22 GBO nach Anhörung des Gläubigers auf Antrag der C ist der Pfändungsvermerk zu löschen.

  3. #3
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    Ebenso.

    Was nicht existiert, kann nicht gepfändet werden.

  4. #4
    Club 4.000 Avatar von redge
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    wie die Vorposter
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  5. #5
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    Es sei denn natürlich, der V. Zivilsenat des BGH würde entscheiden, dass der Pfändungsgläubiger das Pfändungspfandrecht am nicht existenten Erbteil gutgläubig erworben hat.

    Heutzutage erscheint alles möglich.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Cromwell Beitrag anzeigen
    Es sei denn natürlich, der V. Zivilsenat des BGH würde entscheiden, dass der Pfändungsgläubiger das Pfändungspfandrecht am nicht existenten Erbteil gutgläubig erworben hat.

    Heutzutage erscheint alles möglich.
    War doch hoffentlich ein Scherz . Man könnte meinen, Du hast was gegen den V. Senat.

  7. #7
    Club 17.000
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    Was sollte ich gegen den V. Senat haben?

    Er ist eben zuständiger Grundbuchsenat, wenn es darum ginge, die Handlungsweise von Ulf in höchstrichterlicher Weisheit zu überprüfen.

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