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Thema: Teilungsversteigerung - Ausschluss Auseinandersetzung § 2045 BGB

  1. #1
    Stammgast
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    Teilungsversteigerung - Ausschluss Auseinandersetzung § 2045 BGB

    Hallo,

    ich habe hier ein Teilungsversteigerungsverfahren und nunmehr wurde die Einstellung wegen § 2045 BGB beantragt. Entsprechendes Aufgebotsverfahren wurde beantragt.

    Stöber; § 180, RZ 9.3 sagt, dass die Auseinandersetzung in diesem Fall ausgeschlossen ist.

    Das habe ich aber doch nicht zu berücksichtigen, da es nicht grundbuchersichtlich ist, oder? Ganz normal Prozessentscheidung (RZ 9.8)!

    Oder bin ich auf dem Holzweg?

    Danke für die Hilfe!

  2. #2
    naja
    Gast
    Ich kann auch keine Hinweise darauf, finden, dass dies als Einstellungsgrund nach § 28 Abs. 2 ZVG gesehen werden kann. Also bleibt nur Klage.

  3. #3
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    Durch § 2045 BGB ist nicht der Anspruch auf "Aufhebung der Gemeinschaft" sondern nur der "Anspruch auf Auseinandersetzung" aufgeschoben.
    D.h. die Versteigerung kann durchgeführt werden, lediglich die Auseinandersetzung am Erlös könnte ausgeschlossen sein.

  4. #4
    Club 3.000 Avatar von Annett
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    Ich hätte im ersten Moment auch wie Haeckchen gedacht, aber: Stöber § 180 Rdnr. 9.3 b) Das Verfahren ist während dieser Zeit ausgeschlossen. Dann muss es schon ein Einstellungsgrund nach 28 II sein.
    Lasst ja die Kinder viel lachen, sonst werden sie böse im Alter. Kinder, die viel lachen, kämpfen auf der Seite der Engel.
    Hrabanus Maurus

    Nach manchen Gesprächen mit einem Menschen hat man das Verlangen, eine Katze zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
    Maxim Gorki

  5. #5
    Stammgast
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    # Annett:

    Das habe ich so auch erst gelesen. Wenn man dann bei RZ 9.8 weiterliest, dann lese ich daraus, dass man es nicht beachten muss, da es nicht grundbuchersichtlich ist .

  6. #6
    naja
    Gast
    So habe ich das auch verstanden, wenn Stöber an dieser Stelle auch etwas dürftig ist. Bei den Beispielen für 28 II ist es eben nicht aufgeführt.

  7. #7
    Club 3.000 Avatar von Annett
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    @ Jasmin: Da lese ich noch mal in Ruhe nach. Jetzt wollen meine Mäuse zum Chor.

    @ naja: Aber das ist doch eigentlich die Konsequenz.
    Lasst ja die Kinder viel lachen, sonst werden sie böse im Alter. Kinder, die viel lachen, kämpfen auf der Seite der Engel.
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    Nach manchen Gesprächen mit einem Menschen hat man das Verlangen, eine Katze zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
    Maxim Gorki

  8. #8
    Club 3.000 Avatar von Annett
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    So, ich habe jetzt noch mal in Ruhe nachgelesen: Stimmt Stöber sagt in Rdnr. 9.8, dass der Miteigentümer die Versteigerung nur durch Klage nach 771 ZPO verhindern kann. Er begründet das ja auch ordentlich. Auf 771 wäre ich nie im Leben gekommen. Dann passt natürlich auch 28 nicht.
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  9. #9
    Quidam
    Gast

    Erkennendes Gericht

    Bei der Gesamthandsgemeinschaft gilt grundsätzlich, dass der Aufhebungswunsch weder auf eine bestimmte Person, noch auf einzelne Grundstücke beschränkt werden kann. Alles was diesbezüglich vorgetragen wird, z. B. § 2044 BGB (Erblasser hat Auseinandersetzung auf immer und ewig ausgeschlossen) oder eben auch § 2045, ist alles über § 771 ZPO zu regeln.
    Das Prozessgericht kann dann das Zwangsversteigerungsverfahren aussetzen. So lange betreibt der Vorsitzende des Versteigerungsgerichts sein Verfahren gelassen weiter.

  10. #10
    Stammgast
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    Vielen Dank an Euch !

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