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Thema: Nachlassinsolvenz und Zwangsversteigerungen

  1. #1
    don_limpio
    Gast

    Böse Nachlassinsolvenz und Zwangsversteigerungen

    Liebe Rechtskundige,
    wir brauchen einen Rat, wie wir mit einem Nachlasspfleger umgehen sollen oder können.
    Das Problem: Eine Familie ist verstorben und hat ein Haus (Gutachterwert 60.000 Euro) sowie 150.000 Euro Schulden hinterlassen.
    Die beiden Erben haben ausgeschlagen, weil sie eben nur Schulden erben würden. Weitere bekannte Erben gibt es nicht.
    Ein Anwalt wurde zum Testamentsverwalter ernannt und vor kurzem auch zum Nachlasspfleger bestallt.
    Die Bank hat das Haus versucht in einer Zwangsversteigerung zu verkaufen, aber erfolglos. Im Oktober ist nun die letzte Zwangsversteigerung
    in der die Bank sich mit 5/10 zufrieden geben muss, also mit 30.000 Euro. Über den Anwalt haben wir nun dieses Haus kaufen wollen
    und haben uns auch mit der Bank auf 27.000 geeinigt. Der Kaufpreis ist deshalb etwas niedriger als 50% weil es seit 2 Jahren leer steht
    und in der Substanz schlechter geworden ist als im Gutachten beschrieben.
    Soweit könnte eigentlich alles klar gehen, nun ist aber der Rechtspfleger der Meinung, der Kaufpreis sei zu niedrig.

    Der Rechtspfleger glaubt allen Ernstes, dass ein potentieller Erbe eine Erbschaft annimmt, die nur aus Schulden besteht.

    Seine Aufgabe sieht er wohl darin, einerseits "soviel wie möglich" heraus zu holen, andererseits aber durch seine
    Blockierungen des Kaufes der Sparkasse noch mehr Verluste einzufahren.
    Das Ergebnis wäre allerdings für einen Erben das gleiche, denn die Schulden, die er erben würde, wären
    wenn überhaupt, nur geringfügig weniger.
    Die absurde Vorstellung, dass bei der letzten Zwangsversteigerung im Oktober möglicherweise der gutachterliche Verkehrswert
    erzielt wird, zeigt nur, wie abwegig das Denken dieses Rechtspflegers ist.

    Dieser Mann kann also den ganzen Kauf blockieren. Er verlangt nun, dass der Anwalt und die Bank plausible Erklärungen abgeben,
    warum der Verkauf bisher erfolglos war. Und erst dann gibt er die Genehmigung zum Verkauf.

    Es ist allen Beteiligten (Anwalt, Bank, Käufer) allerdings nicht klar, was eine "plausible" Erklärung für diesen Rechtspfleger bedeutet.

    Welche Möglichkeiten haben wir nun ? Kann man sich über einen Rechtspfleger mit absurden Realitätsvorstellungen beschweren ?
    Wer kann oder sollte das tun ?
    Welche Gesetze oder Paragraphen greifen in so einem Fall ?
    Wäre es das Handeln des Rechtspflegers nicht so etwas wie Rechtsbeugung § 15 StGB?

  2. #2
    Club 18.000 Avatar von rainer19652003
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    Hier gibt es keine Rechtsberatung.

  3. #3
    Club 1.000 Avatar von Doppelte Halbtagskraft
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    Keine Rechtsberatung (siehe Forenregeln)!
    In Hamburg gibt's nur ein' Verein...

    Milchmädchen, die Rechnung bitte!

  4. #4
    Administrator Avatar von Kai
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    Hallo …

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