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Thema: Grundschuldbrief verbrannt

  1. #1
    Goldfisch81
    Gast

    Grundschuldbrief verbrannt

    Hallo zusammen,

    ich habe einen Aufgebotsantrag des Grundstückseigentümers hinsichtlich eines verloren gegangenen Grundschuldbriefes auf dem Tisch. Im Antrag fehlte jedoch die eidesstattliche Versicherung, dass das Recht weder abgetreten noch verpfändet ist, es wurde nur erklärt, dass der Grundschuldbrief wohl im Zuge der Vernichtung von Altunterlagen mit vernichtet wurde. Der Grundschuldbrief wurde wohl verbrannt.

    Würde euch das ausreichen oder würdet ihr noch auf die eidesstattliche Versicherung bestehen, dass das Recht weder abgetreten noch verpfändet ist?

    Das Problem ist, dass der Antragsteller jetzt für ein halbes Jahr in Afrika arbeitet.

    Die Löschungsbewilligung der Bank liegt ebenfalls vor.

    Vielen Dank schonmal für die Antworten!

  2. #2
    Club 8.000 Avatar von 13
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    Ich bin da kompromisslos und verlange diese Versicherung grundsätzlich. Das ist ein separater Punkt meiner selbst gebastelten Beanstandungsverfügung.
    ~ Grüßle ~


    In jedem Beruf muss einer, dem etwas glücken soll,
    gesunden Menschenverstand zeigen;
    nur bei der Rechtspflege ist es sicherer,
    ihn zu verbergen.




  3. #3
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    Wie schon wiederholt im Forum erörtert, ist nur die Bereitschaft zur Abgabe einer eV vonnöten (§ 468 Nr. 3 FamFG). Insoweit hat sich im Verhältnis zum früheren Recht nichts geändert.

  4. #4
    Club 8.000 Avatar von 13
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    Na gut, ungenau formuliert. Aber die Bereitschaft will ich auf jeden Fall haben.
    ~ Grüßle ~


    In jedem Beruf muss einer, dem etwas glücken soll,
    gesunden Menschenverstand zeigen;
    nur bei der Rechtspflege ist es sicherer,
    ihn zu verbergen.




  5. #5
    Club 1.000
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    Hast Du dafür eine Grundlage? Mir hat jetzt ein RA geschrieben, dass ja aus der Fremdgrundschuld nur durch eine Löschungsbewilligung keine Eigentümergrundschuld würde, über die der Eigentümer verfügen kann. Eine plausible Begründung, außer, dass es nicht darauf ankommt, ob die Abtretung wirksam war, sondern ob überhaupt eine erfolgt ist, fällt mir leider nicht ein.

  6. #6
    Goldfisch81
    Gast
    Vielen Dank für die Antworten. Ich werde wohl zumindest auf die Angaben bestehen und auf die eV verzichten. Dann soll mir der Antragsteller das mal aus Afrika schreiben...

  7. #7
    Stammgast
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    Zitat Zitat von Tomoto Beitrag anzeigen
    Hast Du dafür eine Grundlage? Mir hat jetzt ein RA geschrieben, dass ja aus der Fremdgrundschuld nur durch eine Löschungsbewilligung keine Eigentümergrundschuld würde, über die der Eigentümer verfügen kann. Eine plausible Begründung, außer, dass es nicht darauf ankommt, ob die Abtretung wirksam war, sondern ob überhaupt eine erfolgt ist, fällt mir leider nicht ein.
    Ich mache leider keine Grundbuchsachen und habe das vom Studium auch nicht mehr so gut im Kopf, aber bestünde vielleicht die Möglichkeit, dass der Eigentümer unter Vorlage einer löschungsfähigen Quittung die Grundschuld abtreten könnte?

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