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Thema: Kaufvertragsrückabwicklung

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Kaufvertragsrückabwicklung

    Hallo,

    ich habe einen Anruf von einer Bank bekommen, die die Zwangsversteigerung in das Grundstück des Schuldners betreibt. So weit so gut.

    Allerdings gibt es ein Urteil des LG Hamburg, in dem das LG feststellt, dass das vom Kläger (Eigentümer) im Jahre 2010 beurkundete Kaufangebot nichtig ist.

    Der Eigentümer=Kläger hatte eine Eigentumswohnun gekauft, der Kaufvertrag kam zustande, der Beklagte (damaliger Eigentümer) nahm das Angebot an.

    Jetzt will die Bank wissen, wie nun weiter verfahren werden kann. Wie kommt der alte Eigentümer wieder in das Grundbuch.
    Der jetzige Eigentümer ist "neben der Spur" aufgrund von Psychosen, Alkohol etc.

    Ich hatte so eine Konstellation in meiner ganzen Grundbuchtätigkeit noch nicht. Wer kann helfen?

  2. #2
    JensW
    Gast
    Wir hatten mal einen ähnlichen Fall. Damals hat das Amtsgericht einen Widerspruch eingetragen.
    Wenn das LG sagt, das Angebot ist nicht, kann meines Erachtens auch die Annahme nicht wirksam sein.
    Was sagt eigentlich der Notar, der das Angebot/Annahme beurkundet hat? Weil wenn der Verkäufer geschäftsunfähig wäre, dürfte der Notar ja gar nicht beurkunden...

  3. #3
    Administrator / Club 13.000 Avatar von Ulf
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    Das Angebot ist ja nur der schuldrechtliche Teil und für den Eigentumserwerb erst mal uninteressant. Die entscheidende Frage ist, ob die damalige Auflassung wirksam war, was sich anhand der SV-Darstellung nicht erkennen lässt.
    Ulf

    Alle Äußerungen hier sind als rein private Meinungsäußerung zu verstehen,
    sofern es bei den Beiträgen nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet wird.

  4. #4
    Interessierter
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    Bezüglich des damaligen Notars konnte die Bank auch keine Angaben machen.

  5. #5
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    Soll die Bank sich die Sache mit der Auflassung von der Rechtsabteilung erklären lassen.
    Beginne den Tag mit einem Lächeln. Dann hast Du es hinter Dir. (Nico Semsrott)

  6. #6
    Foren-Experte Avatar von Spaltenmuckel
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    Idee Auflassung

    Entweder ist die Auflassung nichtig, dann Berichtigungsklage nach § 894 BGB
    oder die Auflassung ist in Ordnung, nur der der schuldrechtliche Vertrag ist nichtig, dann Klage auf Rückauflassung nach § 812 BGB.
    Niemand ist unersetzbar. Die Friedhöfe liegen voll von Leuten, die sich für unersetzbar hielten (H.-J. Watzke).

  7. #7
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    Wie so oft, findet sich die Lösung im manchmal unbeachtet bleibenden Abstraktionsprinzip.

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