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Thema: Vollmacht des Rechtsanwalts

  1. #1
    Pinkbubble
    Gast

    Böse Vollmacht des Rechtsanwalts

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    folgenden Fall hab ich gerade auf dem Tisch:

    Antrag nachträgliche Beratungshilfe durch den Rechtsanwalt (Eingang bei Gericht: 03.08.2014)
    Der Antrag ist angeblich unterschrieben worden am 01.08.2014. Man kann aber ganz deutlich sehen, dass dort erst der 01.07.2014 stand.

    Frage: Wäre der Antrag am 01.07.2014 unterschrieben worden, dann gäbe es ja wegen § 6 Abs. 2 BerHG keine Beratungshilfe mehr....Wie kann ich der Sache auf den Grund gehen, da ich echt das Gefühl habe, dass die hier manipuliert haben. Kann ich die Vollmacht anfordern?

    LG

    Sollte es solch einen Thread schon geben, habe ich ihn leider nicht gefunden...Sorry

  2. #2
    Club 3.000 Avatar von Patweazle
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    Wann der Antrag unterschrieben wurde, ist (für die Frist des § 6 II 2 BerHG) egal. Es ist auch egal, wann die Vollmacht erteilt wurde.

    Maßgeblich für die Frist ist nur der Beginn der Beratungstätigkeit, der im Formular ebenfalls angegeben werden muss. Und im Regelfall hast du auch noch Schriftstücke zur Angelegenheit (ggf. das erste Schreiben des RA) mit dem Antrag vorliegen, der das im Formular angegebene Datum entweder bestätigt, plausibel erscheinen lässt oder widerlegt.

    Vollmacht anfordern ist also m.E. völlig unnötig.
    "Ihr Recht bekommen die Leute bei mir, aber nicht ihren Willen!" (PuCo)

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  3. #3
    Pinkbubble
    Gast
    Sorry, das habe ich vergessen:

    Die Beratung fand angeblich am 01.08.2014 statt und auch da stand ursprünglich der 01.07.2014.....

  4. #4
    Club 3.000 Avatar von Patweazle
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    Und die Möglichkeit, dass man sich einfach nur verschrieben hat, kommt nicht in Betracht?
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  5. #5
    Pinkbubble
    Gast
    3-mal in einem Formular??? RA und Antragsteller gleichzeitig????

  6. #6
    Club 3.000 Avatar von Patweazle
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    Klar - wenn schon falsch, dann richtig

    Du wirst doch mit Sicherheit noch weitere Unterlagen als nur das nackte Antragsformular haben. Sprich: Unterlagen zur Angelegenheit, ggf. erster Schriftsatz des RA, Einkommensbelege, evtl. einen Aktenvermerk... irgendetwas, wodurch die Angabe im Formular entweder widerlegt oder bestätigt wird.

    Und wenn nicht, würde ich das ohnehin nachfordern und dabei auf die Korrektur des Datums im Antrag mit der Bitte um Klarstellung hinweisen.
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