Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Nachlassverwaltung: Verkauf Grundbesitz durch Verwalter

  1. #1
    User
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    26.10.2012
    Beiträge
    45

    Nachlassverwaltung: Verkauf Grundbesitz durch Verwalter

    Muss der Erbe einem Verkauf von Grundbesitz durch den Nachlassverwalter zustimmen?

  2. #2
    Club 3.000 Avatar von tom
    Beruf
    Notar
    Registriert seit
    25.07.2013
    Beiträge
    3.025
    Äh... § 1984 Abs. 1 Satz 1 BGB? "Mit der Anordnung der Nachlassverwaltung verliert der Erbe die Befugnis, den Nachlass zu verwalten und über ihn zu verfügen."
    "Dein verk*ckter Kommentar war natürlich nur ein Spaß, alles klar." - Kraftklub

  3. #3
    Club 6.000 Avatar von TL
    Beruf
    Dipl-Rpfl/Prokurist b. Hoerner Bank + zugl. berufsmäßiger Nachlasspfleger u. freiw. Justizaussteiger
    Registriert seit
    24.11.2005
    Ort
    Heilbronn + Pleidelsheim am Neckar
    Beiträge
    6.625
    Indirekt doch. Der Erbe muss nicht ausdrücklich zustimmen, wird aber im Rahmen des nachlassgerichtlichen Genehmigungsverfahrens angehört und hat dabei dann die Möglichkeit, seine Vorstellung zu äußern oder ggf. sogar ins Rechtsmittel zu gehen.
    -------------------------Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, daß ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien. (Albert Einstein) ------------------------------------

    Nachlass-Kanzlei / Büro für gerichtliche Pflegschaften / Nachlasspflegschaften, Nachlassverwaltungen, Testamentsvollstreckungen, Nachlassbetreuungen /
    Nachlasspfleger Thomas Lauk - www.thomaslauk.de

  4. #4
    Club 4.000
    Beruf
    Notarin
    Registriert seit
    31.01.2011
    Beiträge
    4.600
    Zitat Zitat von TL Beitrag anzeigen
    Indirekt doch. Der Erbe muss nicht ausdrücklich zustimmen, wird aber im Rahmen des nachlassgerichtlichen Genehmigungsverfahrens angehört und hat dabei dann die Möglichkeit, seine Vorstellung zu äußern oder ggf. sogar ins Rechtsmittel zu gehen.
    Schon richtig, aber rechtliches Gehör ist keine Zustimmung.

  5. #5
    Club 6.000 Avatar von TL
    Beruf
    Dipl-Rpfl/Prokurist b. Hoerner Bank + zugl. berufsmäßiger Nachlasspfleger u. freiw. Justizaussteiger
    Registriert seit
    24.11.2005
    Ort
    Heilbronn + Pleidelsheim am Neckar
    Beiträge
    6.625
    Ich denke, dass man diesen feinen Unterschied meinem Posting entnehmen kann.
    -------------------------Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, daß ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien. (Albert Einstein) ------------------------------------

    Nachlass-Kanzlei / Büro für gerichtliche Pflegschaften / Nachlasspflegschaften, Nachlassverwaltungen, Testamentsvollstreckungen, Nachlassbetreuungen /
    Nachlasspfleger Thomas Lauk - www.thomaslauk.de

  6. #6
    User
    Beruf
    Rechtspflegerin
    Registriert seit
    28.09.2015
    Beiträge
    20
    Hallo, ich hänge mich mal dran:
    Mein Erbe ist minderj. Die Mutter (nicht Miterbin aber einzelvetretungsberechtigt) hat dem Vertrag zugstimmt. rechtl. Gehör durch noch zu bestellenden Beistand o.ä. oder reicht Erklärung der Mutter?

  7. #7
    Club 17.000
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    06.05.2009
    Beiträge
    17.808
    Nehmen wir einmal an, der ungenügende Sachverhalt ließe sich - vermutlich - dahin ergänzen, dass ein Nachlassverwalter Nachlassgrundbesitz veräußert hat und die Mutter eine minderjährige Miterbin alleine gesetzlich vertritt:

    Was gibt es da zuzustimmen, wenn man keine Verfügungsbefugnis hat? Die "Zustimmung" ist nichts anderes als die bloße Äußerung, dass man gegen das Handeln des Nachlassverwalters keine Einwendungen erhebt.

    Und wo soll hier ein Vertretungsausschluss herkommen? Er bestünde ja nicht einmal, wenn das durch die Mutter vertretene Kind selbst veräußern würde.

  8. #8
    User
    Beruf
    Bezirksnotar
    Registriert seit
    12.01.2018
    Beiträge
    24
    Zitat Zitat von Cromwell Beitrag anzeigen
    Nehmen wir einmal an, der ungenügende Sachverhalt ließe sich - vermutlich - dahin ergänzen, dass ein Nachlassverwalter Nachlassgrundbesitz veräußert hat und die Mutter eine minderjährige Miterbin alleine gesetzlich vertritt:

    Was gibt es da zuzustimmen, wenn man keine Verfügungsbefugnis hat? Die "Zustimmung" ist nichts anderes als die bloße Äußerung, dass man gegen das Handeln des Nachlassverwalters keine Einwendungen erhebt.

    Und wo soll hier ein Vertretungsausschluss herkommen? Er bestünde ja nicht einmal, wenn das durch die Mutter vertretene Kind selbst veräußern würde.
    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Das Nachlassgericht genehmigt oder genehmigt nicht. Es wird ggf. auch dann genehmigen bzw, ablehnen, wenn die Mutter den Verkauf ablehnt oder ggf. dem Verkauf zustimmt. Der Mutter bleibt dann der Rechtsbehelf gegen die Genehmigung oder deren Ablehnung.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •