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Thema: Ich bin der Neue - eventuell in Sachsen

  1. #1
    Cruisi
    Gast

    Lächeln Ich bin der Neue - eventuell in Sachsen

    Hallo Forum,

    ich habe mich als ehemaliger BW-Angehöriger mit Fachabitur im gehobenen (und mittleren) Dienst in Sachsen beworben und für beides Zusagen erhalten. Yey

    Ich bin mir echt noch nicht sicher wie ich mich entscheide. Ich habe oft schon gehört, dass das Studium nicht einfach, aber mit Fleiß machbar ist. Ich habe nach 12 Jahren Schulabstinenz mein Fachabi mit 1,8 und ner 1 in Mathe und Englisch nachgeholt und da war auch eine Menge Fleiß notwendig.

    Ich habe jetzt knapp 2 Wochen Zeit mich zu entscheiden, welchem Weg ich gehe und mein eigener Anspruch ist, vom mittleren den Aufstieg in den gehobenen Dienst zu gehen.

    Und jetzt baut mich auf

    Grüße aus Leipzig

  2. #2
    Stammgast
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    Zunächst einmal Glückwunsch dazu, dass du die Wahl hast.

    Ich würde auf jeden Fall den g.D. wählen. Ob der Weg mit dem Aufstieg aus dem mD funktioniert, kann man vorher nicht planen. Dazu müssen a) genügend Stellen vorhanden sein und b) ordentlich Zeitablauf erfolgen. Und auch dann hast du noch das Studium vor dir.
    Du beißt dir in den Arsch, wenn auf einmal wieder im Beamtenbereich / Rechtspflegerbereich ordentlich gespart wird und du daher nur noch eine ganz geringe Chance hast, in den Aufstieg zu kommen.

    Natürlich muss man sich im Studium reinhängen - aber die Laufbahn im Vorbereitungsdienst m.D wird ohne Einsatz auch kein Zuckerschlecken.

    Andererseits gibts in NRW BWler, die nach Nichtbestehen des Vorbereitungsdienstes im mD übernommen wurden. Ob das auch in anderen Bundesländern in Einzelfällen so praktiziert wird, kA.

    Aber ganz klares Votum von mir: Fachabi 1,8 nach 12 Jahren Schulabstinenz und dem gezeigten Fleiß... g.D.

  3. #3
    Club 8.000 Avatar von 13
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    Sehe ich genauso. Was man hat, das hat man.
    Ich staune, dass beide Möglichkeiten in Aussicht gestellt wurden. Meine Bewerbung ist schon aus der Zeit, als man sich nur an seinem Gericht zu bewerben brauchte und es hat geklappt. Ich hatte damals die gleiche Idee. Mir hat man gleich gesagt, der mD kommt nicht in Betracht, weil ich denen, die dafür die schulischen Voraussetzungen mitbringen, einen Platz wegnehmen würde.
    ~ Grüßle ~


    In jedem Beruf muss einer, dem etwas glücken soll,
    gesunden Menschenverstand zeigen;
    nur bei der Rechtspflege ist es sicherer,
    ihn zu verbergen.




  4. #4
    Club 1.000
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    Nimm den gehobenen Dienst! Der Umweg über den mittleren Dienst würde für Dich nur verschenkte Zeit bedeuten. Du wirst schon jetzt durch die BW-Zeit nicht mehr der Jüngste sein. Wenn Du dann erst in 10-15 Jahren in den geh. Dienst aufsteigst, wird Dir bis zur Pensionierung nicht mehr viel Zeit für Beförderungen bleiben.

  5. #5
    Club 1.000 Avatar von mikschu
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    Da schließe ich mich meinen Vorrednern an. Außerdem darfst du für den Aufstieg aus dem mD in den gD auch eine gewisse Altersgrenze (von BL zu BL unterschiedlich) nicht überschritten haben.

    Also: gD

  6. #6
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    Hallo und Glückwunsch zur erfolgreichen Bewerbung!

    Ich bin auch ein Ex-Bundi und stimme grundsätzlich meinen Vorrednern zu.

    Zur ganzen Wahrheit gehört aber eben auch, dass bei dem in der Tat schwierigen Studium (Rechtspfleger) etwa die Hälfte von uns auf der Strecke geblieben sind. Dabei ist der Anteil Ehemaliger aus den Uffz-Rängen noch etwas größer. Zumindest sind das meine Erfahrungen der letzten Jahre. Mit der Wahl der Laufbahn gD gehst du ein etwas höheres Risiko ein, am Ende vielleicht doch etwas anderes machen zu müssen, wenn es hier nicht klappt. Solltest du eine Familie haben könnte das auch ein entscheidendes Kriterium sein. Die Anforderungen im Studium sind, aus meiner Sicht, völlig andere als "wir" Bundis das bisher im Berufsweg kennengelernt haben. Somit lässt es sich meiner Meinung nach schwer nur an einer Abiturnote fest machen, welcher Weg der bessere ist. Fleiß gepaart mit etwas Gelassenheit falls es zwischendurch etwas eng werden könnte, sind aber tatsächlich erfolgversprechend.

    Ich bin letztendlich froh den Rpfl geworden zu sein, auch wenn es einige graue Haare gekostet hat! ;-)

    In jedem Falle wünsche ich Dir Erfolg und Glück!

  7. #7
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    Bei mir war die Entscheidung damals:

    Rechtspflegerstudium und quasi noch mal bei null anfangen oder erst mal bei meinem alten Arbeitgeber bleiben und auf einen zu mir passenden Job warten (Dipl.-Volkswirte wurden zu der Zeit nicht gerade von vielen Firmen gesucht). Ich kann nur sagen: Die drei Jahre mit Anwärterbezügen waren zwar hart (hatte schon Familie, aber zum Glück auch bereits ein paar Rücklagen), aber ich habe die Entscheidung nie bereut!

    Klare Empfehlung auch von mir: g. D.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Ritter des Rechts Beitrag anzeigen
    Die Anforderungen im Studium sind, aus meiner Sicht, völlig andere als "wir" Bundis das bisher im Berufsweg kennengelernt haben.
    (Sinngemäßes) Zitat eines Dozenten in der ersten Woche des Studiums: "Alle jene, die vom Bund kommen, werden das erste Jahr wiederholen dürfen." Harter Tobak, aber er sollte Recht behalten. Das lag mitnichten an der Intelligenz der "Bundis". Jedoch prägen sich in 12 Jahren Berufs- und Lebenserfahrung einige Denkmuster ein, die für das Studium und die Falllösung eher hinderlich sind. Ich wollte es erst nicht glauben, jedoch hat man im Verlauf des ersten Jahres gemerkt, dass die jüngeren Kommolitonen etwas flexibler in der Formbarkeit ihres Rechtsempfindens sind, als jene, die schon fest im Leben stehen und "wissen, wo es lang geht".

    Gleichwohl gilt, wie schon die Vorredner sagten: Mit Fleiß (und der Bereitschaft, von alten Denkmustern abzulassen) ist es durchaus machbar

  9. #9
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    Willkommen bei uns. In unserem Jahrgang hat es kein Bundi geschafft durchzukommen. Aber, das sollte dich nicht abschrecken, denn jeder ist verschieden.

    Ich plädiere auf für den gD und bist schön brav und lernst fleißig, dann klappt es auch mit dem Examen.

    Daumendrück
    Man sollte - wenigstens versuchen - stets bemüht zu sein.

  10. #10
    Gehört zum Inventar
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    Hallo und willkommen!
    Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur zum gehobenen Dienst raten. Ob der Aufstieg vom mittleren Dienst zum gehobenen Dienst je klappt, kann dir keiner garantieren. Diese Stellen werden nicht jedes Jahr und meist nur in kleiner Zahl angeboten. Erfahrungsgemäß gibt es dafür immer viele Bewerber und ich hab auch einige erlebt, die nach vielen Jahren resigniert haben.

    Mich hat am gehobenen Dienst vor allem gereizt, dass ich selbst Entscheidungen treffe und diesbezüglich auch nicht weisungsgebunden bin. Während der mittlere Dienst also u.a. die Post den Akten zuordnet und dem Rechtspfleger o. Richter vorlegt und nach der Entscheidung des Rechtspflegers (oder Richters) dann dessen Verfügung ausführt, ist der Rechtspfleger / Richter für die eigentliche Entscheidung zuständig. Ich schreib das deshalb, weil nicht selten Anwärter im mittleren Dienst erst in der Praxis merken, was ihre Aufgaben in der Geschäftsstelle sind. Das ist also überhaupt nicht wertend gemeint. Man sollte aber vor so einer Entscheidung genau wissen, was die unterschiedlichen Tätigkeiten ausmacht.

    Auch bei der Rechtspflegerlaufbahn sind zukünftige Beförderungen natürlich nicht sicher. Aber die Einstellung erfolgt schon mal mit A 9, wovon der mittlere Dienst nur träumen kann.

    Ach: Und unsere "Bundis" haben alle das erste Jahr und auch den Rest des Studiums überstanden.

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