Hallo,

mein Fall ist folgender:

In einem Beschwerdeverfahren über die Erbscheinserteilung wurden die Beteiligten zu 1.) bis 3.) von einem Notar als Bevollmächtigten vertreten. Die Beteiligte zu 1.) zusätzlich von einem RA. Kostentragungspflichtig sind die Beteiligte zu 4.) bis 6.)

Sowohl der RA als auch der Notar haben nun KFA gestellt. Der RA rechnet nach RVG ab, der Notar macht seine Gebühr nach Nr. 24101 KV GNotKG nebst Auslagenpauschale Nr. 32001 und Umsatzsteuer Nr. 32014 KV GNotKG geltend.

Kann ich die Notarkosten grundsätzlich nach § 85 FamFG festsetzen? Sind die Notarkosten notwendige Aufwendungen der Partei nach § 80 FamFG.
Mir widerstrebt das irgendwie. Leider finde ich nichts nützliches in den mir zur Verfügung stehenden Kommentaren.

Der Anwalt der Beteiligten zu 1.) trägt vor, dass die Vertretungskosten des Notars von der Gebühr Nr. 23300 KV GNotKG erfasst sind.

Die Vertretung der Beteiligten 1.) durch zwei Bevollmächtigte war nicht notwendig. Der Notar wurde zuerst tätig. Je nachdem ob die Notarkosten erstattungsfähig sind, beeinflusst das den Antrag des RA.

Kann mir jemand weiterhelfen?
Danke!