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Thema: Offizier der sich für den Beruf Rechtspfleger interessiert

  1. #1
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    Offizier der sich für den Beruf Rechtspfleger interessiert

    Ein herzliches Grüß Gott aus dem Allgäu,

    ich stehe (relativ) kurz vor dem Ende meiner Dienstzeit bei der Bundeswehr. Dort war ich dann 12 Jahre als Truppenoffizier. Ich habe in den letzten Tagen schon viel gelesen (u.a. auch in diesem Forum), habe allerdings immer noch sehr viele Fragezeichen über meinem Kopf. Einige Fragen könnte mir ggf. der Berufsförderungsdienst auch beantworten, allerdings sind die derzeit noch im Urlaub und ggf. kann ja auch hier jemand darauf antworten. Ich bedanke mich im Voraus.

    Zu mir:
    Ich bin Hauptmann in der Besoldungsstufe A 12 (Erfahrungsstufe 4), 28 Jahre alt, verheiratet, eine Tochter (wir wünschen und aber ein zweites Kind). Derzeit bin ich im wunderschönen Füssen als stellvertretender Kompaniechef tätig. Meine Dienstzeit endet am 31.08.2018. Wir bauen derzeit ein Haus hier im Allgäu, wollen also hier bleiben. Aufgrund meiner Dienstzeit habe ich Anspruch auf einen Eingliederungsschein.

    Meine Fragen:
    1.) Die Bundesbesoldungstabelle sieht 8 Erfahrungsstufen vor, die Landesbesoldungstabelle von Bayern 11. Wird meine Erfahrungsstufe der Bundeswehr nach meiner Dienstzeit umgerechnet oder fange ich bei der niedrigsten Stufe an?
    2.) Ich habe hier schon viel gelesen über ewige Wartezeiten bei der Beförderung. Nun bin ich 28 und bereits A12 besoldet. Ich bin mir absolut bewusst, dass ich da riesen Glück hatte und weis das auch zu schätzen. Nun würde ich mit 30 als Rechtspflegeanwärter ja auf A9 anfangen. Besteht eine realistische Chance mit ca. 40 wenigstens wieder A11 zu sein?

    Nachdem ich mich über den Beruf informiert habe, war ich mir ziemlich sicher, dass er mich absolut sehr interessiert. Allerdings wurde das Ganze dann wieder teilweise relativiert, als ich hier gelesen habe, dass die Aufstiegs- und damit auch Verdienstmöglichkeiten zum Teil sehr schwierig sind. Ich muss schließlich im Kopf behalten, dass ich eine Familie zu ernähren habe. Stimmt es denn das die allgemeine Verwaltung (Kommunale Ebene oder Eben Landkreis), und auch die Finanzverwaltung bessere und leichtere Aufstiegs- und damit Verdienstmöglichkeiten bietet?

    Wie so oft hatte ich vorhin noch viel mehr Fragen, welche mir im Kopf herumgewirrt sind. Jetzt sind sie gerade weg. Bin aber guter Dinge, dass mir noch welche einfallen.

    Vielen Dank für die Hilfe.

  2. #2
    Club 2.000 Avatar von BREamter
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    Zitat Zitat von Veloucious Beitrag anzeigen
    Nun würde ich mit 30 als Rechtspflegeanwärter ja auf A9 anfangen.
    Nein, für die Dauer der Ausbildung (3 Jahre) werden Anwärterbezüge gezahlt. Meines Wissens nach ca. € 900 - 950 brutto / Monat. Inwiefern Du über die Bundeswehr Ausgleichszahlungen zur bisherigen Besoldung erhalten würdest, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Zitat Zitat von Veloucious Beitrag anzeigen
    Besteht eine realistische Chance mit ca. 40 wenigstens wieder A11 zu sein?
    Nach den drei Jahren Ausbildung folgen in der Regel drei Jahre Probezeit (A9), früheste Beförderung ein Jahr nach Ende der Probezeit. So ist es hier (Bremen), ob es überall so ist, lässt sich auf die Schnelle nicht sagen, nachdem das Beamtenrecht in die Zuständigkeit der Länder überführt wurde. Vermutlich wird es in diesem Punkt aber keine großen Abweichungen geben. Würde also für Dich bedeuten: mit 37 A10. Die Zielsetzung mit ca. 40 A11 kommt aufs Bundesland an. Hier wäre das aller Wahrscheinlichkeit nach zu bejahen, für Bayern (da präferiert) kann ich dazu nichts sagen.

  3. #3
    Club 1.000-Anwärter Avatar von Loffio
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    Moin. Hier ein OFw a.D..
    Wenn es Dir auf die Besoldung ankommt werde BS. Mit 40 A11 zu sein ist sicherlich möglich- hängt aber von vielen Faktoren ab. Geh erstmal davon aus, dass Du mit 40 noch A10 bist.
    be water my friend

    Ich kann nicht ständig die SuFu nutzen- ich muss auch mal was arbeiten

  4. #4
    Club 5.000 Avatar von redge
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    . . . nach meiner Kenntnis bekommt ein Soldat in der Anwärterzeit seine Soldatenbezüge (so wie Aufstiegsbeamte auch ihre normalen A?-Bezüge), sonst würde sich Dein A12 - nach meiner Kenntnis - dritteln . . . und das geht ja mal gar nicht . . . und in Bayern habe ich (mit ner mäßigen Prüfung aber viel Fleiß und Einsatz dann im Dienst) schlappe 17 Jahre bis A11 gebraucht . . . A12 ist irgendwo im Universum unterwegs und für mich auch nicht mehr interessant (weil hier alle A12-Stellen Verwaltungsmist beinhalten, auf den ich keinen Bock habe) . . . der Grabstein ist bestellt

    Edit: Ach ja, bis A10 hat es aber "nur" 9 Jahre gedauert . . .
    Geändert von redge (05.01.2017 um 08:31 Uhr) Grund: hoffentlich bleiben die Sonderzeichen jetzt Sonderzeichen . . .
    Das Leben ist gerecht. Es gleicht alles aus. Auch ohne Dein Zutun.

  5. #5
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    regde: Dein Posting ist gruslig.
    Ansonsten ist es aber in der Tat so , dass die Bundeswehrler , die ich die 26 Jahre hier durchgeschleust habe , während der Ausbildung so eine Art Übergangsgebührnisse erhalten haben. Teilweise gab es da auch Abfindungszahlungen.
    Aber das wird der TO selbst herausfinden können.
    Sportlich finde ich , den Hausbau angesichts vermutlich sinkender Einkommensverhältnisse als frisch gebackener Rechtspfleger ins Visier zu nehmen.
    Das muss dann schon - auch angesichts der Familienplanung - gut durchkalkuliert sein.
    Kann natürlich auch sein , dass der TO den Kaufpreis bar über den Tisch schieben kann.

  6. #6
    Club 5.000 Avatar von redge
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    Inhaltlich finde ich mein Posting ehrlich, was das System mit den Sonderzeichen gemacht hat ist seltsam . . . das mit dem Grabstein kann man gedanklich natürlich streichen . . . ist mehr so eine Metapher
    Das Leben ist gerecht. Es gleicht alles aus. Auch ohne Dein Zutun.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Veloucious Beitrag anzeigen
    ...Wir bauen derzeit ein Haus hier im Allgäu, wollen also hier bleiben.
    ...
    Stimmt es denn das die allgemeine Verwaltung (Kommunale Ebene oder Eben Landkreis), und auch die Finanzverwaltung bessere und leichtere Aufstiegs- und damit Verdienstmöglichkeiten bietet? ​ja
    Als Landesbeamter wirst du nach der Prüfung dort eingesetzt, wo gerade Stellen frei sind und nicht unbedingt "heimatnah".

  8. #8
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    Zitat Zitat von Wolf Beitrag anzeigen
    regde: Dein Posting ist gruslig.
    ...
    Ist aber so. Ich erreiche mit 40 DIENSTjahren nicht mal A11. Für die Pension hätte es eh keine Auswirkungen mehr.

  9. #9
    Club 2.000 Avatar von hiro
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    Zitat Zitat von glitzer Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Veloucious Beitrag anzeigen
    ...Wir bauen derzeit ein Haus hier im Allgäu, wollen also hier bleiben.
    ...
    Stimmt es denn das die allgemeine Verwaltung (Kommunale Ebene oder Eben Landkreis), und auch die Finanzverwaltung bessere und leichtere Aufstiegs- und damit Verdienstmöglichkeiten bietet? ​ja
    Als Landesbeamter wirst du nach der Prüfung dort eingesetzt, wo gerade Stellen frei sind und nicht unbedingt "heimatnah".
    Prinzipiell schon, aber auf familiäre Belange wird schon Rücksicht genommen. Verheiratet mit Kind(ern) sind die Chancen, heimatnah eingesetzt zu werden, deutlich größer, als als kinderloser Single.
    Wie die Aufstiegschancen im Vergleich Justiz - Kommunalverwaltung - Finanzverwaltung sind, hängt vermutlich auch vom jeweiligen Bundesland und der Region ab (was für Behörden sind im Radius des Wohnorts?).

  10. #10
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    @ Veloucious:

    Das Zauberwort heißt E-Schein --> 10 Jahre Ausgleichsbezüge (d.h. +/- 0 abzgl. PKV). Ich nehme aber an, das weißt du (daher die Zielsetzung "mit 40 A11").

    Zur Erfahrungsstufe: Es kommt drauf an, ob/inwieweit Bayern vom Bundesbesoldungsgesetz abweicht. Ich habe das schnell mal überflogen, aber sicherlich irgendwas übersehen. Art 30 + 31 des BayBesG scheinen deinen Fall nicht zu erfassen... Vielleicht kann da jemand mit Erfahrung mal helfen.

    Ich hatte auch die Wahl zwischen Rechtspflege und Finanzverwaltung. Die Studienentscheidung bereue ich nicht; die Aufstiegsmöglichkeiten unterscheiden sich (in Berlin) auch eher auf dem Papier. Unzufrieden sind alle.

    P.S.iesesForumhasstmeineLeertaste!Wieso??

  11. #11
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    Vielen Dank für die Antworten.

    Also das ich 10 Jahre lang die Ausgleichsbezüge gezahlt bekomme ist Tatsache und wurde mir auch bereits durch den BFD so bestätigt. Idee dahinter ist durch die Bundeswehr ja, dass man sich aufgrund der Einstellung in einer niedrigeren Besoldungsstufe finanziell nicht schlechter stellt und nach den 10 Jahren wieder in etwa da ist, wo man bei der Bundeswehr aufgehört hat.
    Aber wie ich hier nun lese ist es als Rechtspfleger zwar durchaus möglich, dass dies klappt, aber lange nicht sicher.

    Die Tatsache nicht heimatnah eingesetzt zu sein, weiß ich. Darüber bin ich mir bewusst und das war als Soldat ja auch immer so.

    BS ist absolut keine Option. Neben der Entwicklung der Bundeswehr, hat dies auch mit der Versetzungskadenz zu tun und die ist in meiner Truppengattung und als Truppenoffizier des Heeres ja sehr hoch. Der Verdienst ist da allerdings wieder sehr interessant.

    Ich habe hier einmal in einem Thread gelesen, dass es halt wahrscheinlicher sein kann, dass man mit einem allgemeinen Verwaltungswirt eher Chancen hat zum einen "heimatnah" unterzukommen und zum anderen ggf. schneller aufzusteigen, da die Verwendungsbreite größer ist. Kann man das so in etwa sagen? Das es hier keine Garantie gibt ist mir auch klar. Weiß jemand wie es sich in den Finanzämter verhält?


    Schönen Abend.

  12. #12
    User Avatar von Anna1290
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    Die Aufstiegschancen in der 3. QE dürfte bei den Finanzämtern in Bayern schon um einiges besser und schneller sein, als bei der Justiz. Wurde uns jedenfalls immer so gesagt in der Ausbildung.

    Für mich wäre das trotzdem nix dort, viel zu trocken

  13. #13
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    Zitat Zitat von Veloucious Beitrag anzeigen
    ... finanziell nicht schlechter stellt und nach den 10 Jahren wieder in etwa da ist, wo man bei der Bundeswehr aufgehört hat.
    Aber wie ich hier nun lese ist es als Rechtspfleger zwar durchaus möglich, dass dies klappt...
    Ich glaube, dass schaffst du nicht mal in Utopia!!
    Ich kenne keinen, der in 10 Jahren (und da ist die Studienzeit von 3 Jahren ja eingerechnet, bleiben also 7 ab Prüfung) von der A9 in die A12 gestiegen ist, ich glaube nicht mal beim Ministerium. Wenn du als Zeitler jedwede "Probezeiten" umgehen kannst, verbliebe immer noch ein Regelaufstieg von alle 2 Jahren eine Besoldungsstufe...träume nicht mal davon, egal welches Bundesland. In Hessen bist du nach 7 Jahren gerade mal A10 (ob es Besonderheiten für Zeitsoldaten gibt, weiß ich aber nicht, gilt für "normale" Berufsanfänger).

    Als Verwaltungswirt wirst du deswegen Heimatnäher eingesetzt, weil du da regelmäßig Kommunalbeamter bist, dir deinen Arbeitgeber (=Stadt) selbst aussuchen kannst...so du da genommen wirst.
    "Just 'cos You got the Power, that don't mean You got the Right!" ((c) by Mr. Kilmister)

    Aus traurigen gegebenem Anlass ergänzt: "Killed by Death" (ebenfalls (c) by Lemmy)

  14. #14
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    Ging ja erstmal um A11. Ich nehme mal meinen Werdegang: 8,5 Jahre nach Prüfung A11. Weitere 4 Jahre dann A12.

    Wenn man sich beim Finanzamt für die Betriebsprüfung o. Steuerfahnung entscheidet, geht es mitunter deutlich schneller. Ich kenne Großbetriebsprüfer, die sind mit Mitte 30 A13.

    Allerdings ist die Finanzverwaltung wohl deutlich hierachischer organisiert als das Rechtspflegerwesen. Man sollte also kein Problem damit haben, Vorgesetzte zu haben und ggf. selbst einer zu sein. Als Vorteil empfinde ich, dass gehobener und höherer Dienst inzwischen zu einer gemeinsamen Laufbahn zusammengelegt sind. Bei entsprechender Leistung wäre also auch A15 theoretisch kein Problem.

    Ich würde dem Threadstarter empfehlen, sich bei Interesse vorab darüber zu informieren, welche Finanzbehörden in seiner Umgebung liegen (Größe, Aufgabe). In der hintersten Provinz ist es deutlich schwerer voranzukommen.
    Geändert von Exec (10.01.2017 um 13:41 Uhr)
    ... denn in Gottes Auftrag handeln jene, die Steuern einzuziehen haben. Römer 13,6

  15. #15
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    Zitat Zitat von redge Beitrag anzeigen
    . . . nach meiner Kenntnis bekommt ein Soldat in der Anwärterzeit seine Soldatenbezüge (so wie Aufstiegsbeamte auch ihre normalen A?-Bezüge), sonst würde sich Dein A12 - nach meiner Kenntnis - dritteln . . . und das geht ja mal gar nicht . . . und in Bayern habe ich (mit ner mäßigen Prüfung aber viel Fleiß und Einsatz dann im Dienst) schlappe 17 Jahre bis A11 gebraucht . . . A12 ist irgendwo im Universum unterwegs und für mich auch nicht mehr interessant (weil hier alle A12-Stellen Verwaltungsmist beinhalten, auf den ich keinen Bock habe) . . . der Grabstein ist bestellt

    Edit: Ach ja, bis A10 hat es aber "nur" 9 Jahre gedauert . . .
    Dann hab ich ja noch Hoffnung (Jahre bis A10 hab ich auch gebraucht, nun seit 11 Jahren ohne Aussicht auf A11)
    Die höchste Form des Glücks ist Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
    Erasmus von Rotterdam

  16. #16
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    Wobei man für Bayern anmerken muss, dass sich da in den letzten Jahren doch einiges zum Positiven getan hat:

    - Verkürzung der Beurteilungsperiode von vier auf drei Jahren, d. h. eine schlechte Beurteilung kriegt man schneller weg
    - vermehrte Stellenhebungen
    - Ausbringung neuer Rechtspflegerstellen gleich in A10

    Man merkt hier doch, dass die Stoiberschen Spardiktate zu Ende sind. Auch mit dem derzeitigen Justizminister ist allgemein mehr Zug dahinter als mit seiner Vorgängerin. Nun ist es immer noch nicht so, dass hier Milch und Honig fließen, da gibt es noch zu viel aufzuholen. Aber inzwischen sind es nicht nur die absoluten Überflieger, die nach 10 Jahren A 11 sind. Da sind inzwischen auch Normalos dabei. Fakt ist aber auch: in 10 Jahren A11 ist immer noch die Ausnahme, nicht die Regel - auch wenn die Ausnahmen mehr geworden sind.

    Erfahrungsgemäß tun sich ehemalige Soldaten - wie auch Aufstiegler oder andere nicht mehr 18jährige - etwas schwerer mit dem Lernen. Sie gehören daher tendenziell auch eher weniger zu den 20% Besten, die in den Genuss einer anschließenden Probezeitverkürzung kommen. Wenn die erste Regelbeurteilung kommt, ziehen die 20% Jahrgangsbesten daher schon mal vorbei.
    10 - 12 Jahre sind aber ein so langer Zeitraum, dass auch gute Praktiker Chancen erhalten sich zu beweisen und dies dann auch beurteilungsmäßig und beförderungsmäßig honoriert wird. Die Mühlen der Justiz mahlen bekanntlich langsam, die Mühlen der Justizverwaltung oft noch langsamer - will heißen: Qualität setzt sich hier langsam durch.

    Was die heimatnahe Verwendung betrifft, sehe ich auch eher gute Chancen. Im OLG-Bezirk München ist tendenziell eher Niederbayern höchst begehrt. Schwaben/Allgäu ist ziemlich ausgeglichen, wenn man ca. 1 Stunde Pendeldistanz einkalkuliert. Nach München direkt wollen nur die wenigsten. Da kommen dann meist auch die jungen ohne Kind und Kegel hin.
    Aber auch hier muss man festhalten: Jedes Jahr werden die Karten neu gemischt. Wenn an den Wunschgerichten keine Stellen frei sind, kommen auch die Jahrgangsbesten mit Haus, Hof, Frau und fünf Kindern nicht an ihr Wunschgericht.

    Fazit: Wer absolut heimatnah verwendet werden möchte, sollte sich in der Kommunalverwaltung umschauen. Die Beförderungsaussichten sind in der Finanz immer noch am Besten.
    Dafür ist die Tätigkeit als Rechtspfleger am Besten (zumindest für mich, soll nicht gegen Kommualer oder Finanzler gerichtet sein)

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