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Thema: 160.000,-- Euro Bargeld - weg!

  1. #1
    Stammgast Avatar von snooze
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    160.000,-- Euro Bargeld - weg!

    Hallo, folgender Fall:

    Eine Betreuung für einen 81-jährigen wurde im Februar 2017 angeordnet.
    Jetzt hat der Betreuer festgestellt, dass der Betreute im Jahre 2016 ein Konto bei
    einer Bank hatte, was mittlerweile aufgelöst wurde.
    Von diesem Konto hat der Betreute in der Zeit von Jan. bis Sept. 2016 insg. 160.000,-- Euro in bar
    abgeholt (mtl. 10.000,-- Euro und zuletzt 90.000,-- Euro).
    Auf mehrfacher Nachfrage des Betreuers, erklärt der Betroffene, dass er das Geld nicht mehr habe.
    Er hätte einen Kredit zurückzahlen müssen. Unterlagen darüber hätte er nicht mehr.
    Der Betreuer geht davon aus, dass der Betroffene noch den größten Teil der Summe als Bargeld in
    seiner Wohnung hat. Beweisen kann er das jedoch nicht.
    Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich mich als Betreuungsrechtspfleger zu verhalten habe.
    Habt Ihr eine Idee?

  2. #2
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    Ev wurde er ja auch "ausgenommen". Ich würde mal telefonisch bei der örtlichen Kripo nachfragen, ob dort in diesem Zeitraum Trickbetrügereien am Telefon (zB Enkeltrick) und/oder an Haustür auffällig waren.
    "Just 'cos You got the Power, that don't mean You got the Right!" ((c) by Mr. Kilmister)

    Aus traurigen gegebenem Anlass ergänzt: "Killed by Death" (ebenfalls (c) by Lemmy)

  3. #3
    Moderatorin / Club 5.000 Avatar von beldel
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    Was willst du machen? - Zu Kenntnis nehmen und den Betroffenen kostenmäßig so behandeln, als wenn das Geld nicht mehr da ist - solange es tatsächlich auch nicht auftaucht. Der Betreuer kann auch nichts machen. Er kann ja nicht die ganze Wohnung durchsuchen.
    Es kann sein, dass der Betroffenen das Geld in seiner Wohnung versteckt hat (man glaubt gar nicht, wie gut die das verstecken können - das findet man manchmal kaum beim Entrümpeln), es kann aber auch sein, dass er es tatsächlich jemandem gegeben hat und dann ist es wirklich weg.
    „Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern.“
    (Astrid Lindgren)



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  4. #4
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    Ob Du als Betreuungsrechtspfleger etwas machen musst, hängt doch von folgenden Vorfragen ab:

    Bestand ein Einwilligungsvorbehalt?
    - Falls ja, müsstest Du den Betreuer dazu anhalten, das Geld von der Bank wiederzuerlangen.
    - Falls nein kommen wir zu folgender wieteren Frage:
    Besteht ein Anhaltspunkt dafür, dass der Betroffene ausgenommen wurde (wie Araya schon anmerkte), liegt das an der Unfähigkeit, die eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse noch zu regeln und sind deswegen Maßnahmen in Richtung Einrichtung eines Einwilligungsvorbehalts veranlasst?
    (-) falls ja: Dieses prüfen und ggf. durchführen
    (-) falls nein: Nichts veranlasst (Aktenvermerk?)


    Mit freundlichen Grüßen
    AndreasH

  5. #5
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    Zitat Zitat von snooze Beitrag anzeigen
    Hallo, folgender Fall:

    Eine Betreuung für einen 81-jährigen wurde im Februar 2017 angeordnet.
    Jetzt hat der Betreuer festgestellt, dass der Betreute im Jahre 2016 ein Konto bei
    einer Bank hatte, was mittlerweile aufgelöst wurde.
    Von diesem Konto hat der Betreute in der Zeit von Jan. bis Sept. 2016 insg. 160.000,-- Euro in bar
    abgeholt
    (mtl. 10.000,-- Euro und zuletzt 90.000,-- Euro).
    Auf mehrfacher Nachfrage des Betreuers, erklärt der Betroffene, dass er das Geld nicht mehr habe.
    Er hätte einen Kredit zurückzahlen müssen. Unterlagen darüber hätte er nicht mehr.
    Der Betreuer geht davon aus, dass der Betroffene noch den größten Teil der Summe als Bargeld in
    seiner Wohnung hat.
    Beweisen kann er das jedoch nicht.
    Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich mich als Betreuungsrechtspfleger zu verhalten habe.
    Habt Ihr eine Idee?
    Tja, da dürfte nicht viel zu erreichen sein, wenn's wirklich weg ist.

    Betreuten selbst zur Sache anhören am besten Hausbesuch machen.
    Betreuer soll mal gucken in der Wohnung, ob noch was zu finden ist, der Betreute wird schon zustimmen wenn "der vom Gericht" dabei ist.

  6. #6
    Foren-Experte Avatar von Endgegner
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    so bitter es klingt, aber solang er vor Betreuung ohne Vorbehalt sein Geld in die Wupper wirft, ist das halt so


    mein 2. Gedanke ist aber eher in Richtung: hey alter Mann, ich bin von Inkasso XYZ und da ist was offen, bezahl mal....

    schwierige Sache, aber was willst du machen?
    auch der letzte Atemzug gehört zum Leben!

  7. #7
    Club 6.000 Avatar von TL
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    Der Betreuer hat m.E. nur zu prüfen, ob ein Fall des § 105 BGB vorliegt und deswegen die Bank ggf. zur Rückbuchung der Gelder aufgefordert werden kann. Schwierig zu belegen, aber der SV sagt nichts zur Geschäftsfähigkeit des Betreuten aus.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von TL Beitrag anzeigen
    Der Betreuer hat m.E. nur zu prüfen, ob ein Fall des § 105 BGB vorliegt und deswegen die Bank ggf. zur Rückbuchung der Gelder aufgefordert werden kann. Schwierig zu belegen, aber der SV sagt nichts zur Geschäftsfähigkeit des Betreuten aus.
    und auch nichts zum Aufgabenkreis. Ich würde da doch praktisch versuchen, etwas mehr zu machen. "Große Putzaktion" in der Wohnung, da kommt man dann in alle Ecken etc.

  9. #9
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    Zitat Zitat von beldel Beitrag anzeigen
    Was willst du machen? - , es kann aber auch sein, dass er es tatsächlich jemandem gegeben hat und dann ist es wirklich weg.
    Je nach Fallkonstellation kommt ein Rückgabeanspruch wegen Verarmung des Schenkers gem. § 528 BGB als Vermögenswert in Betracht. Aber im vorliegenden Fall müsste man dazu natürlich erst mal rausfinden, wo und ggfs. bei wem das Geld geblieben ist.

  10. #10
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    Zitat Zitat von snooze Beitrag anzeigen
    Hallo, folgender Fall:

    Eine Betreuung für einen 81-jährigen wurde im Februar 2017 angeordnet.
    Jetzt hat der Betreuer festgestellt, dass der Betreute im Jahre 2016 ein Konto bei
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    Der Betreuer geht davon aus, dass der Betroffene noch den größten Teil der Summe als Bargeld in
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    Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich mich als Betreuungsrechtspfleger zu verhalten habe.
    Habt Ihr eine Idee?
    Ich kenn mich nicht in Betreuung aus:
    Aber wenn die Betreuung erst ab Februar 2017 lief konnte der Mann doch vorher mit seinem Geld machen was er wollte und auch ohne Betreuer von der Bank abheben und verjubeln ?

  11. #11
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    Ist vollkommen richtig, aber wenn man gänzlich untätig bleibt in so einer Situation, wird man sich zu recht fragen lassen dürfen, warum man da nicht zumindest mal eine wenig Sachverhaltserhellung betrieben hat.

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  1. Honsa

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