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Thema: Amtsärztliche Untersuchung Anwärter wg häufiger Krankheit

  1. #1
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    Ausrufezeichen Amtsärztliche Untersuchung Anwärter wg häufiger Krankheit

    Hallo,

    Ich bin derzeit noch Anwärterin und im Oktober diesen Jahres mit dem Studium fertig. Von August '16 bis Ende April d.J. habe ich die 2. berufspraktische Zeit absolviert.

    Aufgrund privater Probleme und zusätzlichen Pendelstresses von 1,5h/Fahrt war mein Immunsystem scheinbar sehr geschwächt, sodass ich irgendwie dauernd krank war (Infekte, Magen-Darm, Grippe, Magenschleimhautentzündung, etc.). Es haben sich grob zusammengerechnet 50-60 (soweit erforderlich attestierte) Fehltage während der 9 Monate ergeben. So häufig war ich noch nie krank. Es waren auch nicht dauernd mal nur 1-2 Tage, sondern größtenteils jeweils 1-2 Wochen, da eben meist langwierig.

    Nun hat das OLG ein Gespräch angefordert, in dem im Hinblick auf das nahende Studienende über eine amtsärztliche Untersuchung entschieden werden soll. Ich war eigentlich immer ein sehr gesunder und fitter Mensch, nur diese Umstände haben mich über diese Zeit irgendwie insgesamt geschwächt. Muss ich Angst vor einer Entlassung haben bzw. Davor, dass mich der AA als dienstunfähig einstuft? Wie läuft das ab? Stelle ich mich auf eine Untersuchung wie vor Studienbeginn ein oder greift der AA auch auf die Patientenakte des Hausarztes zurück?
    Seit dieser ganze Stress vorbei ist läuft alles wieder in geregelten Bahnen und es geht mir gut/besser. Ich selbst gehe auch stark davon aus, dass sowas nicht nochmal auftreten wird - man lernt aus seinen Fehlern.

    Allerdings weiß ich nicht, wie ich das dem OLG/AA klar machen soll. Ich könnte mir keinen besseren Beruf für mich vorstellen und habe viel Freude daran. Meine Noten sind ebenfalls durchschnittlich bis überdurchschnittlich gut. Ich bin also nicht faul oder hatte einfach "keine Lust".

    Die letzte (zweiwöchige) Krankschreibung entstand wegen eines familiären Notfalls/Unfalls, den ich hier ungern näher erläutern möchte. Inwiefern kann das OLG darüber Nachweise verlangen? Ich möchte (vielleicht verständlicherweise) nicht allzu gern, dass sowas, wenn auch nur bedingt, öffentlich wird...

    Über Antworten wäre ich euch sehr dankbar!
    Liebe Grüße!

  2. #2
    User Avatar von Uvilo
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    Zitat Zitat von Paulina Beitrag anzeigen
    Nun hat das OLG ein Gespräch angefordert, in dem im Hinblick auf das nahende Studienende über eine amtsärztliche Untersuchung entschieden werden soll. Ich war eigentlich immer ein sehr gesunder und fitter Mensch, nur diese Umstände haben mich über diese Zeit irgendwie insgesamt geschwächt. Muss ich Angst vor einer Entlassung haben bzw. Davor, dass mich der AA als dienstunfähig einstuft? Wie läuft das ab? Stelle ich mich auf eine Untersuchung wie vor Studienbeginn ein oder greift der AA auch auf die Patientenakte des Hausarztes zurück?
    Mir ist es letztes Jahr vor der Übernahme ähnlich, wenn auch bei deutlich weniger Fehlzeiten, ergangen, allerdings gab es vorab keine Gelegenheit zu einem Gespräch. Mir wurde direkt ein Termin mitgeteilt, an dem ich beim Amtsarzt vorstellig werden sollte. Ich habe vor der Untersuchung schon sehr großen Respekt gehabt und mir gehörig Sorgen gemacht, dass es vielleicht mit der Verbeamtung nicht klappen könnte. Letztendlich lief alles so wie bei der allersten Untersuchung ab und war im Endeffekt recht unproblematisch.

    Seit einigen Jahren müssen die Amtsärzte wohl "nur" noch feststellen, dass du wahrscheinlich nicht dauerhaft dienstunfähig wirst. Davor ging die Untersuchung der Frage nach, dass du wahrscheinlich dauerhaft dienstfähig bleibst und nahm den Amtsarzt mehr in die "Pflicht", was wohl das ein oder andere mal eher zu einer Dienstunfähigkeit führte. Ein paar Ausführungen dazu findest du bspw. hier: http://www.felser.de/blog/gesundheit...uf-lebenszeit/

    Abgesehen davon kann der Amtsarzt in schwierig einzuschätzenden Fällen oder bei längerem Krankheitsverlauf auch zu einer weiteren Untersuchung in ein paar Jahren raten. Es muss also nicht gleich die Dienstunfähigkeit sein.

    Ich bin gut damit gefahren in dem Termin ein offenes Gespräch zu führen und alle Karten auf den Tisch zu legen, auch wenn manche davon abraten. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    In dem Forum von referendar.de gibt es einen User "Amtsarzt" der (zufällig) Amtsarzt ist und für Fragen bzw. eine Einschätzung manchmal zur Verfügung steht .

  3. #3
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    Siehe auch hier:

    http://www.rechtspflegerforum.de/sho...t-nach-Studium

    Im Übrigen denke ich ebenfalls, dass Du am besten "mit offenen Karten" spielen solltest. Du hast ja hier schon diverse gute Argumente aufgezählt.

  4. #4
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    Ihr Lieben, vielen Dank für eure Antworten! Besonders an Uvilo! :-)
    Mit offenen Karten spiele ich ohnehin. Ich hoffe, dass alles gut geht.

    Liebe Grüße!

  5. #5
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    Sofern es die Einrichtung bei Euch gibt:
    Vielleicht bringt es etwas, vorab mit dem Sozialen Ansprechpartner (SAP) zu sprechen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Paulina Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, dass alles gut geht.
    Viel Erfolg!

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