Guten Tag!

Ich brauche dringend Hilfe!
Ich habe erstmals einen Antrag auf Beantragung einer Nachlassinventarerrichtung auf dem Tisch.

Als Gläubigerin der Erblasserin wird gemäß § 1994 BGB beantragt, den Erben eine Frist zur Errichtung eines Nachlassinventars zu bestimmen.

Eine Kopie des Darlehnsvertrag (Grundschuld) wird vorgelegt.

Ein Erbschein wurde seinerzeit erteilt, Sohn und Tochter je ½.

Ich habe nunmehr diesen Antrag an Sohn und Tochter zum rechtlichen Gehör übersandt.
Nun meldet sich die Tochter, vertreten durch einen Rechtsanwalt, und lässt mitteilen dass sie bei der Erstellung des Nachlassinventar nicht mitwirken kann, da sie in den vorhandenen Nachlass keinen Einblick hat.

Es wird ausgeführt, dass das Darlehen (Grundschuld) dinglich gesichert sei und das Grundstück dem anderen Erben (Sohn) überlassen wurde. Aktivnachlass sei nicht vorhanden. Hinsichtlich der bestehenden Verbindlichkeit hat die Tochter einen Freistellungsanspruch gegenüber dem Sohn, der außergerichtlich bereits geltend gemacht wurde. Im Übrigen wendet die Tochter Dürftigkeit ein, da sie keinen Aktivposten aus dem Nachlass zugewandt bekam.
Die Nachlassinventarerrichtung kann wohl nur der Sohn vornehmen.

Meine Frage:
Wie ist die Rechtslage und was habe ich als Nachlassgericht nun konkret zu tun?

Danke für die Hilfe!

Döner