Guten Tag,

meine Frage richtet sich an die Erbrechtler. § 2206 Abs. 1 S. 2 besagt ja im Ergebnis, dass der Testamentsvollstrecker in Fortführung von § 2205 S. 2 BGB (nach der Vorschrift kann er über Nachlassgegenstände verfügen ), er nach § 2206 Abs. 1 S. 2 BGB er das Recht hat, sich zu einer Verfügung zu verpflichten. In diesem Fall muss die Verpflichtung nicht der Anforderung nach einer ordnungsgemäßen Wirtschaft nach § 2206 Abs. 1 S.1 BGB entsprechen um wirksam zu sein.

Gilt § 2206 Abs. 1 S. 2 BGB auch für die Aufnahme eines Darlehens mit Grundschuld? Ich bin hier etwas am zweifeln, die Verpflichtung für die Eintragung der Grundschuld kann der TV natürlich eingehen. Das Darlehen nimmt er aber m.E. nach separat auf, also ohne die Privilegierung des § 2206 Abs. 1 S. 2 BGB, sodass § 2206 Abs. 1 S. 1 BGB gilt. Die GS sichert den Darlehensvertrag ja nur ab, ist also nicht die dem Verpflichtungsgeschäft folgende Verfügung. Wobei eigentlich ja wiederum doch in dem Verpflichtungsvertrag bestimmt wird, dass auch eine GS zu bestellen ist. Reicht das aber für die Privilegierung nach § 2206 Abs. 1 S. 1 BGB?

Vielleicht ist es heute auch einfach zu heiß ich hänge mich aber hier gerade auf dran.....