Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Versendung von Originalen letztwilliger Verfügungen

  1. #1
    Gehört zum Inventar
    Beruf
    Rechtspflegerin
    Registriert seit
    28.02.2007
    Beiträge
    332

    Versendung von Originalen letztwilliger Verfügungen

    M.E. gibt/gab es eine Vorschrift, wonach bei der Versendung von Testamentsakten die Originale der letztwilligen Verfügungen nicht mitgeschickt werden dürfen?

    Kann mir jemand dabei helfen?
    „Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.“ Curt Goetz

  2. #2
    Gehört zum Inventar
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    05.08.2013
    Beiträge
    332
    Bei uns werden Nachlassakten nie verschickt. Diese können nur bei den für die Einsehenden zuständigen Nachlassgerichten eingesehen werden.

  3. #3
    Gehört zum Inventar
    Beruf
    Rechtspflegerin
    Registriert seit
    12.05.2009
    Beiträge
    327
    Ich weiß nicht, ob es dafür eine ausdrückliche Vorschrift gibt. Aber auf dem Postweg kann schon mal was verloren gehen. Daher behalte ich die Originale im Retent. Darüber hinaus verschicke ich Nachlassakten nur an andere Amtsgerichte.

  4. #4
    Gehört zum Inventar Avatar von Cuber
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    19.08.2005
    Ort
    Schnuffelhausen
    Beiträge
    590
    Wenn es keine schlechten Menschen gäbe, gäbe es keine guten Juristen.

    Charles Dickens (1812-70), engl. Schriftsteller

  5. #5
    Club 4.000
    Beruf
    Bezirksnotarin
    Registriert seit
    31.01.2011
    Beiträge
    4.526
    Zitat Zitat von Lilly Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob es dafür eine ausdrückliche Vorschrift gibt. Aber auf dem Postweg kann schon mal was verloren gehen. Daher behalte ich die Originale im Retent. Darüber hinaus verschicke ich Nachlassakten nur an andere Amtsgerichte.
    Genau so wirds bei uns auch gehandhabt.

  6. #6
    Fortgeschrittener Avatar von Yarra
    Beruf
    Bezirksnotar
    Registriert seit
    17.06.2017
    Beiträge
    141
    Zitat Zitat von uschi Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Lilly Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob es dafür eine ausdrückliche Vorschrift gibt. Aber auf dem Postweg kann schon mal was verloren gehen. Daher behalte ich die Originale im Retent. Darüber hinaus verschicke ich Nachlassakten nur an andere Amtsgerichte.
    Genau so wirds bei uns auch gehandhabt.
    Wir versenden immer die gesamten Akten und behalten außer einem Legschein nichts zurück.

    Nur einmal ist in den letzten Jahren eine wegen Testamentsfälschung angeforderte Akte bei der Staatsanwaltschaft in Verlust geraten.
    "Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist, dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht" William Shakespeare (1564-1616)

  7. #7
    Club 17.000
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    06.05.2009
    Beiträge
    17.641
    Das ist eine sehr gefährliche Verfahrensweise, die keinesfalls zu empfehlen ist.

    Die Originale der letztwilligen Verfügungen werden wegen der auf dem Postwege bestehenden Verlustgefahr stets zurückbehalten und lediglich Kopien zu den (z. B. an das Rechtshilfegericht) zu versendenden Akten genommen. Im absoluten Ausnahmefall kann auch einmal die Versendung des Originals in Betracht kommen, z. B. wenn geltend gemacht werden soll, dass der Erblasser das Testament nicht selbst geschrieben und/oder unterschrieben hat und es daher in Augenschein genommen werden muss.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •