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Thema: Scheinpartei ja oder nein? Praxistipp gesucht!

  1. #1
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    Scheinpartei ja oder nein? Praxistipp gesucht!

    Hallo Leute,ich würde mich sehr freuen, wenn mir hier wer bzgl eines für mich ziemlich vertrakten Problems weiterhelfen kann, das mich zur Verzweiflung treibt. Ich versuche es so kurz wie möglich

    Der juristische Laie A hat einen Unfall gehabt, an einer nicht ordnungsgemäß eingerichteten Baustelle des B. Der B hat 2 Firmen. Die Bau GmbH und die Bau UG. In der Unfallmitteilung der Polizei stand nur Firma Bau plus Name des B als Geschäftsführers (GF).Weil der A doof ist, verklagt er die Bau GmbH auf Schadenersatz für den Unfall und drückt sich dabei zwar eindeutig, aber nicht juristisch professionell aus.Das AG schickt Kostenrechnung für den Rechtsstreit A gegen GmbH. Der A bezahlt, die Klage wird rechtshändig, der A hat bis heute aber keine Zustellungsurkunde o.ä. gesehen.Das AG stellt dem A einen Schriftsatz des Rechtsanwalts R zu, in dem dieser erklärt, nicht die GmbH sondern der B persönlich sei verklagt, weitere Begründung würde folgen.Der A hat Angst und erklärt daraufhin dem AG gegenüber, selbstverständlich sei die GmbH gemeint, daß Gericht sieht das genauso, es ergeht Hinweisbeschluss, daß dem so sei und dem RA R wird aufgegeben zu erklären, ob er auch die GmbH oder nur den nicht verklagten B vertrete.Daraufhin erklärt der R, die GmbH sei schon seit einem Jahr insolvent (er ist aber nicht der Insolvenzverwalter), ursächlich gehandelt habe die UG.Das AG erklärt dem A, damit sei die Klage von vornherein unzulässig und der A möge die Klage zurücknehmen, was der A auch tut.Jetzt gehts loser RA R beantrag KFB und Kostenauflage zu Lasten des A für seine Vertretung des B. Der A widerspricht.Das AG gibt den Antrag des RA R mit der Begründung statt, der B sei Scheinpartei geworden und der A habe dies verschuldet.Im Rahmen der sofortigen Beschwerde des A dagegen, begründet der A unter anderem, der B sei nicht durch bloße Erklärung zur Scheinpartei geworden und außerdem hat er ja die Kosten für den Rechtsstreit gegen die GmbH gezahlt, wodurch er sich darauf verlassen habe, daß auch an die GmbH zugestellt wird. Der RA R hat nämlich wie aus den Schreiben ziemlich eindeutig hervorgeht, die Behauptung der B sei Scheinpartei nur zur Verzögerung taktisch genutzt, obwohl die Klage ja eindeutig gegen die ursächlich handelnde Firma ging.Das AG hilft nicht ab, und begründet: "die Gründe des A würden nicht durchgreifen" und legt die Angelegenheit dem LG zur Entscheidung vor. Das LG gibt dem A ab heute nochmal 4 Wochen Zeit zu begründen.Nun die Frage: Hat der A hier noch eine Chance die Kosten des RA R nicht zu zahlen und wenn ja, wie könnte er das noch dem LG gegenüber begründen?Allerbesten Dank !!!!

  2. #2
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    Schon von der Berufsbezeichnung her ein Fall für Kai .
    Hier werden Sie nicht geholfen !

  3. #3
    Administrator Avatar von Kai
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    Hallo!

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