Hallo Forum,
es geht um die Frage, ob bei Eintritt der Massearmut nach § 207 Abs. 1 Satz 1 InsO eine entsprechende Anzeige und zugleich auch eine Anzeige der m.E. logischerweise ebenfalls vorliegenden Masseunzulänglichkeit nach § 208 Abs. 1 InsO vorzunehmen ist. Folgender Fall: An einem Tag im eröffneten Verfahren zeigt sich, dass ein erwarteter Massezufluss nur zu einem Teil realisiert werden kann. Damit tritt an diesem Tag Massearmut ein. Folge wäre die Einstellung des Verfahrens nach § 207 InsO durch das Gericht. Auch wenn gesetzlich nicht normiert, ist der Verwalter verpflichtet eine Anzeige dahingehend zu machen. Sollte der Verwalter nun auch - und das ist die Frage - eine Anzeige nach § 208 InsO machen? Dann stellt sich aber m.E. das Problem, welches Verfahren nun die Folge ist z.B. ob eine Veröffentlichung nach § 208 Abs. 2 InsO erfolgt oder nur die Anhörung nach § 207 Abs. 2 InsO. Ich meine daher eine Anzeige der Masseunzulänglichkeit (§ 208) erübrigt sich in einem solchen Fall. Anmerkung: Vor Eintritt der Masselosigkeit/Massearmut und danach gab es keine Massegläubiger. Es war bis zum Eintritt der Massearmut eine konkrete Masseunzulänglichkeit nicht gegeben. Danke!