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Thema: Bundeslandwechsel nach dem Studium

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  1. #1
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    Bundeslandwechsel nach dem Studium

    Hallo

    Momentan befinde ich mich noch im Studium und werde dieses erst 2019 abschließen. Nach dem Studium möchte ich allerdings nicht mehr in Baden-Württemberg (OLG KA) arbeiten, sondern Richtung SH oder Hamburg (hat familiäre Gründe).
    Ich habe leider keine Ahnung, wie sowas abläuft. Habe ich denn überhaupt Chancen, dort hin zu kommen? Ginge auch eine Versetzung o.ä. an Stelle eines Tausches falls ich keinen Tauschpartner finde? Und was muss ich alles dafür tun?
    Wie lange wird sowas dauern? (Möchte eigentlich sehr schnell nach dem Studium in den Norden)
    Kündigen wäre vielleicht auch eine Möglichkeit, aber das Beamtenverhältnis möchte ich eigentlich nicht aufgeben und ich kann mir vorstellen, dass die Jobaussichten mit einem Rechtspflegestudium nicht so rosig sind.

    Liebe Grüße

  2. #2
    Club 2.000
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    In aller Kürze:

    Du bist Landesbeamtin, daher scheidet eine Versetzung in ein anderes Bundesland ersichtlich aus. Es geht nur der Tausch, da "Dein" Bundesland bis zu Deinem Ausbildungsende einige 10.000,- Euro an Ausbildungskosten und Gehalt in Dich investiert haben wird und für diese Investition begreiflicherweise einen Gegrnwert haben will - entweder Dich oder einen gleichwertigen Tauschpartner. Wenn ich mir hier das Tauschforum ansehe, wirst Du Dich auf eine mehrjährige Tätigkeit in Deinem jetzt ungeliebten Ausbildungsbundesland einstellen müssen.

    Alternative: Kündigen und freie Wirtschaft, mit Rückzahlungspflicht, falls Du innerhalb der ersten 5 Jahre kündigst.

    Mit freundlichen Grüßen
    AndreasH

  3. #3
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    Zitat Zitat von AndreasH Beitrag anzeigen
    In aller Kürze: Du bist Landesbeamtin, daher scheidet eine Versetzung in ein anderes Bundesland ersichtlich aus. Es geht nur der Tausch, da "Dein" Bundesland bis zu Deinem Ausbildungsende einige 10.000,- Euro an Ausbildungskosten und Gehalt in Dich investiert haben wird und für diese Investition begreiflicherweise einen Gegrnwert haben will - entweder Dich oder einen gleichwertigen Tauschpartner. Wenn ich mir hier das Tauschforum ansehe, wirst Du Dich auf eine mehrjährige Tätigkeit in Deinem jetzt ungeliebten Ausbildungsbundesland einstellen müssen. Alternative: Kündigen und freie Wirtschaft, mit Rückzahlungspflicht, falls Du innerhalb der ersten 5 Jahre kündigst. Mit freundlichen Grüßen AndreasH
    So nicht ganz richtig. Ich bin vor 5 Jahren auch über einen Versetzungsantrag von Niedersachsen nach Bayern gekommen. Es geht nur über einen Versetzungsantrag, ob jetzt nun ein Tauschpartner erforderlich ist oder nicht ist davon unabhängig. Ich würde einfach mal beim zuständigen OLG nachfragen, wie die Möglichkeiten sind, ob ein Tauschpartner benötigt wird oder nicht und dann weiter sehen und planen.

  4. #4
    Stammgast
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    Schleswig-Holstein hat früher immer noch Leute dazu geholt - ob das allerdings immer noch so ist, weiß ich nicht. Zudem müsste dich BaWü ziehen lassen. ABER: ich glaube es gibt viele Tauschgesuche in Richtung Süden. Da wird hoffentlich etwas passendes dabei sein. Ggf. mithilfe eines Ringtausches. Aber auch hier ist man auf den Wohlwollen des Dienstherrn angewiesen. Ich drücke dir in jedem Fall die Daumen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Cassi84 Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von AndreasH Beitrag anzeigen
    In aller Kürze: Du bist Landesbeamtin, daher scheidet eine Versetzung in ein anderes Bundesland ersichtlich aus. Es geht nur der Tausch, da "Dein" Bundesland bis zu Deinem Ausbildungsende einige 10.000,- Euro an Ausbildungskosten und Gehalt in Dich investiert haben wird und für diese Investition begreiflicherweise einen Gegrnwert haben will - entweder Dich oder einen gleichwertigen Tauschpartner. Wenn ich mir hier das Tauschforum ansehe, wirst Du Dich auf eine mehrjährige Tätigkeit in Deinem jetzt ungeliebten Ausbildungsbundesland einstellen müssen. Alternative: Kündigen und freie Wirtschaft, mit Rückzahlungspflicht, falls Du innerhalb der ersten 5 Jahre kündigst. Mit freundlichen Grüßen AndreasH
    So nicht ganz richtig. Ich bin vor 5 Jahren auch über einen Versetzungsantrag von Niedersachsen nach Bayern gekommen. Es geht nur über einen Versetzungsantrag, ob jetzt nun ein Tauschpartner erforderlich ist oder nicht ist davon unabhängig. Ich würde einfach mal beim zuständigen OLG nachfragen, wie die Möglichkeiten sind, ob ein Tauschpartner benötigt wird oder nicht und dann weiter sehen und planen.
    Ein Bundesland kann nicht in ein anderes Bundesland versetzen, ohne dass das Einverständnis des anderen Bundeslandes vorliegt, denn es handelt sich um einen staatlichen Hoheitsakt eines Bundeslandes, dessen Rechtsgewakt an der Landesgrenze endet.. Ebensowenig kann das aufnehmende Bundesland versetzen, ohne dass ein Einvernehmen des abgebenden Bundeslandes vorliegt. Im Ergebnis muss daher Einverständnis zwischen abgebendem und aufnehmendem Bundesland bestehen, das wollte ich zum Ausdruck bringen. Das ust bei einem Tausch eben der Fall.

    Dass der vereinbarte Tausch (oder ausnahmsweise die Freigsbe ohne Tauschpartner) dann durch Versetzung vollzogen wird, steht auf einem anderen Blatt.

    Mit freundlichen Grüßen
    AndreasH

  6. #6
    Club 1.000 Avatar von Doppelte Halbtagskraft
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    Ich bin 2010 ohne Tauschpartner von Hamburg nach Sachsen-Anhalt gewechselt.

    Grundlage dafür war ein Versetzungsgesuch in Hamburg und ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch in Sachsen-Anhalt (Bewerbung auf dem Dienstweg). Der Tausch konnte ohne Tauschpartner erfolgen, weil damals in Hamburg ein Überhang war und Sachsen-Anhalt Bedarf hatte. Der Wechsel dauerte rekordverdächtige 5 Monate (absolute Ausnahme, in der Regel eher Jahre).

    Mein Tipp: Alternativen ausloten (kommen eventuell Hamburg, Niedersachsen oder M.-V. in Frage)

    Ansonsten erst einmal das Studium zu Ende bringen. Vielleicht sieht 2019 schon alles ganz anders aus...
    In Hamburg gibt's nur ein' Verein...

    Milchmädchen, die Rechnung bitte!

  7. #7
    Club 1.000 Avatar von Mr.T
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    Zitat Zitat von Doppelte Halbtagskraft Beitrag anzeigen
    ...

    Ansonsten erst einmal das Studium zu Ende bringen. Vielleicht sieht 2019 schon alles ganz anders aus...
    und: je besser die Noten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt
    Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren (Einstein)


    Newcomer https://www.youtube.com/watch?v=GdRB8T0dyRw

  8. #8
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    In Schleswig-Holstein sind zurzeit zahlreiche Rechtspflegerstellen nicht besetzt. Zumindest ein Grund dafür soll Nachwuchsmangel sein.....

  9. #9
    Stammgast Avatar von moep
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    Eine Versetzung in ein anderes Bundesland ist dem Grunde nach möglich. Die Frage ist im Ergebnis, ob dein Dienstherr dich ziehen lässt. Zumeist lässt man dich nur dann gehen, wenn ein gleichwertiger Tauschpartner vom Gegenüber gestellt wird.

    Anders wirst du es leider nicht schaffen. Unter besonderen familiären Umständen kommt es vor, dass einer tauschpartnerfreien Versetzung zugestimmt wird. Dazu solltest du dann bei deinem Versetzungsantrag umfangreich vortragen.
    Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.

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