Auseinandersetzungszeugnis § 36 GBO

  • Hallo,

    ich habe einen Antrag auf Erteilung eines Auseinandersetzungszeugnisses nach § 36 GBO vorliegen.

    Die Erben erklären darin, dass sie auf Grundlage der vorliegenden Testamente die Erben des Erblassers sind. Im Testament sind keine Erbquoten genannt. Hierüber konnten sie sich auch erst wohl nicht einigen. Kann ein solche Zeugnis auch ohne Quoten erteilt werden? Und müssen wie beim Erbschein sodann alle Erben auf die Aufnahme nicht auch verzichten? Hierzu ist nichts gesagt worden.

    Ich danke für eure Hilfe!

  • Erklären alle Erben gemäß Testament, dass einer der Miterben nun im GB als Eigentümer eingetragen werden soll? Dann spielen Quoten ja keine Rolle.

    -------------------------:aktenEine wirklich gute Idee erkennt man daran, daß ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien. (Albert Einstein):gruebel: ------------------------------------

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  • Da § 36 Abs. 2a GBO darauf verweist, dass "die Voraussetzungen für die Erteilung eines Erbscheins vorliegen" müssen (also auch die erforderliche eidesstattliche Versicherung!) und das Gesetz nunmehr auch einen quotenlosen Erbschein kennt (§ 352a FamFG), müsste das möglich sein. Es müssen dann aber auch die Voraussetzungen erfüllt sein, die für die Erteilung eines quotenlosen Erbscheins bestehen, weil das Überweisungszeugnis die Erbfolge in gleicher Weise bezeugt wie ein Erbschein. Außerdem ist die Erteilung des Zeugnisses natürlich nur möglich, wenn auch die entsprechende Auflassungserklärung aller Miterben zugunsten des erwerbenden Miterben vorliegt.

  • Ja, also eine Auflassung an den Miterben habe ich in der Urkunde.

    Ich sehe es so wie Cromwell. Die Voraussetzungen für die Erteilung des Erbscheins müssen gleichermaßen erfüllt sein und laut meiner Recherche muss die Erbfolge ebenso in das Zeugnis. Ich würde dann dazu neigen, dass ich die ausdrückliche Erklärung zum Verzicht auf Aufnahme der Quoten schon benötige.

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