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Thema: Strukturiertes Interview / Bayern 2018

  1. #1
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    Lächeln Strukturiertes Interview / Bayern 2018

    Guten Abend liebe Foren-Mitglieder,

    ich habe letzte Woche ein Schreiben des OLG München erhalten, dass ich aufgrund meiner Platzierung beim Test des Bayerischen Landespersonalausschusses für die Einstellung als Rechtspflegeranwärterin in Betracht komme.Da ich mich gar nicht für diese Art des Studiums beworben habe (ursprünglich nur Dipl.-Verwaltungswirtin), habe ich mich die letzten Tage etwas informiert und finde das Berufsfeld eines Rechtspflegers schon interessant.
    Demnächst habe ich dann ein strukturiertes Interview. Kann mir jemand Erfahrungen darüber mitteilen oder sind hier vielleicht auch noch andere, die sich für die Einstellung zum 01.09.18 als Rechtspflegeranwärter/in beworben haben?

    Vielen Dank bereits im Voraus!

  2. #2
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    Lächeln Nachtrag

    Was ich auch noch fragen wollte: Man ist nach dem Studium ja Landesbeamter... wie häufig komm es vor, dass man versetzt wird? Man will ja doch auch mal sesshaft werden, Haus bauen, heiraten, Kinder kriege etc.
    Hat hier jemand Erfahrungswerte aus Bayern (OLG München)?

    Viele Grüße

  3. #3
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    Olg München 01.09.2018

    Hallo,
    ich möchte mich ebenfalls um ein Studium zum Rechtspfleger bemühen. LPA-Auswahlverfahren und geeignete Platzziffer erreicht. Nun steht das strukturierte Interview in nächster Zeit an.. Worauf dort der Schwerpunkt gesetzt wird, weiß ich selbst auch nicht.
    Ein Freund von mir, der letztes Jahr mit dem Studium anfing meinte, es sei bei ihm ein lockeres Gespräch mit zwei Mitbewerbern gewesen und da kamen Fragen zur Motivation, Stärken/Schwächen, Qualifikationen etc. dran.
    So zumindest hat er es in Erinnerung


    Hast du deinen Termin schon bekommen?


    Schönen Gruß

  4. #4
    Stammgast Avatar von Anna1290
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    Hallo,

    da euch noch niemand richtig geantwortet hat, versuche ich das mal.

    Alsoo das strukturierte Interview fand ich damals auch nicht groß anders, als ein normales Bewerbungsgespräch. Man hat halt noch 1-2 andere Mitbewerber dabei sitzen.
    Die von Alex genannten "Themen" treffen schon ganz gut zu. Evtl. muss man ein paar kleine Aufgaben machen, z. B. eine fiktive Diskussion mit den Mitbewerber führen oder sowas in der Art. Da habe ich in der freien Wirtschaft bei einigen Unternehmen und diesen tollen "Assessment centern" deutlich schlimmeres oder nervigeres erlebt.

    Ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, würde ich dann noch sagen, dass die bayrische Justiz händeringend Rechtspfleger braucht und soweit ich weiß, fast jeder genommen wird, der es schon zum Interview geschafft hat.

    Wegen den Versetzungen nach dem Studium im OLG Bezirk München:
    Direkt nach dem Studium kann es leider durchaus vorkommen, dass man nicht dort landet, wo man gerne hin möchte, muss aber auch nicht, kommt immer darauf an, wohin man den möchte. Einige Regionen sind schon länger sehr gut besetzt, da kommt man dann auch schwer hin, andere Regionen brauchen regelmäßig "Nachschub", da kann es dann die neuen Kollegen schon mal erwischen.

    Wenn man dann einen Versetzungsantrag stellt, kann es ebenso, je nach Wunsch, schnell gehen oder länger dauern. Sobald man es aber mal an den Ort geschafft hat, den man sich wünscht, würde ich sagen, dass es eher selten vorkommt, dass man gegen den eigenen Willen ganz woandershin versetzt wird. Passieren kann das theoretisch natürlich, aber ich kenne jetzt im Kollegenkreis kein Beispiel. Wenn dann kann es mal Abordnungen für gewisse Zeiträume geben, wenn irgendwo ganz Land unter ist.
    Normalerweise werden aber Dinge wie Verheiratet oder Kinder auch berücksichtigt.

    Was natürlich schon vorkommen kann ist, dass man innerhalb seines Gerichts dann mal den Tätigkeitsbereich wechseln muss, auch wenn man das nicht unbedingt möchte.

    Ich hoffe ich konnte ein paar Fragen beantworten, wenn noch was ist, kann man mir aber auch gerne eine PN schreiben, bei mir ist das Studium zumindest noch nicht so lange her, also weiß ich noch ein paar Sachen dazu

  5. #5
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    Cool

    Hallo,

    also ich hatte mein strukturiertes Interview am Freitag, ebenfalls in Bayern
    Bei mir war es (wie die anderen es schon beschrieben haben) so, dass ich zwei Mitbewerber hatte (Es ist allerdings kein Konkurrenzkampf, wir haben alle 3 bestanden). Jeder Bewerber bekommt einen der Prüfer als Hauptprüfer, das bedeutet, ein Prüfer stellt dir die Hauptfragen, aber die anderen können auch Zwischenfragen stellen.

    Zunächst musste jeder sich allein vor den Prüfern vorstellen, also einfach den Lebenslauf ein bisschen mit Leben füllen. Dabei wurden auch von den Prüfern immer wieder Nachfragen gestellt, allerdings war die Atmosphäre nicht angespannt, es war wirklich mehr wie ein lockeres Gespräch. Dann eben Fragen wie Schwächen oder was ich auch gefragt wurde: Wenn Sie finanziell komplett unabhängig wären, welchen Beruf würden Sie dann ergreifen?

    Im zweiten Teil bekam dann jeder von uns eine Alltagssituation und musste sagen, wie er reagieren würde. Bei mir war das zum Beispiel: Ihre Mutter verlangt, dass Sie zu einem Vorstellungsgespräch weiße Bluse und knielangen schwarzen Rock tragen, Sie wollen das nicht, was tun Sie? Und dann eben wieder kritische Nachfragen (Wie würden Sie reagieren, wenn Sie ein selbst ausgesuchtes Outfit im Vorstellungsgespräch tragen und merken, dass Sie over- oder underdressed sind?). Im Endeffekt geht's dabei nur darum, ob du eigene Entscheidungen treffen und diese objektiv begründen und dazu stehen kannst.
    Die Situationen meiner Mitbewerber waren 1. Ein Freund von Ihnen, der erst seit kurzer Zeit den Führerschein hat, fährt auf der Landstraße viel zu schnell und 2. Sie sind mit Ihrer Ausbildung zum Rechtspfleger fertig und merken, dass Sie in der Arbeit heillos überfordert sind. Was tun Sie?

    Im dritten Teil musste dann jeder sagen, was er sich unter dem Beruf vorstellt, wie man darauf gekommen ist und was eventuell Nachteile im Beruf sein könnten. Am Schluss darf man dann selbst noch Fragen stellen (diese Chance sollte man auf jeden Fall nutzen!)

    Allgemein: Mach dir keinen Stress, die Prüfer wissen, dass ihr nervös seid und wenn man sich mal verhaspelt oder etwas sagt, das nicht zu 100% Sinn gibt, wird auch ein Auge zugedrückt, wie gesagt, wir haben es alle bestanden Insgesamt hat das Ganze ca. eineinhalb Stunden gedauert.

    Wann hast du denn dein strukturiertes Interview? Und gibt es sonst noch jemanden, der sich in Bayern beworben hat und schon eine Einstellungszusage hat? Vielleicht kann man sich da ja vor dem Studium schon ein bisschen zusammentun

    Viele Grüße

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