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Thema: Darlehensvertrag/Grundschuld Genehmigung

  1. #1
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    Darlehensvertrag/Grundschuld Genehmigung

    Hallo,

    In meinem Fall sind Sohn und Mutter Eigentümer eines Grundstückes.
    Auf dem Grundstück lastet bereits eine 180.000 EUR Grundschuld.
    Laut der Bank valutiert diese noch in Höhe von 100.000 EUR.
    Jetzt soll Umgeschuldet werden. In diesem Zug wurde mir ein Darlehensvertrag (60.000 EUR) vorgelegt.
    In der Zweckerklärung wurde der Junge aus der pers. Haftung rausgelassen.

    Aber müsste der Junge nicht auch bzgl. des nicht mehr valutierenden Teils (80.000 EUR) aus der dinglichen Haft entlassen werden?

    Die Bank sagt, dass das nicht ginge und man die Grundschuld dann löschen müsste.

    Kann mir da jemand helfen?

  2. #2
    Club 18.000
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    Eine Grundschuld ohne dingliche Haftung der Eigentümer?

    Wie soll das vor sich gehen?

    Dass der Minderjährige nicht für das neue Darlehen schuldrechtlich haftet, ist natürlich positiv. Allerdings ist dann im Hinblick auf die Zweckbestimmung § 1822 Nr. 10 BGB zu beachten.

  3. #3
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    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Mutter und Kind in Erbengemeinschaft Eigentümer sind. So wie ich den Vertrag lese soll die Valuta der eingetragenen 180.000 EUR Grundschuld, die bisher in Höhe von 100.000 EUR besteht um 60.000 EUR erhöht werden. Für diesen Betrag könnte sich der Minderjährige ja auch unterwerfen. Laut Bank soll sich der Minderjährige jedoch für 80.000 EUR unterwerfen - also eine summenmäßig höhere Unterwerfung, als er letztlich ausgezahlt bekommt.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Lafe22 Beitrag anzeigen
    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Mutter und Kind in Erbengemeinschaft Eigentümer sind. So wie ich den Vertrag lese soll die Valuta der eingetragenen 180.000 EUR Grundschuld, die bisher in Höhe von 100.000 EUR besteht um 60.000 EUR erhöht werden. Für diesen Betrag könnte sich der Minderjährige ja auch unterwerfen. Laut Bank soll sich der Minderjährige jedoch für 80.000 EUR unterwerfen - also eine summenmäßig höhere Unterwerfung, als er letztlich ausgezahlt bekommt.

    Aus meiner Sicht kann hier nicht von einer höheren Unterwerfung gesprochen werden.

    Die Grundschuld besteht nach wie vor in Höhe der eingetragenen 180.000,- €. Höchstwahrscheinlich wurde damals die Entstehung einer Eigentümergrundschuld ausgeschlossen. Nun wird lediglich im Rahmen der bestehenden Grundschuld eine neue Zweckerklärung getroffen.

    Wie soll es eigentlich funktionieren, dass bei einer bestehenden Erbengemeinschaft lediglich der Minderjährige das Darlehen "ausgezahlt bekommt" und er nicht auch haftet? Was ist mit der Mutter?

  5. #5
    Club 18.000
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    Das funktioniert natürlich nur in der Weise, dass die Mutter - und nicht die Erbengemeinschaft - alleinige Darlehensnehmerin ist.

    Wie ich schon sagte: Es geht nur um die Zweckerklärung und die "Unterlegung" des neuen Darlehens. Die dingliche Haftung für den Gesamtbetrag der Grundschuld besteht ja bereits kraft Erbfolge.

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