Hallo, folgendes Problem. Über den Nachlasses eines Verstorbenen wurdevon dessen beiden Söhnen InsO beantragt wegen möglicher Überschuldung. Kontaktbestand lange Jahre nicht mehr zwischen den vorgenannten. Erblasser war hälftigerEigentümer eines 2-Fam.-Hauses. Erblasser hat vor seinem AblebenScheidungsantrag gestellt. Scheidungsvoraussetzungen waren vollumfänglich gegebenund erfüllt. Vormaliger Erbvertrag ist gemäß rechtlicher Prüfung des IVhinfällig, da die Scheidungsvoraussetzungen vorlagen. Anwalt der Witwe(hälftige Eigentümerin sowie Bewohnerin des vorgenannten Hauses) macht nun imInsO-Verfahren gegen uns den Anspruch auf Feststellung des Vermächtnisses lt.Erbvertrag, nämlich die Übertragung des hälftigen ME-Anteils des Erblassers aufdiese geltend und fordert uns aktuell auf, dies aufgrund drohender Verjährungdes Vermächtnisanspruchs ihm gegenüber zu erklären bzw. auf die Einrede derVerjährung zu verzichten. Da aber u.E. kein Vermächtnisanspruch mehr bestehtund auch zum derzeitigen Verfahrensstand Forderungen gem. § 327 Abs. 1 Nr. 2InsO ggf. nur nachrangig zu berücksichtigen sind, werden wir auch keinerleiErklärungen abgeben und dies dem RA so mitteilen. Erst wenn das Gericht zurAnmeldung nachrangiger Forderungen auffordert, was vorliegend der Fall seinwird, kann Vermächtnisanspruch angemeldet werden. Den werden wir bestreiten undes auf einen Feststellungsprozess ankommen lassen müssen um diese Frage zuklären. Sehe ich dies so richtig? Ggf. hat die Witwe, sofern derVermächtnisanspruch überhaupt bestehen würde, dann allenfalls einenZahlungsanspruch gegen die Masse.